Weinrallye #79 – Wein trinken an schönen Orten

Mit der Ausgabe #79 der Weinrallye am 31. Oktober 2014 möchte ich gerne wieder einmal eine alte Aktion von mir ins Gedächtnis rufen, Wein trinken an schönen Orten!

Es ist inzwischen leider nicht mehr normal in der Öffentlichkeit eine Flasche oder ein Glas Wein zu trinken, es kann passieren dass man schräg angeschaut wird, oder noch schlimmer, dass das beispielsweise in bestimmten Stadtteilen das Ordnungsamt vorbeikommt, dir den öffentlichen Weingenuss verbietet und ein Bussgeld auferlegt. Völlig Absurd, aber in einigen Orten und Städten bereits traurige Realität.
Wein trinken an schönen Orten soll zeigen dass Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit nicht zwangsläufig mit Sauferei zu tun hat und dass es das normalste auf der Welt ist an einem schönen Ort ein Glas Wein zu genießen. Wir wissen ja alle, der wahre Genuss von Wein hat viel mehr damit zu tun in welcher Gesellschaft und welcher Umgebung der Wein genossen wird!

In diesem Sinne sind die Teilnehmer der Weinrallye #79 aufgefordert über den Genuss von Wein an einem schönen Ort zu berichten. Gerne dürft ihr auf Erinnerungen, auch aus dem Urlaub zurückgreifen.

Also, genießt den Wein, genießt die Freiheit ihn überall trinken zu dürfen und genießt die Freiheit die euch diese Weinrallye #79 in Bezug auf Auswahl der Weine und den Ort wo ihr ihn genießt euch läßt!!

Wer einen öffentlichen Platz oder einen schönen Ort zum publizieren seines Beitrages sucht ist willkommen mich zu kontaktieren, gerne stelle ich dieses Blog, 25cl oder die Facebookseite Wein trinken an schönen Orten zur Verfügung.

Ich bin gespannt auf das was da kommt und wünsche euch viel Spass,

euer Thomas

Info Weinrallye: die Regeln | Facebook Gruppe |

Die Weinrallye ist ein derzeit monatlich stattfindendes Blogevent. Jeweils ein anderes Blog bestimmt ein Thema und ruft dazu auf, zu diesem Thema einen Artikel zu verfassen. Sinn und Zweck einer Weinrallye ist einzig und alleine der Spass und die Motivation schöne Themen aufzuarbeiten.

Hier ein paar WtasO Beispiele:

 

 

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Als Juror zur Wahl der Deutschen Weinkönigin

Als ich die Einladung erhielt bei der diesjährigen Wahl zur Deutschen Weinkönigin als Juror zu fungieren machte ich mir zunächst keine große Gedanken sondern freute mich einfach darüber, dass mit mir auch die Digitale Welt eine Stimme bei dieser Wahl erhält.

Je näher der Termin rückte, je mehr ich mich mit den Kandidatinnen beschäftigte um so mehr wurde mir dabei klar, dass das nicht einfach werden würde eine Wahl zu treffen. Während des Vorentscheides selbst habe ich mich mal unter den anderen Juroren umgeschaut wie die denn so arbeiten und da war wirklich alles mögliche zu finden. Links neben mir wurde ohne Unterlass geschrieben, die Jurorin hatte sich Tabellen vorbereitet in die sie ihre Wertungen eintrug. Der Juror rechts neben mir wählte ein völlig anderes System, eher chaotisch, er kritzelte auf die Personalbogen der Kandidatinnen und änderte dabei immer die Sortierung. Auch in Gesprächen erfuhr ich dass beinahe jeder Juror auf andere Dinge Wert legte, so entschied ich für mich für den Vorentscheid eine mir eigene Gewichtung vorzunehmen.

Vorentscheid Deutsche Weinkönigin 2014Was soll denn eine Deutsche Weinkönigin können? Ich finde zuallervorderst, eine Deutsche Weinkönigin sollte fachlich kompetent sein, denn sie tritt ja nicht nur Endverbrauchern gegenüber sondern auch Profis wie Weinhändlern, Sommeliers und Gastronomen aus dem In- und Ausland. Letztendlich repräsentiert sie ja unsere Weinwirtschaft und die ist ja auch kompetent, zumindest hoffe ich das ….

Nebst dieser Kompetenz erwarte ich dass eine Repräsentantin der Deutschen Weinwirtschaft dies auch in englischer Sprache tun kann, darum bin ich auch dankbar dass eine der Fachfragen im Vorentscheid in Englischer Sprache gestellt und beantwortet wurde.

Dieser Teil bildete gewissermaßen meine A-Note, wer mich hier überzeugte hatte schon viel gewonnen und wer hier nicht parlieren konnte würde es schwer haben doch noch meine Stimme zu erobern.

So hatte ich nach der ersten Runde 7 Favoritinnen auf meiner Liste stehen.

Im zweiten Teil ging es mehr um Spiel als um Wissen, ich liess mich einfach treiben und achtete darauf welche der Kandidatinnen schlagfertig ist, was und worüber sie plauderten und so weiter. Das resultierte dann in eine B-Note welche in Kombination mit meiner A-Note dann ein Ergebnis ergab welches sich nicht unbedingt mit dem der Gesamt Jury deckte. Muss und soll es ja auch nicht, immerhin sind 4 der 6 von mir gewählten Kandidatinnen in das Finale gekommen.

Jetzt freue ich mich auf das Finale, die Kandidatinnen sind allesamt Superstark, es wird hart werden eine davon als Königin zu küren, aber dafür sind Juroren ja da, also gehen wir es an!

Was ich unbedingt an dieser Stelle noch los werden muß, es Bedarf für eine junge Frau schon eines enormen Mutes und gehöriges Selbstvertrauen sich auf eine Bühne zu stellen und in Englischer Sprache Fachfragen zu beantworten. Ich kenne sehr sehr sehr sehr viele gestandene Kolleginnen und Kollegen die würden hier jämmerlich scheitern, sich in die Hose machen und dass trotz 30 Jahren Berufserfahrung, Muskeln wie ein Bär und ein ansonsten fixes Mundwerk! Darum, allergrößter Respekt meinerseits dafür das was die jungen Damen da leisten!

Die Deutsche Weinkönigin im Internet: Webseite | Wikipedia | Facebook | TV

 

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Ein paar Fragen an Petra Mayer zum Thema Pinotage

Denke ich an Pinotage denke ich an Wein aus  Südafrika. Denkt man an Wein aus Südafrika und befindet sich in Deutschland führt der gedankliche Weg direkt zur Südafrikanischen Weinwerbung. Die WOSA ist die Repräsentanz des südafrikanischen Weines in Deutschland und deren Chefin ist Petra Mayer. Und natürlich interessiert mich was sie über Pinotage denkt und habe sie einfach gefragt, ganz schnell per E-Mail und bekam ganz schnell Antworten.

Welche Begriffe fallen ihnen ein wenn sie an Pinotage denken?

“Herausforderung, Gaumenvesuv, Lanzerac Pinotage 1966, Cape Blends”

ui, Lanzerac Pinotage 1966. Klingt spannend. Verbinden Sie damit schöne Erinnerungen, einen schönen Moment oder einen großen Wein?

Habe ich 1996 getrunken – knapp 30 Jahre nach seiner Geburt, anlässlich meiner “Inthronisation” als Repräsentantin der WOSA. :-) ) Aber demnach kannst du dir vorstellen, der Wein war excellent! (Verkostung ist ja immer subjektiv). Faszinierend war für mich seine Eleganz, seine Frucht und seine Finess – klar Reife war spürbar, aber eins wurde schmeckbar: Es braucht keinen hohen Alkoholgehalt um mit Würde zu reifen! Ich behaupte nahezu, das Gegenteil ist der Fall, aber bei dieser These ist die Beweisführung noch nicht abgeschlossen … :-) ) Ich freu mich noch über jeden Probanten.
Welche Bedeutung hat Pinotage für den südafrikanischen Weinbau? 

