Barrique-Identifikationsnummer

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 11 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Als ich so über die expovina schlenderte, kam ich an einen Stand, an dem gerade ein intensives Verkaufsgespräch stattfand. Scheinbar Gedankenverloren lehnte ich mich an den Stand, öffnete den Messekatalog, und lauschte fasziniert der Unterhaltung.

Der Kunde erkundigte sich nach einer Nummer die er auf dem Etikett entdeckt hat und bekam sogleich Auskunft über die wohl 15 stellige Nummer.

Das ist eine Barrique-identifikationsnummer erklärete die Verkäuferin, damit ist der Winemaker (Schweizer lieben Anglizismen!!) jedezeit in der Lage zu überprüfen in welchem Barrique sich dieser Wein befand, was genau mit diesem Barrique bisher passierte und welchze Sorten in diesem Barrique bisher lagerten.

Glückliche Schweiz, hat man keine Nummern, erfindet man halt welche.

Übrigens ein Kompliment am Rande:
Die Stände der expovina in Zürich werden zum größten Teil von Zürcher Weinhändlern bestückt, eher selten sind Weingüter oder Kellereien direkt vertreten. Was aber wirklich auffällt ist die Tatsache, das das Beratungsniveau extrem hoch ist. Die Zürcher Händler scheinen über einen Fundus Top geschulter Mitarbeitet zu verfügen, beim einen oder anderen muß man genau hinhören um zu erfahren ob er oder sie vom Weingut oder vom Handel kommt. Wirklich Bemerkenswert.

1 Comment

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One Response to Barrique-Identifikationsnummer

  1. Schwer vorzustellen, daß der betreffende Produzent Faß für Faß separat abfüllt und via Nummer kennzeichnet. Die zwangsläufigen Schwankungen zwischen den Fässern wären zwar ein Ausdruck besonderer Individualität, aber auch ein Anlaß für Händler- und Kundenverwirrung.

    Im Keller führe ich auch solche Aufzeichnungen, da die Barriques zu viele sind und zu oft ausgewechselt werden, als daß ich mir (wie bei den traditionellen Fässern) alles merken könnte.

    Grüße

    Bernhard