Bettelbrief

Manchmal bin ich sprachlos über den Aufwand den Menschen betreiben um an eine Flasche Wein zu kommen. Ich frage mich ob vielleicht doch diese Schicksale dahinter stecken wie es z.B. in diesem Brief beschrieben wird? Gestern war das folgende Schreiben im Emaileingang:

Sehr geehrte Damen und Herren !
Da ich nach 2 Herzinfarkten und einer Lungen-Krebs-Erkrankung mit Chemo-Theraphie ca.75%des Tages zwangs beatmet werden muss,bin ich zu keiner körperlichen Aktivität mehr fähig. Durch die Chemo-Theraphie sind meine Nieren geschädigt und es wurde eine Dialyse fällig.Durch meine erkrankung kann meine frau keiner Tätigkeit mehr nach gehen,da ich den ganzen tag versorgung brauche.Dadurch das ich sehr früh in Rente gehen musste fehlen mir einige Jahre,das macht sich auch beim Geld bemerkbar.Ich möchte so spät wie möglich zum Sozialamt oder anderen Organisationengehen,daich gewohnt war für mich selber zu sorgen.Esist mir segr unangenehm andere leute um hilfe zu bitten.Dieser weg macht es mir nicht so schwer,sie zu fragen.Könnten sie mir von ihrerKellerei eine Probe zu kommen zu lassen,da ich sehr gerne mit meiner frau abends eine Flasche Wein trinken möchte.Es ist mir aufgrund meiner schlechten finanziellen lage nicht möglich mir das zu erlauben.Ich hoffe sie können mich verstehen.Für Ihre freundliche Bemühung bedanke ich mich im vorraus.

Mit freundlichen Grüssen

Eine vollständige Postanschrift ist dabei, Namen wurden von mir entfernt.

Glaubt ihr das stimmt oder ist das Fake? Was meint ihr? Google und das Telefonbuch kennen den Absender jedenfalls nicht. Und falls das alles nicht stimmt, wer um Himmels Willen erfindet eine solche Geschichte?

3 Comments

Filed under Alltag im Weingut

3 Responses to Bettelbrief

  1. Jemanden, dem es gesundheitlich so dermaßen schlecht geht, auch noch mit Alkohol zu versorgen, wäre ja fast schon ein Beitrag zur Sterbehilfe.
    Biete ihm doch einfach mal an den Wein persönlich vorbeizubringen. Vielleicht ist es ja in Wirklichkeit ein notleidender Weinjournalist dem keine Probepakete mehr geschickt werden.

  2. Ich habe lange genug als Betriebleiterin auf einem Weingut gearbeitet, um solche mails zuhauf erhalten zu haben. Teilweise waren sie fakes, teilweise versuchen manche Menschen es so wirklich. Wobei diese Mail an Dich sehr nach fake riecht.

  3. Jan

    Unglaublich was sich manche Menschen einfallen lassen um an Alk zu kommen.
    Bei dem im Schreiben genannten Nierenleiden würde ich auch keine Probe versenden – nachher macht man sich da noch schuldig.

    Habe auch mal so Post bekommen von jemandem dem sein Haus abgebrannt war und nun wollte er erstmal verreisen… fragt sich ob DIE Flucht der richtige Weg sein soll.

    Das Web ist schon voll von Kuriositäten!

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