Alle Jahre wieder …

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 11 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

… werden händeringend Erntehelfer gesucht. Für die deutschen Obst- und Gemüsebauern entwickelt es sich mehr und mehr zu einem Problem Erntehelfer zu bekommen. Zum einen wird es ihnen vom Gesetzgeber zunehmend erschwert, zum anderen zieht die Ostkarawane lieber nach Holland oder England, denn dort gibt es mehr zu verdienen.

Gleiches gilt für den Weinbau, die Ernteperioden werden immer kürzer und die Erntetermine lassen sich iimer schlechter voraussagen. Wer seine Ernteleute für Anfang Oktober disponiert hat, könnte dieses Jahr Probleme bekommen.

3 Comments

Filed under Alltag im Weingut

3 Responses to Alle Jahre wieder …

  1. Völlig richtig, ich als Nebenerwerbswinzer habe auch meinen Urlaub so disponiert. Jetzt beginnen die Probleme. Von Helfern ganz zu schweigen. In Rheinland-Pfalz gibt es ein Projekt der betriebsübergreifenden Erntehelferausleihe. Ich mach dieses Jahr mit, wir werden mit 2 Weingütern uns die Erntehelfer teilen und nach einem „Leseplan“ mit geballter Kraft ernten.

  2. Trotz der so genannten Eckpunkteregelung der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben Winzer einen Rechtsanspruch auf die Vermittlung polnischer Saisonarbeiter, wenn deutsche Arbeitsuchende nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Das Arbeitserlaubnisrecht für Staatsangehörige der am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beigetretenen Mitgliedstaaten bestimmt nämlich, dass die Arbeitserlaubnis für Erntehelfer nur dann abgelehnt werden darf, wenn für eine Beschäftigung vorrangig deutsche Arbeitnehmer zur Verfügung stehen. Diese gesetzliche Vorrangprüfung kann durch eine Verwaltungsvorschrift wie die Eckpunkteregelung der BA nicht ausgehebelt werden. Die darin vorgeschriebene Inländerquote in Höhe von 10% und die Höchstzahl für Kleinbetriebe sind daher rechtswidrig. Winzer müssen es nicht akzeptieren, wenn die Vermittlung polnischer Saisonarbeiter durch die Agentur für Arbeit abgelehnt wird, sondern können ihr Recht bei den Sozialgerichten durchsetzen. Wird letztinstanzlich festgestellt, dass die Vermittlung zu Unrecht abgelehnt wurde, kann sogar Schadensersatz geltend gemacht werden.

    Rechtsanwalt Dr. Ingo-Jens Tegebauer, LL.M.
    Trier

  3. Alke

    Ich möchte bei der Weinernte helfen, da mich die Herstellung von Wein interessiert – ich bin aber keine Önologie-Studentin o.ä. An wen kann ich mich wenden?