Pinotage wird als heimische Rebsorte von den Winzern sehr geschätzt (auch wenn ihn nicht unbedingt jeder mag). 1925 kreuzte Dr. Abraham Izak Perold (Erster Prof. für Viticulture, Stellenbosch) den Pinotage aus Pinot Noir und Hermitage, der Bezeichnung für Cinsaut in der Kapregion. Das man diese Pflänzchen überhaupt fand, unterlag einem großen Zufall, den Dr. Perold hatte diese in seinem heimischen Garten in Stellenbosch ausgesät und nach seinem Umzug zur KWV in Paarl, gerieten sie in Vergessenheit. Bis sein Universitätskollege Dr. Charlie Niehaus, der von den Sämlingen wusste, diese ausgrub und diese am Elsenburg Agricultural College unter der Leitung von Prof. CJ Theron weitervermehrt wurden.

Vor knapp 15 Jahren (1998) waren nach Angaben des südafrikanischen Informationsdienstes (SAWIS) in Südafrika rund 3.800 Hektar mit Pinotage Reben bepflanzt. Heute liegt die Anbaufläche bei rund 7.200 Hektar Pinotage, das sind etwa 16 Prozent des gesamten Rotweinanbaus. Somit ist Pinotage nach Cabernet Sauvignon und Shiraz, die flächenmäßig drittstärkste Rotweinsorte. In der Gesamtbilanz roter und weißer Rebsorten hält der Pinotage einen Anteil von 7,2 Prozent (Rang 7 auf der Rebsortenliste). Die drei größten Pinotage-Gebiete sind Swartland (ca. 1.600 Ha), Paarl (1.300 ha) und Stellenbosch (1.200 ha).

Ist Pinotage Identitätstiftend für den südafrikanischen Weinbau?

Pinotage ist Südafrikas Leitsorte, da sie in der Kapregion gekreuzt wurde und (bislang) nahezu nur in Südafrika angebaut wird. Südafrikas Weinwirtschaft verdankt Pinotage ein großes Ansehen zu einer Zeit als der Weinbau und das Land Südafrika unter der internationalen Ächtung und Sanktionen litt. Es war 1991 als Buyers Truter, damals Kellermeister bei Kanonkop, von der International Wine and Spirit Competition mit seinem 1989 Pinotage zum Weinmacher des Jahres ausgezeichnet wurde. 

Das sorgte natürlich für Aufsehen und Furore, wenn man die politischen Rahmenbedingungen zu der damaligen Zeit bedenkt. Südafrikas Weinwirtschaft litt einerseits unter den durch die KWV strikt kontrollierten und eingeschränkten Rahmenbedingungen innerhalb des Landes. Andererseits waren die Erzeuger von der internationalen Welt des Weines, dem Zugang zu Wissen und z. B. zu gesundem Rebmaterial völlig abgeschnitten. Die Weine, die unter den damaligen Bedingungen produziert wurden, lagen weit unter der Qualität wie man sie heute kennt. Und auch bei Pinotage lag der Fokus auf billigen Volumenweinen – der Fokus auf Qualität und Optimierung im Weinbau nahm erst nach der politischen Öffnung des Landes 1994 volle Fahrt auf. 

Als sich für Südafrikas Weinwirtschaft die Türen zu internationalen Weinmärkten, sah man vielfach Pinotage als Flaggschiffsorte und großer Hoffnungsträger für Südafrikas Weinwirtschaft, um sowohl Image als auch Marktpotenziale zu erobern. Doch brillierten nur wenige Pinotages – der Stolz des Kaps sorgte eher für erhitzte Diskussionen, um Stilistik und Potenzial und polarisierte innerhalb und außerhalb des Landes. Viel Kritik gab es für seine damalige Aromatik die an verbrannte Gumminoten und Teer erinnerte und den Gaumen mit seinen rauchigen, ruppigen und robusten Noten erzürnte. Seine Anhänger und Fürsprecher schlossen sich 1995 unter der Leitung von Buyers Truter, in der Pinotage Association zusammen, diskutierten und forschten. 1995 riefen sie die TOP 10 Pinotage Award ins Leben, die ein wesentlicher Ansporn für die Winzer war um sowohl im Weinbau als auch im Keller auf Qualität zu setzen. Das Credo Buyers Trauter: “Ein großer Pinotage ist in punkto Reife- und Gerbstoffmanagament und bei der Vergärung eine Herausforderung aber dann in seinem verbesserten Geschmack für Südafrika auch eine große Chance.” 

Heute haben sich zwei Stilrichtungen bzw. sogar drei etabliert: Der moderne “Lifestyle” Pinotage – elegant, fruchtbetont und dezenter im Gerbstoff. Und der gehaltvoll kräftige Typ, der gehaltvoll schmeckt und deutliche Gerbstoffe mitbringt und mit zunehmender Reife immer zugänglicher wird. 

Der neueste “Gag”, der jüngeren Konsumentenschichten sehr gehypt wird, ist der Coffee bzw. Mocca Pinotage! Deutlich erkennbare Kaffeeröstaromen, die sich mit der Frucht vermählen und reduziert im Gerbstoff, findet weltweit vor allem bei jüngeren Zielgruppen Anerkennung. Angestammte Pinotagepioniere (und auch ich) zucken hier nur ratlos mit den Schultern, da man sich diese Euphorie auf Seiten der Konsumenten nicht erklären kann.  

Ich persönlich mag Pinotage am Liebsten als “Cape Blend”, sprich als Cuvée mit z. B.  Shiraz und Cabernet. Diese Cuvées haben für mich, neben Bordeaux Blend oder den zunehmenden Rhône Blends , aufgrund des Hauptanteils Pinotage, eine Originalität die unverkennbar Südafrika transportiert. Pinotage ist auf jeden Fall ein prägender Bestandteil der südafrikanischen Weinidentität, denn er ein einzigartiger Protagonist der  Weingeschichte Südafrikas. Aber er ist eben nicht der Hauptdarsteller, sondern nur eine Stimme im Konzert, die Südafrikas facettenreiche Weinidentität auszeichnet. 

Zu welchem Essen empfehlen sie Pinotage?

Ein “Lifestyle” Pinotage (gerne auch leicht gekühlt) geht gut zu gegrilltem Fisch, insbesondere wenn dieser leichten Röstaromen der Kruste aufweist. Er schmeckt auch gut zu winterlichen Eintöpfen und zu einem “Bobotie”. Zu meiner Überraschung passt dieser Typ auch zu Sushi, wie z.B. Nigri (mit Sojy und Wasabi) – aber da ist halt ein wenig Experimentierfreude angebracht.  

Die kräftigen Pinotages, empfehle ich zu Spareribs, Ochsenschwanz oder Osobuco. Gut auch zu kräftig gegrilltem Fleisch, insbesondere wenn es dazu eine würzige Barbecue Sauce gibt. Ein im Fass gereifter Pinotage älteen Jahrgangs, zeigt oft eine Spur leichter Trüffelnoten, dazu kann man schon auch mal ein Stück dunkle Schokolade ausprobieren. 

Vielen Dank an Petra Mayer dass sie das mit gemacht hat!!

Info WOSA & Petra Mayer:  Webseite | Twitter | Facebook | FlickrBiografie | Südafrika Wein & Style | pm-kommunikation

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Info Weinrallye:

Wer eine Weinrallye mitmachen möchte ist willkommen dies zu tun, Blog und öffentliche Facebookseiten sind uns als Plattform für Weinrallye Artikel willkommen. Wem eine entsprechende Webseite fehlt kann gerne das Winzerblog für seine Veröffentlichung nutzen, bitte einfach bei mir melden.

