China kommt

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 12 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Wie auf China Wines Information Website nachzulesen ist, hat sich China dazu entschieden dem OIV beizutreten.

Gen zhao lin, the president of China Alcoholic Drinks Industry Association, said: “At present, Chinese wine industry still has a long way to go in products, qualities, standards and so on when we are compared with the world wine industry.” In his opinion, after China’s entry into WTO, Chinese experts could join in many concrete scientific activities and participate in working out the international wine technique standards, and then improve the technique standards in the Chinese wine industry and make China’s wine more competent in the world.

via China Wines Information Website

Das OIV war einmal angedacht als eine Art globale Kontrollbehörde. Sie gibt dem dem Europäischen Parlament Empfehlungen welche Verfahren und Produkte in Europa zugelassen werden sollten oder nicht. Allerdings ist das Inkrafttreten des Handelsabkommens EU-USA durchaus als Ohrfeige für das OIV zu verstehen, offensichtlich ist man in Europa nicht mehr gewillt den Ratschlägen der OIV zu folgen.

Wer glaubt China ist nur in der Industrie auf dem Vormarsch hat sich geirrt. Auch auf dem Sektor der Lebensmittel oder besser gesagt im Agrarsektor wird China in Zukunft aufrüsten. Der große Markt China wird nur Mittelfristig den EU-Produzenten zur Verfügung stehen, das Land ist bestrebt seine eigenen Resourcen besser zu nutzen. Die Bedeutung Chinas in der globalen Landwirtschaft kann man ebenfalls auf Wikipedia nachlesen.

Wie HIER nachzulesen ist, werden vermehrt ausländische Fachkräfte aus dem Weinbau nach China rekrutiert. Joint Ventures im Weinbau gibt es schon seit einigen Jahren. Australische Winemaker ziehen sich anscheinend mehr und mehr aus China zurück, da man offensichtlich davon ausgeht das China zukünftig ebenfalls Wein exportieren wird. Man möchte ja nicht die eigene Konkurenz aufbauen!!

Wenn sich keiner findet den nötigen KnowHow-Transfer vorzunehmen, klopft man einfach bei der EU an, die helfen gerne!

War das jetzt Böse?

3 Comments

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3 Responses to China kommt

  1. Die Chinesen sind für ihr Plagiatsunwesen bekannt.
    Aber geht das wirklich beim Wein? Da ist es doch nicht einfach nur mit einer bestimmten Rebsorte getan (bzw. reiner Technik), da muß noch viel mehr her. Irgendeine Plörre wird man wohl recht schnell herstellen können, aber etwas, das wirklich das Prädikat Wein verdient, doch wohl eher nicht.

  2. T.L

    Das die Herstellung und vor allem der erfolgreiche Vertrieb innerhalb 20 Jahren extrem erfolgreich aufgebaut werden kann, zeigen Länder wie Chile und vor allem Australien. Diese Länder haben erst in den 80er Jahren mit nennenswerter Produktion begonnen.
    Es geht also nicht um Plagiate, sonderen um echte Produkte.

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