2007er Cabernet Mitos bleibt erst mal da wo er ist, im Barrique!

Diese fetten, dicken Weine, diese konzentrierten dunklen so sehr intensiven Rotweine besitzen doch immer wieder die Unverschämtheit sich viel langsamer dahin zu entwickeln wo man sie gerne hätte. Nach 9 Monaten im Barrique erwarte ich vom langen Holzfassausbau geprägte Aromastrukturen die an Vanille, diverse Rauchnoten, Dörrobst sowie Leder erinnern.

Was aber macht der Cabernet Mitos?

Schokolade … er riecht nach Schokolade und schmeckt nach kaltem Kaffee 🙂 OK, das hört sich jetzt nicht nach einem Brüller an, ist aber einer!! Ich bin mir sicher, die weitere Entwicklung wird sehr spannend. Ich bin ja ohnehin ein Fan dieser Sorte, dies hier ist jedoch das erste mal das wir ein paar Barriques mit dem dunkelschwarzen Wein befüllten.

Cabernet Mitos

Ich finde das extrem lecker, extrem spannend, extrem abgefahren. Der Wein zeigt aber auch noch ziemlich grobe Strukturen, gibt aber deutliche Signale dahingehend sich vermehrt der Zärtlichkeit und der molligen Wärme hinzugeben die ihm das Holzfass bietet.

Darum bleibt er da wo er ist, im Barrique für mindestens nochmal 6 Monate, vermutlich eher mehr.

Aber, ich probier ihn nach Ostern nochmal im Verkaufsraum, da erlebt man doch immer wieder Überraschungen wenn man die Weine ausserhalb des Weinkellers verkostet.

Im Weinkeller schmeckt eben immer alles sagenhaft, wer anderes behauptet fliegt raus ….  … nein, stimmt nicht, echt! Es darf jeder da bleiben!

2 Comments

Filed under Im Weinkeller

2 Responses to 2007er Cabernet Mitos bleibt erst mal da wo er ist, im Barrique!

  1. Das klingt interessant: ein 2007, der erst 9 Monate im Barrique hinter sich hat, ist der Wein zunächst fast ein Jahr im Tank ausgebaut worden und kam dann ohne die Hefen ins Fass?

    Du weisst ja, dass ich alle meine Weine (nur rote, darunter auch eine Assemblage aus den beiden Cabernetsorten plus Marlot, Malbec und petit Verdot in kleineren Mengen) bis zu 18 Monate im Barrique ausbaue. Allerdings kommen sie gleich nach dem Ende der Gärung und einer individuellen Maischestandzeit in die Eichenfässer, in denen sie dann auch ihre malolaktische Gärung auf den Hefen machen, ehe sie (meist nach dem ersten Winter) zum ersten Mal abgezogen und leicht geschwefelt werden.

    Was benutzt ihr denn für Barriques? Neues Holz, schon avinierte Fässer, stark oder schwach getoastet, das alles hat ja viel Einfluss auf die Aromen während des Ausbaus?

    Ich bedauere eigentlich hauptsächlich, dass ich selten genug Wein einer Sorte habe, um den Einfluss all dieser Faktoren auf einen Jahrgang vergleichen zu können.

    Es ist auf jeden Fall spannend, die Entwicklung jedes Barriques zu verfolgen.

  2. Hallo Iris,

    du bist und bleibst die wohl aufmerksamste Leserin im www!!
    Normalerweise lagern wir unsere Weine in Februar oder März in die Fässer ein, der Termin wird eigentlich Hauptsächlich vom Zeitpunkt des entleerens der Alten Fässer bestimmt. Den möchte ich nicht während der Ernte haben, sondern unmittelbar vor der Abfüllsaison.

    Befüllt werden die Fässer mit Wein direkt von der “dicken” Hefe runter, also der 1. Abstich geht ins Fass, mit Feinhefe denn in der Regel ist im kommenden Sommer noch ein BSA anhängig.

    Nun, ist bei uns im Betrieb im letzten Jahr durch meine Krankheit einiges Durcheinander gewirbelt worden, die Prioritäten hatten sich stark verschoben. Alles, wirklich alles was wir auf später verschieben konnten haben wir verschoben. Auch das Befüllen der Barriques.

    Ich verwende sehr gern das Holz aus dem Trocais, habe bisher immer direkt bei einer französichen Tonnellerie gekauft, bin dieses Jahr erstmals nach Östereich gegangen um neues zu probieren, bin der Herkunft des Holzes, dem Trocais dabei aber treu geblieben.

    Die verwendeten Toastungen sind ein schwieriges Thema. Auch ein bisschen abhängig wer die Fässer produziert? Ich glaube schon. Wie war der Küfer drauf? Was hat er gegessen und getrunken?
    Das alles sit von Bedeutung, zumindest wenn man bei kleinen Betrieben kauft. Ansosnten sit wohl selbst diesr Prozess inzwischen Computergesteuert 🙂
    Nein, ich verwende einen Mix, wobei auch Sortenabhänig bestellt wird, zumindest bei Erstbelegungen ist das schon von Bedeutung.

    Aber, wir sind ja jetzt kein Monsterbetrieb der Hunderte Fässer im Keller liegen hat, wir haben je nach Verfügbarkeit von entsprechendem Wein und abhängig der Marktlage zwischen 10 – 40 Fässer liegen.
    Zumindest bei uns ist es so, das immer mehr Kunden Rotwein OHNE BArrique wünschen, wobei der natürlich ebenfalls von hoher Güte sein soll. Und diesem Wunsch komme ich nur zu gerne entgegn!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.