Die aktuelle Weinrallye #76 welche Anlass für dieses Artikel war, wurde ausgerufen von Peter Züllig auf dem Blog Sammlerfreak und trägt das Thema “Pinotage – der Ungeliebte”

Weitere Infos und Organsisation der Weinrallye: die Regeln | Facebook Gruppe |

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Das Vinocamp Deutschland lebt!! Gedanken, Ideen und Pläne zum Vinocamp

Hie und da gab es Diskussionen, Anmerkungen, Fragen, Bitten, Kritik und Anregungen zum Vinocamp Deutschland. Am Sonntag entwickelte sich sogar eine kleine Session zu diesem Thema. Gut so, denn wir leben ja davon das Vinocamp weiter zu entwickeln, blieben wir stehen wäre es definitiv der Untergang dieser Veranstaltung, langweilige Konferenz- und Veranstaltungsformate gibt es ja schon genug!

vinocamp_Deutschland_440pxAn erster Stelle stand die Entscheidung von Dirk und mir weiter zu machen mit dem Vinocamp, es ist zu schön um damit aufzuhören, zu erfolgreich um es einfach links liegen zu lassen und für viele zu wichtig um es einfach weg zu packen.

Patrick Johner hat in seinem Blogartikel Das Vinocamp ist tot viele Wünsche, Anregungen und Kritik hinein gepackt die auch das widerspiegelt was einige Wortmeldungen formulierten, darum nehme ich viele seiner Punkte als Anlass für Antworten oder aufzuzeigen woran wir denken. Ansonsten zitiere ich einfach wild Wortmeldungen ohne näher darauf einzugehen von wem sie kommen.

Was ich z.B. vermisst habe ist eine Vorab-Online-Vorstellungsmöglichkeit der Vinocamp Teilnehmer. Wer ist Blogger ? (Food / Wein / Reise / usw.)

Dafür gibt es die Vorstellungsrunde, eine weitere Lösung dieses Problems ist der Klick auf das Facebookprofil der angemeldeten Personen. Ich würde sagen ca 90% aller Teilnehmer haben die gewünschte Information ihres beruflichen Hintergrundes in ihrem Facebookprofil öffentlich einsehbar. Zugegeben, früher auf Mixxt war das einfacher, da waren die Links zu den entsprechenden Webseiten automatisch hinterlegt.

Es ist völlig unklar wer, wann, wo und warum eine Session anbietet, alles ist unplanbar. Es würden viel mehr Leute kommen wenn sie wüßten welche Vorträge es gibt!

Das habe ich versäumt, bzw einfach nicht mehr geschafft! Zu einer Unkonferenz gehört natürlich auch ein Wiki in dem die angebotenen Sessions und die gewünschten Sessions bereits vor dem Vinocamp eingegeben werden. Wer sich erinnert, bisher hatten wir immer so um die 10 – 15 Sessionvorschläge vorab geklärt und online gestellt. Auch ich habe das schmerzlich vermisst. Mit Schliessung unserer Mixxt Community haben wir unser bsiheriges Wiki verloren und an eine eigene Installation im Blog zeitnahe vor dem Vinocamp habe ich mich nicht mehr getraut. Man stelle sich mal vor ich hätte dabei die Vinocamp Webseite abgeschossen. Hier sind ja Weinleute ohne größere IT Kentnisse am Werk, darum sind solche Dinge “Großprojekte” :-)

soziale weinprobe

Die sozialen Weinproben sind chaotisch und keiner blickt durch

Die sozialen Weinproben werden wir grundsätzlich umbauen da sie seit Beginn für (positive!) Unruhe an allen Ecken sorgen. Wir brauchen und wollen bei diesem Thema keine Spontanität, genau so brauchen wir keinen direkten Bezug zum Thema der Lehrweinprobe am Sonntag. Darum können die sozialen Weinproben auch lange im Voraus geplant werden. Wir werden schon bald aufrufen und um Vorschläge bitten, wir werden aber auch direkt die bisherigen Moderatoren ansprechen und um Unterstützung bitten.

Mit Öffnung der Anmeldung zum Vinocamp 2015 muß sich jeder zu einer sozialen Weinprobe anmelden, ohne ein Kreuz an entsprechender Stelle geht nichts. Damit hoffen wir die komplizierte Organisation zu entschärfen und zu beruhigen.

Grundsätzlich fehlte mir die Dokumentation der einzelnen Weine. Bei Wein und Wurst wurden so an die 50 Weine verkostet. Welche waren es denn? Und wie haben die zu welcher Wurstsorte gepasst? Nebenher so etwas zu twittern oder zu posten möchte man nicht… Phubbing ist hier deplaziert … es lebe das große Gespräch. Aber so nebenher ein paar Kästchen auf einer Webapp anzukreuzen hätte genial funktioniert und man könnte mit etwas Statistik hinterher ein paar schöne Zusammenhänge feststellen…. das wäre dann wohl zu wissenschaftlich… Oh man warum hab ich sowas denn bloß in Geisenheim gelernt?

So etwas kann sich nur ein Nerd wünschen. Aber, auch hier verbirgt sich eine Selbstverständlichkeit einer Unkonferenz. JEDER Anbieter eine Session oder Moderator einer Weinprobe sollte nachträglich eine Dokumentation liefern Anhand derer diejenigen die nicht an der Session teilnehmen konnten sich über das Thema informieren können. Da die Weine zu den sozialen Weinproben von den Teilnehmern mitgebracht werden ist es natürlich nicht möglich diese bereits im Vorfeld zu kategorisieren. Beim ersten Vinocamp Deutschland haben wir das einmal versucht, es war der absolute Irrsinn und wir sind regelrecht in Daten ersoffen die wir nicht mehr hantieren konnten :-)

Danach gab es ein idealer Abschluss mit lauter Musik und viel Partystimmung. Kompetente Unterhaltung war für mich leider dann nur noch draußen im Regen möglich.

Irgendwann ist auch gut mit Arbeit! Wir wünschen uns ausdrücklich dass die Vinocamper auf der Party feiern und die Fachgespräche auf dem Campus führen. Das ist so gewollt! Wir sehen hier auch keinen Änderungsbedarf.

Sonntag morgen ging es dann weiter mit der Sessionplanung… Doch irgendwie kamen keine Sessions mehr zusammen sondern nur eine interessante große Diskussionsrunde… Cool so konnte ich nichts verpassen.

Zugegeben, das ist DIE große Enttäuschung des Vinocamp Deutschland 2014! Als Dirk und ich beschlossen haben die Vinocamp Party als eine best bottle party zu gestalten, ahnten wir dass wir am Sonntag Probleme haben werden. Aus dem Jahr 2011 stammt die Vinocamp Gleichung

Gleichung

Normalerweise wäre die Konsequenz auf die Party ganz zu verzichten, aber das wollen wir nicht. Ich sage mal so, wenn so ein Totalausfall wie am Sonntag dieses Jahr nur alle paar Jahre passiert können wir das verkraften, ansonsten reduzieren wir das Vinocamp Deutschland auf einen Tag. Es ist ganz klar, ohne dieses megastarke Thema rund um Christina Fischer, wären Dirk und ich wohl alleine auf dem Campus gesessen und hätten am Snackbuffett ein riesengroßes Frustfressen veranstaltet.

Danach gab es ein Sektempfang / Fototermin mit der amtierenden Deutschen Weinkönigin … Ich hätte aber lieber eine Session gehabt wo wir Sie hätten fragen können, wie Ihre Amtszeit bisher so war und welche Geschichten Sie im Zusammenhang mit Social Media erlebt hatte.

Was für eine gute und charmante Idee Patrick, warum hast du die Session nicht angeboten?

