Ab in den Weinkeller

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 11 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Derzeit bin ich im Weinkeller beschäftigt. Nächste Woche steht die zweite Abfüllung der 2006er Weine an, insbesondere Riesling Kabinett trocken, Müller Thurgau, die kompletten 2005er Barriques sowie Schwarzriesling. Dazu kommen die von mir ungeliebten 0,25 Literflaschen, eine Flaschengröße die viel Arbeit verursacht aber sich doch steigender Nachfrage erfreut.
Gleichzeitig werden die Weine für die Abfüllung im Juli vorbereitet, das sind dann vornehmlich unsere 2006er Spätburgunder, dann, ja dann liegt nicht mehr viel Wein im Weinkeller. Im Gegensatz zu vielen Kollegen sind wir nicht ausverkauft oder leergetrunken. Aber noch einmal ein solches kleines Weinjahr wie das vergangene, würde dann doch deutliche Spuren hinterlassen.

Manchesmal blickt man neidisch auf die Weinlisten anderer Weingüter die nach und nach ausverkauft sind. Andererseits kenne ich die Nöte die entstehen wenn man seinen Kunden nichts mehr anbieten kann. Die Wechselbereitschaft der Kundschaft steigt. Was solls, unser Weingut ist jung, dynamisch und aufstrebend und gerade einmal 6 Jahre als 100%iger Selbstvermarkter am Markt. In so fern können wir zufrieden sein, die schlaflosen Nächte, in denen man sich fragt wer den ganzen Wein trinken soll der da im Keller lagert sind Gott sei Dank Vergangenheit.

1 Comment

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One Response to Ab in den Weinkeller

  1. Hallo Thomas,

    Glückwunsch 0,25 L sollte man nur abfüllen, wenn ein mobiler Abfüllbetrieb auf den Hof fährt. Ich kann dies mit meiner Anlage nicht abfüllen, obschon der Marktbedarf ständig steigt. Werde mich auch des Themas annehmen müssen, früher oder später (lieber später).

    Also neidisch bin ich nie auf Kollegen, die die Keller leer haben, wie Du schon sagtest, die Kunden springen ab. Ich habe jetzt einige Kunden neu dazubekommen, die früher bei solchen Weigütern waren, aber ab Juli/August keinen Wein mehr bekamen. Ein bißchen Vorrat ist nie verkehrt.