Eine ganz andere Stimme die mir über das Jahr zu Ohren kam, meinte

das Vinocamp ist zu kommerziell geworden darum komme ich nicht mehr

Schmarrn, wenn mir so etwas dann noch ein Weinhändler sagt der selbst mit jedem Facebookeintrag und Tweet kommerzielle Interessen verfolgt ist das nur bescheuert! Darum an dieser Stelle ein ausdrückliches Lob an unsere Sponsoren, es zeugt von großer Klasse wie sie sich auf dem Campus bewegt haben! Keiner hat sie als störend empfunden, ganz im Gegenteil sie waren stets ein belebendes und gern gesehenes Element des Vinocamp Deutschland!

Der Termin im Juni ist doof, im März wäre viel besser!!

Jesses, was haben wir über den Termin für das Vinocamp diskutiert. Irgendwie ist halt immer was. Im Herbst wollen die Winzer ernten, im Frühjahr haben alle nur die Prowein im Kopf, im Winter ist das Weihnachtsgeschäft, so läßt sich das unendlich fortführen. Darum, seien wir doch froh einen Termin zu haben der offensichtlich für die meisten machbar ist und der vor allem auch bei der Hochschule Geisenheim Universitiy in den Jahresplan passt. Darum. solagne wir können bleiben wir beim Termin im Juni.

So viele tolle Sessions gleichzeitig ist doof, da verpasst man ja immer was

Man kann sich vieles wünschen, eines ist klar, das Vinocamp Deutschland bleibt eine Unkonferenz, eine Unkonferenz mit allen dazu gehörenden Vor- und Nachteilen. Vinocamp Deutschland ist eine Unkonferenz bei der die Teilnehmer selbst bestimmen was und wann sie vortragen (Session). Dazu gehört auch dass Sessions gleichzeitig ablaufen, das ist eines der Grundprinzipen eines Vinocampes an dem Dirk und ich ausdrücklich fest halten!

Eigentlich sind Barcamps doch kostenlos, warum dann der Eintritt?

Das war ein langer Prozess bei Dirk und mir, denn eigentlich sollte die Teilnahme für jeden kostenlos sein, aber es gibt viele Gründe dass das leider nicht mehr funktioniert. Z.B. wer bezahlt die Bestellungen wenn ein Sponsor kurzfristig absagt? Die Teilnehmer? Nein! Dirk und ich bekommen die Rechnung.

Ein völlig anderer Aspekt ist natürlich der, ohne Bezahlung ist der Anteil derjenigen die einfach ohne Absage fern bleiben erheblich und es ist uns zuwider Essen für die Mülltonne zu bestellen.

Eine Teilnehmerin meinte gar wir sollten den Eintritt auf 100 Euro erhöhen, denn alleine die Lehrweinprobe von Christina Fischer wäre das Wert gewesen.

Wie auch immer, hier sind wir noch in der Findungsphase, klar ist jedoch, es wird weiterhin Eintritt kosten. Im Moment denken wir gerade über ein Rabattsystem nach dass diejenigen belohnt die sich frühzeitig in das Vinocamp einbringen also Sessions anbieten, Sponsoren, Moderatoren der Weinproben, Helferteam usw … wie auch immer, viele Gedanken und Ideen, aber gerade dieses Rabattsystem nimmt konkrete Formen an.

Ein Handyfoto gewinnt die Wein Online Awards? Ist das euer Ernst?

Und wie das unser Ernst ist! DAS IST SOCIAL MEDIA!!

Apropos Wein Online Awards. Diese bekommen eine weitere Kategorie, Bewegtbild und Podcast

Könnte das Vinocamp nicht auch einmal an einem anderen Platz statt finden?

Das wäre natürlich denkbar, warum nicht! Aber solange Dirk und ich die Fäden in Händen halten wollen und werden wir nicht wechseln. Gerade mit dem Team der Hochschule Geisenheim erfahren wir so viel Unterstützung für dieses Projekt dass ein Wechsel für uns kein Thema ist. Wir stehen zu 100% zu Geisenheim und wollen dort bleiben so lange wir willkommen sind!

Ich hätte das Vinocamp auch unterstützt, aber halt nur  mit € 50 – € 100

Gerade in Bezug auf das T-Shirt schwirrt bei mir im Kopf ein Idee umher die wir evtl. 2015 realisieren. Ich würde gerne einmal ein Kleidungstück bestellen welches nachhaltig bei uns in Deutschland produziert wurde, welches so gut in Qualität und Design ist, dass es auch tatsächlich getragen wird. Vielleicht werden wir das extra ausschreiben und mit Hilfe von Kleinen Sponsorenbeiträgen versuchen zu finanzieren über eine Crowdfunding Plattform. Man könnte z.B. für jede 100 Euro Einheit einen Link für ein Jahr in der vinocamp blogroll bekommen oder so ähnlich?

Der Freitag mit dem Besuch bei Winzern ist klasse, könnte man das nicht ausbauen?

Auch das ist etwas worüber wir immer wieder nachdenken. Es ist natürlich direkt zum Vinocamp selber sehr praktisch in der Nähe zu bleiben. Aber vielleicht wäre dies ja mal ein extra Thema um es vom Vinocamp Deutschland abzutrennen, “Vinocamp unterwegs in die Weinbauregionen” könnte ja zu völlig anderen Zeiten statt finden.

In diesem Sinne, macht euch darauf gefasst, es geht weiter! Wir sehen uns zum Vinocamp Deutschland am 27. und 28. Juni 2015  in Geisenheim!!

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Wikipedia für Weingüter?

By Wikimedia Foundation (Wikimedia Foundation) [see page for license], via Wikimedia Commons

Auf dem Vinocamp Deutschland hatten wir eine Session mit dem Thema Wikipedia. Ein leibhaftiger Wikipedianer namens Artmax gab sich die Ehre und erklärte uns die funktions- und arbeitsweise von Wikipedia.

Das ist irrsinnig komplex, vielschichtig und für Anfänger anfangs wohl auch undurchsichtig.

Der Wunsch einmal über Wikipedia auf dem Vinocamp zu sprechen kam auch dadurch zustande dass es vor 2 Jahren eine Diskussion darüber gab welche Weingüter denn überhaupt in dieses Verzeichnis gehören und welche nicht.

Fakt ist, über die Kriterien welche Wikipedia festgelegt hat kann man diskutieren, aber es bringt ja nichts. Wie so oft, kümmert sich die Weinwirtschaft selber nicht um Themen wie diese, darum legen eben andere diese Kriterien fest!

Im Moment sehen diese Relevanzkriterien für die Aufnahmen in Wikipedia so aus:

Weingüter

Ein Weinerzeuger ist relevant, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien zutrifft oder zutraf:

- Zugehörigkeit zum Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP)

- Auszeichnung des Betriebes in einer der beiden höchsten Stufen in einem der folgenden Weinführer: Falstaff WeinguideVinaria WeinguideEichelmannGault-Millau Deutschland, Gambero Rosso,Robert M. Parker (Wines of the Rhone Valley, Parker’s Wine Buyer’s Guide, Parkers Bordeaux), Hugh Johnson (Der große Johnson, Der kleine Johnson)

Tja so siehts aus. In diesem Zusammenhang merkt man auf Wikipedia das gerade diese VDP Relevanz bei Weingütern aus der Schweiz nicht so gut funktioniert …..  aktuell ein Schweizer Weingut im Relevanzcheck

Als wir mit dem Vinocamp anfingen hatte ich ja auch die Hoffnung dass sich das Vinocamp zu jenem Platz entwickelt wo genau die Themen der digitalen Weinwirtschaft angesprochen und koordiniert werden. Ganz ohne eine Wertung, aber das ist nicht passiert, das Vinocmap hat sich in eine ganz andere Richtung entwickelt, das Treffen, der Wein und der Austausch stehen im Mittelpunkt, nur selten Themen wie dies hier angesprochene. Aber, nach dieser Session frage ich mich wo und wer sonst solche doch wichtigen Themen angehen könnte?

Gleiches gilt übrigens für Themen wie sie Patrick Johner hier in seinem Blog angesprochen hat:

Danach ging es weiter mit den Sessions. Da ich ja beim Schlagwort “Linked-Winedata” bzw. Wine Web 3.0 mir sehr viele Gedanken gemacht hatte war die Erste Session Bottlebooks. Leider war die Organisation des Raumes leicht chaotisch, so dass fast niemand diese Session besuchte. Diese sollte jedoch die Grundlage für meine Session “Alternatives Soziales Netzwerk für Wein / Wie könnte man Softwaretechnisch mit welchen Funktionen ein Vinocamp besser organisieren…” werden. Echt doof…

Ja, ich glaube wir brauchen so etwas wie eine plogbar der Weinwirtschaft, einen Web Montag, oder einfach einen digitalen Stammtisch, einen Raum wo diejenigen die sich für solche Themen interessieren zusammen arbeiten, sich austauschen, die Themen aufbereiten und überlegen wie sie Aufmerksamkeit dafür generieren. Eine Session auf dem Vinocamp kann das nicht leisten, zumal dort nicht die Leute sind die sich dafür interessieren.

Ich habe jetzt einmal angefangen mich bei Wikipedia einzuarbeiten und bin mal gespannt ob mich das tatsächlich zu einigen Artikeln dort führen wird. Spannend ist das allemal, denn es gibt ja nicht nur die Frage ob ein Weingut bei Wikipedia platziert werden kann, denn Weinlagen dürfen als geografische Einheiten selbstverständlich in dieser Enzyklopädie eingetragen werden.

Artmax hat uns noch eine ganze Reihe Links diktiert die wir durchlesen könne, oder sollten wenn wir wollen, oder so … ich versuche das System noch zu verstehen und werde dann auch die Links mit dem entsprechenden Ziel hinterlegen.

Wp : relevanzcheck
Mentor suchen wp : mp
Wp : gp Grundprinzipien
Wp : ik Interessenkonflikt
Wp : wwni nicht ist
Wp: q alles
Wp : rk Relevanzkriterien
Wp : wsiega Artikel gut
Wp : n neutraler Standpunkt
Wp : ub Urheberrecht

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Die Gewinner der Wein Online Awards 2014

Bereits zum zweiten Mal hat das Vinocamp Deutschland mit Hilfe seiner Teilnehmer als absolut unbestechliche Jury, die Wein Online Awards 2014 vergeben.

Kategorie Fotografie:

Da die Wein Online Awards sich ausschliesslich Bildern aus den sozialen Medien widmen darf es nicht verwundern dass sich hier Handyfotos, Schnappschüsse mit professionellen Bildern mischen. Manch einem Profifotografen mag es schmerzen, aber bei den Wein Online Awards gewinnt eben was der Community gefällt unabhängig von Technik oder Ausleuchtungsszenarien!

Darum an dieser Stelle, herzlichen Glückwunsch an einen völlig verdienten und dazu eindeutigen Sieger Der Wein Online Awards 2014 Kategorie Fotografie, Weingut Franzen mit einem Foto das sie auf ihrer Facebook Seite veröffentlicht haben!

Kategorie Artikel

Auch in der Kategorie Artikel gibt es meiner Meinung bemerkenswerte Dinge zu lesen. Zunächst fällt auf, 3 der 5 nominierten Artikel sind Reiseberichte. Auf dem Vinocamp Deutschland habe ich einige male gehört, genau diese Art Berichte sei diejenige, welche Blogger von gewöhnlichen Medien unterscheiden!! Auch die beiden anderen Artikel sind Artikel welche man wohl niemals in gedruckten Zeitschriften finden würde, in so fern würde ich meinen Lesern unbedingt alle 5 nominierten Artikel zur Lektüre empfehlen, denn sie sind alle originell, kurzweilig und spitzenklasse!!

Eindeutig, am häufigsten vorgeschlagen und eingereicht, von den Vinocampern als klarer Sieger gekürt, Christoph Raffelt mit seinem Artikel Champagne – Vol. 01 – auf der Suche nach einem Mythos. Ich denke, dieser Artikel ist stellvertretend für die komplette Champagne Serie gewählt worden. Auch hier noch einmal von Blogger zu Blogger, herzlichen Glückwunsch an Christoph zu diesem verdienten Gewinn!!

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Kategorie Initiative & Projekte

In dieser Kategorie wurde zum ersten mal ein Preis vergeben. Da es sich bein solchen Projekten meistens um zeit- und arbeitsintensive Projekte handelt bei der die Initiatoren fast immer unentgeltlich arbeiten, wurden für diese Kategorie € 1500,– ausgelobt.

Nominiert wurden alle Vorschläge welche nicht einem kommerziellen Zweck dienen, so schafften es 7 Nominierungen auf den Wahlzettel der Vinocamp Deutschland Teilnehmer.

Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen das auch eines meiner Projekte nämlich weinblogs.unfiltriert.de nominiert wurde und bei der Abstimmung sogar einige Stimmen erhaschen konnte.  :-)  Aber Ehre wem Ehre gebührt! Gewonnen hat das Projekt weinlagen.info welches ich schon des längeren mit einem Logo und Link auf meinem Winzerblog unterstütze. Ich tue dies weil ich weinlagen.info für eines der sinnvollsten Projekte halte bei dem Weinerzeuger wie auch Weingeniesser auf der ganzen Welt profitieren. Kostenlos wohlgemerkt!!

Darum habe ich mich sehr gefreut als sich schon früh bei Auszählung der Stimmzettel Weinlagen.info von Karheinz Gierling als Gewinner abzeichnete. Darum auch hier nochmals herzlichen Glückwunsch zu diesem schönen Gewinn direkt vom Winzerblog, verbunden mit der Hoffnung das noch viele tausend Lagen eingespeist, von den Usern gesucht und auch gefunden werden.

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Rückblick und Ausblick Wein Online Awards

Die 2014er Ausgabe der Wein Online Awards war etwas Besonderes, denn wir haben still, leise und von einigen unbemerkt einiges geändert.

  • Mit Initiative/Projekte gab eine neue Kategorie die wir mit € 1500,– dotiert haben
  • Man konnte über ein halbes Jahr lang Vorschläge einreichen
  • In der Kategorie Artikel und Fotografie gab es erstmals mit den Vorjahresgewinnern und den beiden Initiatoren des Preises eine 4 köpfige Jury
  • Auf Wunsch der Community haben wir die Nominierten 10 Tage vor dem Vinocamp bekannt gegeben damit die Nominierungen vor der Wahl in Ruhe studiert werden konnten.

WOA LOGO bearbeitetDirk und ich haben uns allerdings Gedanken darüber gemacht wie und wo es mit diesen Awards hingehen könnte. Müssen wir etwas verändern? Sollten wir vielleicht wie bei anderen “wichtigen” Preisverleihungen umsatteln auf Gala, Promigäste,  Krawatte, Champagner und feinem Zwirn? Um ein Gefühl dafür zu bekommen baten wir die Teilnehmer im Rahmen einer Session um Rückmeldung was und wie wir mit diesem, meiner Meinung nach wunderbarsten aller Weinwettbewerbe, umgehen sollten.

Aus meiner Erinnerung wurden folgende Wünsche geäussert.

  • Die Wein Online Awards bleiben Bestandteil des Vinocamp Deutschland
  • Eine Gala oder roter Teppich ist blöd, die Vinocamp Party ist der ideale Rahmen für die Verleihung
  • Der Weg den wir eingeschlagen haben ist gut
  • Eine zusätzliche Kategorie Bewegtbild und Podcast wird von allen Befürwortet
  • Wie wir die Wein Online Awards künftig noch wertvoller gestalten können und noch mehr Interesse dafür in den sozial medialen Kreisen wecken können gab es nicht wirklich eine gute Idee.
  • Den Vorschlag den Wein Online Awards eine eigene Webpräsenz zu schenken haben wir schon vor 2 Jahren umgesetzt :-) wein-online-award.net
  • Wir werden versuchen die Nominierungen noch wertvoller zu gestalten indem wir die Zeit von Bekanntgabe bis zur Wahl verlängern
  • Für die Community, Gewinner und Nominierten werden wir Websticker zum einbinden in die Blogs und Webseiten anbieten

Fehlt noch was? Habt ihr noch Ideen? Dann ergänzt doch die Vorschlagsliste bitte via Kommentarfunktion oder Email!

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Ein paar Gedanken zum Digitaldino Weinrallye

weinrallye_300.jpgDie Weinrallye, dieser faszinierende alte Digitaldino welcher so manchem der heutigen großen und wichtigen Weinblogs erst richtig auf das Podest geholfen hat, ist im Moment dabei ihr Leben auszuhauchen und aufzugeben.

Da stellt sich die Frage warum? Brauchen Weinblogs heute keine Vernetzung mehr?
Ich persönlich glaube wir brauchen sie mehr denn je, aber wir sind so sehr im Facebookbann gefangen, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen dass den Weinblogs ausserhalb Facebook längst die guten Plätze in den Resultaten der Suchmaschinen abhanden gekommen sind und sie an Bedeutung verloren haben.

Dazu kommt natürlich das generieren von guten Artikeln zu guten Themen die einfach Spass machen beim lesen. Ein Grund mehr die Weinrallye nicht sterben zu lassen.
Trotzdem tut sie es.
Ich vermute für viele von uns ist die Zeit die wir online verbringen streng limitiert, dann setzen wir Prioritäten und da spielt dann so etwas wie die Weinrallye nicht mehr die erste Geige.
Dazu kommt, Facebook ist schneller, es ist einfacher, nur mit einem einfachen “like” kann ich zeigen das ich teilhabe und dabei bin.

Eigentlich ist das eine saudumme Situation, darum also sollte man tatsächlich versuchen diesen Digitaldinosaurier Weinrallye wieder zu beleben, flott zu machen, oder die Weinrallye wenigstens am Leben zu erhalten.

Die Weinrallye ist für Weinblogs wichtig, darum sollte sie nicht sterben!

Ich selber habe die Weinrallye aufgegeben weil ich müde war ständig neu erklären zu müssen was, wie und warum sie funktioniert und dass es nicht dazu taugt mal schnell 50 Backlinks auf ein Projekt, Webshop oder kommerzielles Weinblog zu generieren. Ich möchte diesen Part auch in Zukunft nicht mehr übernehmen, aber ich könnte mir vorstellen das dies die Weinrallye Facebookgruppe ganz gut hinbekommt weil es sich dort einfach auf viele Schultern verteilt.

Ich finde es hätte Charme die 100 Weinrallyes voll zumachen! Das ist ein realistisches Ziel welches wir uns vornehmen sollten
Wenn ich die Liste der vergangenen Gastgeber so durchsehe müßte es doch ein leichtes sein das zu schaffen?
Ich würde sehr gerne eine Jubiläumsweinrallye zum 100. durchführen!!

Ich werde auf meinem Blog die Weinrallyeseite überarbeiten, dazu eine FAQ aufbauen (Vorbild Vinocamp) wo wirklich alle drängenden Fragen aufgelistet sind. Links zu allen bisherigen Weinrallyethemen sollten auch noch auffindbar sein, so dass ich sie einpflegen kann. Eine einfach Kalenderfunktion liesse sich hier im Blog einfach verwirklichen, so sieht es das dann aus.

Also wie sieht es aus? Wer übernimmt eine der nächsten 25 Weinrallyes? Blogs gibt es ja wahrhaft genug!!!

Aber, eines ist auch klar, ich sehe es nicht als Hauptproblem Gastgeber zu finden. Das Hauptproblem wird sein eine ordentliche Beteiligung an den einzelnen Weinrallyes zu erreichen. Vielleicht sollte man auch hier darüber nachdenken ob es denn immer komplette Blogartikel sein müssen? Auch hier kann einmal nachgedacht werden ob es nicht Sinn macht sich je nach Gastgeber und Thema, z.B.  in Richtung Twitter und vor allem Instagram hin zu öffnen. Auch bei der Themenwahl könnte man sich ein wenig vom alleinigen “Wein verkosten” lösen, Themen wie

  • zeig mir deinen Weinkeller
  • male ein Bild mit Wein
  • Accessoires, welche Gläser und Korkenzieher nutzt ihr?
  • Traubenverkostung
  • Kochen mit Wein
  • Fauna und Flora im Weinberg
  • wir verbessern Wikipedia Artikel
  • wir bewerten Weinbewerter
  • Wettbewerbe, so können z.B. die bloggenden Winzer Blindproben versenden
  • usw ….

… könnten neue Anreize schaffen und die Weinrallye öffnen für neue Teilnehmerkreise. Dass das funktioniert hat meine letzte Weinrallye “Wein wichteln”  eindrucksvoll demonstriert.

Auf dem Vinocamp wollten Susa und ich eigentlich eine Session zum Thema Weinrallye abhalten, aber der Vinocamp Sonntag war alles andere als normal und so ist das Thema leider völlig untergegangen. Ich werde die Weinrallye aber spätestens nächstes Jahr wieder für eine Session vorschlagen und dann auch sicher stellen das sie statt findet.

Auf jeden Fall gebührt denjenigen die die Weinrallye die letzten Monate und Jahre unermüdlich weitergeführt haben mein ganzer Dank, ohne Peter Züllig und Susa gäbe es die Weinrallye schon eine ganze Weile nicht mehr.

die Regeln | Facebook Gruppe |

Hier eine kleine Liste potentieller Gastgeber und Teilnehmer

 

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Filed under Auf Reisen

16!

Für eine Weinprobe die noch gar nicht stattgefunden hat wurden bereits 16 Emails hin und her geschickt mit einer amerikanischen Agentur. Im Moment schreibe ich nun die 6. Bestätigung dieser Weinprobe. Das schreiben der Emails hat sicherlich mehr Zeit gekostet als die Weinprobe jemals dauern wird.

Wie macht ihr das mit den Agenturen und Reisegruppen die sich in einen regelrechten Bestätigungsrausch begeben? Immer still bleiben und tun was die wollen? Ich jedenfalls versuche es einfach und schnell abzuarbeiten, was anderes hilft ja eh nix und den Umsatz möchte man ja auch gerne haben.

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Filed under Alltag im Weingut

Die entmystifizierung von Wein ist ein Mythos

Ich habe keine Ahnung in wie vielen Weinblogs und anderen Publikationen ich das schon gelesen habe:

Ich werde den Wein entmystifizieren

Was folgte war dann eine Ansammlung von lehrerhaften Weinverkostungen, viel Blabla über Terroir oder wie man ein Weinglas richtig zu halten hat!

Wer bitte soll denn dieses Geheimnis um den Wein lüften? Die Sommeliers? Winzer und Kellermeister? Weinblogger? Weinjournalisten? Weinkontrolle?

Sicher nicht!!

Ich behaupte Wein kann man niemals entmystifizieren, es ist ein Geheimnis, ein Geheimnis so groß wie das Universum, wir müßten den lieben Gott bemühen um zu erklären warum zwei völlig identische Traubensäfte unter völlig gleichen Bedingungen zwei absolut unterschiedliche Weine hervorbringen. Es ist der Punkt wo unser Wissen aufhört und wir nur darüber staunen können über das was da im Weinfass passiert. Es ist so, da hilft die ganze Wissenschaft nichts, auch wenn das für einige Weinerklärer nur schwer hinzunehmen ist.

Ich bin froh dass es dieses unlösbare Mysterium gibt, denn es ist das Salz in der Suppe, es das Besondere an diesem Beruf des Winzer und Kellermeister.

Aber, wir Weinproduzenten können transparent sein, wir können zeigen was wir tun, wir können zeigen welche Methoden wir einsetzen und darüber sprechen welche Mittel wir verwenden und warum wir dies tun. Transparenz statt Entmystifizierung.

Mit meinem Projekt Der Kellermeister tue ich genau das, auf meinen Weinproben, Seminaren und Weinshows werde ich völlig offen erklären wie wir im Weinkeller arbeiten und ich werde versuchen aufzuzeigen das der Wein genau deshalb so spannend ist, weil er ein Geheimnis in sich trägt das niemals gelöst werden kann.

Am Samstag den 26. April 2014 habe ich Premiere. Meine Gäste werden unter Anderem lernen und sehen wie eine Weinentsäuerung funktioniert und können die meisten der Weinbehandlungsmittel die ich auftreiben konnte direkt in Augenschein nehmen, daran riechen oder sie sogar verkosten.

Ich bin sehr gespannt wie diese Transparenz ankommt, drückt mir die Daumen!!

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Filed under Auf Reisen

Austrieb 2014

In den ganz frühen Lagen hat an der Badischen Bergstraße der Austrieb der Reben begonnen.

Immer wieder ein erstaunliches Schauspiel.

 

 

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Filed under Im Weinberg

Ich habe das Wein Web 3.0 gesehen!

Ein echtes Highlight auf der diesjährigen ProWein in Düsseldorf war das kurze Zusammentreffen mit Patrick Johner. Patrick hat mir dabei von seinem Projekt Open Wine Data eXchange Standard (OWDXS) erzählt das Winzern, Weingütern und Händlern den Umgang mit Daten in Zukunft erleichtern soll. Es ist schwer zu erklären, im Grunde geht es darum dass z.B. Weingüter ihre Daten einfach weitergeben oder verknüpfen können, oder dass ein Webseitenbetreiber diese Daten beziehen kann. Das klingt alles kryptisch und unverständlich, aber an folgendem Beispiel habe ich es dann kapiert worum es geht  (glaube ich zumindest …). Angenommen ein Markt listet meine Weine, dann fragt er irgendwann bei mir einige Daten ab wie z.B. die EAN Codes, die Preise und natürlich die Daten der Weine. Ich setze mich dann an den Computer und schreibe dem Händler eine Email mit allen angefragten Infos. Im Web 3.0 allerdings liegen die Infos schon bereit und können nach Freischaltung durch den Winzer direkt vom System des Händlers abgerufen und mit den seinigen Daten verknüpft werden.

Es gibt viele Stellen wo ständig Daten dieser Art transferiert werden, sei es bei der Anmeldung zu Wettbewerben, amtliche Prüfungen wie die der QbA Prüfung, oder auch das eintragen der korrekten GEO Daten in Navigationssysteme oder in Webseiten wie Weinlagen.info.

Hermann Höhle und Max Bareis haben das Web 3.0  beim letzten Vinocamp Deutschland bereits zum Thema gemacht, die Session kann hier im Vinocamp Blog gerne noch einmal miterlebt werden. Ein sehr spannendes Thema das von sehr spannenden Typen vorangetrieben wird! Ich freu mich auf mehr und bin gespannt was auf dem kommenden Vinocamp Deutschland diesbezüglich gezeigt und erklärt wird.

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Filed under Gut zu wissen

Filterschichten, deren Klärscharfe, Typenbezeichnungen und Hersteller im Überblick

Ab und zu gerät man durcheinander mit den Typenbezeichnungen der einzelnen Filterschichten-Hersteller, darum habe ich einmal alle Informationen die ich in Büchern oder Prospekten finden konnte in einer einzigen Tabelle zusammengetragen.

Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge sind übrigens herzlich willkommen, am liebsten via Email!

Zum Vergrößern bitte einfach in die Grafik klicken oder zum Ausdrucken als pdf runterladen: Filterschichten und deren Klärschärfe im Überblic (pdf)

Die Filterschichten-Hersteller im Internet:
Hobrafilt | Sartorius | Papelera | Pall | Filtrox | Strassburger | Begerow | 2B FermControl

In den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Wikipedia, oder Youtube sind die Hersteller interessanterweise bis auf 2 Ausnahmen so gut wie gar nicht vertreten, bzw ich habe sie nicht gefunden was dann auf das Gleiche rauskommt.
Begerow: Twitter | Facebook
Strassburger: Facebook

Bezugsquellen so weit sie mir bekannt sind, Ergänzungen sind mir gerne Willkommen via EMail

Hobrafilt
Carl Jacobs GmbH

Sartorius

Papelera
Schliessmann Kellerei-Chemie GmbH

Pall
Wickert Kellereibedarf

Filtrox
Korken Gültig Heilbronn

Strassburger

Beco & Becopad von Begerow
Wickert Kellereibedarf

ViniFilter von 2BFermControl
Wickert Kellereibedarf

Info: Dieser Artikel wird ständig erweitert und aktualisiert. Ich habe mich bemüht alles richtig zu machen, aber selbstverständlich sind diese Infos ohne Gewähr, ohne Garantie auf Richtigkeit!

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Filed under Gut zu wissen, Im Weinkeller, Kellereifachhandel

Sie sind auf Jobsuche in der Weinwirtschaft oder Sie haben einen Arbeitsplatz anzubieten?

Wo sucht eigentlich jemand der in der deutschen Weinwirtschaft arbeiten möchte einen Job?

Wenn er Glück hat hat, er sämtlich deutschsprachigen Fachzeitschriften abonniert, denn noch immer werden dort die wichtigsten Stellenanzeigen veröffentlicht. In Deutschland sind das wohl “Das deutsche Weinmagazin” und “Der deutsche Weinbau”, zumindest wenn es um technische Anstellungen in Weinbaubetrieben wie Oenologe, Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft, Kellermeister, Betriebsleiter, Winzermeister oder Winzergeselle & Weintechniker ( früher Weinküfer oder Weinhandelsküfer) geht.

Aber vermutlich ist es in der Weinwirtschaft auch nicht anders als in allen anderen Bereichen der Wirtschaft, das Geschäft mit den Stelleninseraten verlagert sich zusehends vom Print in das Internet und dort finden sich bisher die folgenden wenigen Anbieter:

winzer-service.de
Hier werden Jobangebote und Stellengesuche gegen eine Gebühr von € 21,– publiziert. Nach meinem Eindruck sind hier noch immer die meisten Angebote und Gesuche zu finden
Link: winzer-service.de Stelleangebote | Stellengesuche

Weinjobs.com
Gerade erst ein Jahr alt geworden, ist der Fokus bei Weinjobs.com klar, hier geht es nur um Jobs in der Weinbranche und um sonst nichts. Weinjobs.com ist für Arbeitssuchende kostenlos, sie können sich dort registrieren, ihr Profil hinterlegen und sich dann direkt von den Arbeitgebern finden lassen, vorausgesetzt diese erwerben ein entsprechendes Paket was Ihnen erlaubt im Bewerberpool zu suchen. Für Arbeitgeber liegen die Kosten zwischen € 85,- und € 390,- je nach benötigtem Paket.
Link: Weinjobs.com

weinbau und oenologie
Sebastian Holey ist erst vor kurzem gestartet mit seiner Plattform für Jobs in Weinkeller und Weinberg. Bisher hat er wenige Inserate im Angebot, aber sie sind stets interessant. Das Angebot von weinbau und oenologie ist kostenlos.
Link: weinbau und oenologie Stellenangebote | Stellengesuche

Der deutsche Weinbau
Der deutsche Weinbau stellt seine Rubrik Kleinanzeigen/Stellenmarkt als pdf zum download bereit, Stellenanzeigen und Gesuche sind hier kostenpflichtig.
Link: Der deutsche Weinbau – Stellenmarkt

Weinwirtschaft
Aus dem gleichen Haus wie der deutsche Weinbau stammt das Magazin Weinwirtschaft. Die Weinwirtschaft bietet einen kleinen Stellenmarkt als pdf der sich eher in Richtung Verkauf, Marketing un Verwaltung orientiert.
Link: Weinwirtschaft Jobs

Wein & Markt
Als einziger der Printmedien bietet Wein & Markt einen kostenlosen Stellenmarkt. Schade nur das nicht immer alle Inserate sichtbar sind, denn einige Inserate bleiben den Abonnenten des Magazines vorbehalten, was ich ehrlich gesagt nicht verstehe! Dennoch eine spannende Seite, denn hier finden sich die Jobs die für den Verkauf und Verwaltung relevant sind.
Link: Wein und Markt Stellenangebote | Stellengesuche

Jobbörse | Jobcenter | Arbeitsamt
Noch immer der größte Pool an Arbeitsplätzen findet sich beim Jobcenter das inzwischen Online gute Ergebnisse liefert
Link: Jobbörse

Mein Fazit
Wer derzeit einen Job in der deutschsprachigen Weinwelt sucht, tut gut daran sich in ALLEN Jobportalen umzusehen, denn einige Inserate tauchen exklusiv nur bei einem Anbieter auf, nur wenige Angebote und Gesuche sind auf allen Portalen gestreut.

Bisher konnte sich keine Webseite als DAS Jobportal der Weinwirtschaft durchsetzen, für mich erstaunlich das von den Webseitenbetreibern so wenig unternommen wird sich hier an die Spitze zu setzen. Stelleninserate sind immer spannend für die Branche, sie werden immer gelesen egal ob gerade jemand etwas anzubieten hat oder selbst auf Jobsuche ist. Wer sich hier die Kompetenz sichert wird für lange Zeit von zentraler Bedeutung sein für die Weinwelt, denn von dieser Thematik ist jeder irgendwann und irgendwie einmal in seinem Berufsleben betroffen. Mit zunehmender Überalterung unserer Gesellschaft wird es für Arbeitgeber immer schwerer werden gutes Personal und Auszubildende zu finden, sie werden mittelfristig darauf angewiesen sein Kanäle zu haben wo sie die entsprechenden Leute finden können. Arbeitnehmer die ihre Dienste anbieten werden es sich in wenigen Jahren erlauben können einen großen Bogen um Portale zu machen die für ein Stellengesuch Geld nehmen.

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Überblick schaffen wo sich die spannendsten Inserate finden, aber insbesondere im Bereich Weinverkauf und Marketing habe ich kaum etwas gefunden. Wo suchen sich z.B. Weinfachhändler ihr qualifiziertes Personal?

Und ihr? Welche Erfahrungen habt ihr mit Online Jobportalen gemacht? Habt ihr dort schon Jobs gefunden oder wie konntet ihr eure freie Stellen  besetzen?

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Filed under Gut zu wissen

Eine Französische PopUp Weinmesse

Französische Weinmesse Rottweil 2013Ich wollte meinen Augen nicht trauen als ich von einer französischen Weinmesse in Rottweil las. Hier in diesem Städtchen wo es für die knapp 25000 Bewohner gerade einmal einen Weinfachhändler und einen Getränkehändler gibt und offensichtlich kaum Bedarf für mehr besteht?

Aber gut, ich bin Weinmensch und freue mich über solche Aktivitäten und selbstverständlich bin ich hingegangen in die alte Stallhalle der Stadt Rottweil, weniger wegen des Weines, vielmehr weil ich sehen wollte wie und wer so etwas veranstaltet und auch wer diese Weinmesse besucht die diesem Städtchen wo ich seit mehr als einem Jahr meine Wochenende verbringe, zumindest für ein paar Tage den Hauch einer Weinmetropole hätte verleihen sollen wollen können

1. Wer?
Aussteller und Veranstalter war offensichtlich die französische Firma Millesimé welche nach Aussage des deutsch sprechenden Verkäufers so ein Projekt zum allerallerersten Mal in Rottweil und damit in Deutschland testet. Der Schwarzwälder Bote hingegen nennt nennt hier in einem Artikel über die Weinmesse Serge Zoeller und Kollegen von Gourmet Weine als Veranstalter.

2. Was?
Angeboten wurde ein breites Spektrum französischer Weine durch alle Regionen, alle Preisklassen, alle Qualitäten

3. Wie?
Die Halle wurde in ein Selbstbedienungslager umgewandelt, die Gäste konnten zunächst an der Theke die Weine verkosten, sich entsprechend entscheiden und dann noch direkt vor Ort die Ware kaufen und mitnehmen. Alles war ordentlich und schön präsentiert.

Französische Weinmesse Rottweil 1

Mein Fazit
Ich finde diese Idee spannend, aber einige Kleinigkeiten würde ich dann doch ändern.

Bei der Wahl der Location würde ich darauf achten das es nicht eiskalt ist, sonder wohlig warm! Bei angenehmen Temperaturen verkostet es sich besser und kauft es sich besser ein.

Französische Weinmesse Rottweil 2Die Weinprobe ist kostenlos, was wirklich vorbildlich und großzügig ist. Schade ist lediglich das der Wein in hundseinfachen kleinen Plastikbechern ausgeschenkt wird. Als ich monierte das selbst der beste Wein aus solchen Plastikbechern schlecht schmeckt wurden auch sofort ordentliche Gläser auf die Theke gestellt. Diese Gläser mußte ich jedoch für € 1,- käuflich erwerben.  Irgendwie schade, die Gläser konnte ich Zuhause nicht gebrauchen und mußte sie im Altglas entsorgen. Lieber hätte ich für die Weinprobe Geld bezahlt, bekomme ein ordentliches Glas welches hinterher gespült wird und gut ist. Offensichtlich wollte man unter keinen Umständen Gläser spülen, aber vielleicht konnte man nicht, gut möglich das da auch der WKD noch mitredet oder es sosntige Auflagen gibt die sich mir im Moment nicht erschliessen..

Begleitend könnte man noch moderierte Weinproben anbieten, denn eigentlich ist es ja ein großer Schatz an Wissen was da hinter der Theke steht, mir wurde zumindest erzählt das es sich beim anwesenden Personal um Winzer handelt. Das sollte man irgendwie besser nutzen und den Restaurants in der Stadt Weinproben oder Themenabende anbieten, Vereine wie Slow Food zur Weinprobe einladen, denn irgendwie repräsentiert eine französische Weinmesse ja auch Frankreich und nicht “nur” einen einzelnen französischen Weinhändler.

Das Konzept ist spannend und ausbaufähig, so wäre es ja tatsächlich denkbar eine regelrechte Tournee durch Deutschland zu veranstalten, lange und gut im Voraus angekündigt und geplant läßt sich damit sicherlich etwas sinvolles entwickeln. Aber, ein Artikel im Rottweil Weblog zeigt ebenfalls das hier einiges im Vorfeld und während der Messe versäumt wurde. Wie ich, wußten und wissen viele Rottweiler gar nicht das so etwas in ihrer Stadt statt gefunden hat. Der Blick in den Veranstaltungskalender der Stadt Rottweil zeigt wie dünn die Informationsfülle für den Bürger war! Trotzdem, aller Anfang ist schwer, ich hoffe die Franzosen machen weiter!

Vielleicht müßte man man einmal den deutschen Weinregionen, den großen Verbänden wie dem VDP oder den Weinhändlern zeigen was sich da gerade entwickelt. Michael Pleitgen hat dies ja ebenfalls schon einmal in dem Artikel “Aus dem Netz in die Realität” thematisiert und aufgezeigt wo die Reise hingeht, eben aus dem Netz in die Realität!

Ich freue mich auf solche Aktivitäten, zumal ich ja selber in diesem Bereich nicht untätig bin und am 26. April in Rottweil meine erste Weinshow durchführen werde. (Infos und Reklame dazu demnächst hier im Winzerblog)

Und ihr? Besucht ihr eure Kunden dort wo sie leben?

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Filed under Auf Reisen, Gut zu wissen