Monthly Archives: März 2006

Die Karawane zieht weiter

Immer mehr Genussblogger zieht es von BLOGG.DE weg, hin zu einer neuen Heimat.

Arthur Landwein irrte einige Zeit durch die Blogosphäre und hat letzlich bei wordpress eine Bleibe gefunden. Ingo Bargatzky hat das gleiche Umzugsunternehmen beauftragt wie der Winzerblog und sich für eine eigene Domain entschieden. Nun lese ich, das auch der Rieslingblog auf Suche ist und offenbar ebenfalls bei wordpress eine Heimat gefunden hat.

Damit hat sich die Weinbloggergemeinschaft bei Blogg.de fast komplett aufgelöst, es fehlen noch Mario Scheuermanns drink tank und Wolfgang Fassbenders Weinworte. Muss man sich um diese beiden Sorgen machen? Ich hoffe nicht.

Wie auch immer, alle haben eines gemeinsam: Die Blogs sind schöner und individueller geworden, zudem denke ich, haben alle alle wieder Spass am bloggen!! Oder?

Habe ich jemanden vergessen? Hat sich sonst noch jemand verbessert?

Siehe hierzu auch den Artikel beim Weltweit besten Weinblogumzugsunternehmen Kulinarische Blogger suchen eine neue Heimat für ihre Blogs

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Filed under Sonstiges

Heute im Schichtenfilter

Derzeit wird 2005er Grauburgunder Kabinett trocken filtriert. Die Abfüllung dieses Weines ist für Anfang April geplant.

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Filed under Im Weinkeller

FCH Heidelberg 06 – ab in die Bundesliga

Zugegeben, ich hätte nicht gedacht, das ich einmal meine Schalketrikots an den Nagel hänge und gegen ein neues tauschen würde. Wenn man der RNZ der letzten Tage glauben darf, könnte dies jedoch schon bald der Fall sein. Der hoffentlich zukünftige Fussball-Bundesligst FCH Heidelberg 06 wird wohl seine Heimat in Heidelberg bekommen. Genaues dazu wird am Dienstag bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben.
Wer hätte jeh gedacht, das Fussball der oberen Spielklassen nach Heidelberg kommt. Kaum einer der Bürger ist dagegen, lediglich die, die immer gegen etwas sind. Einige Bürger werden wegen Lärmbelästigung Einspruch erheben, einige Naturschützer die die Heimat der Gelbbäuchigen Rotkopfkröte gefährdet sehen, werden sicherlich ebenfalls gegen dieses Projekt klagen. Mir ist es in diesem Fall egal, ich freue mich auf guten Fussball, denn es gibt einige gute Gründe für einen Stadionbau in Heidelberg.

  1. In Mannheim ist Fussballerisch nichts mehr los.
  2. Ein solches Stadion kostet Geld, bringt aber auch der Heidelberger Wirtschaft einiges ein. Die Gastronomie würde sicherlich gerne dem einen oder anderen Fan guten regionalen Wein einschenken.
  3. Sicherlich wird der eine oder andere Arbeitsplatz geschaffen.
  4. Der Standort Heidelberg wird attraktiv, z.B. für Studenten, sich für die Heidelberger Uni zu entscheiden.
  5. Die Jugenarbeit der umliegenden Vereine könnte endlich Früchte tragen und einen neuen Schub bekommen. Kooperationen mit einem großen Verein bietet auch viele Chancen!!
  6. Eine neue Art des Tourismus könnte erschlossen werden. Die Heidelberger Hotels bekommen die Möglichkeit ihre Wochenendauslastung entscheidend zu verbessern.
  7. Nach Freiburg und Mainz wäre der FCH Heidelberg 06 erst der dritte Bundesligaverein der inmitten eines Weinbaugebietes liegt. Das bietet die Chance eine völlig neue Stadionkultur einzuführen. Statt Bier gibt es Rieslingschorle.
  8. Neben Fussball wird es sicherlich auch andere Events geben. Der Blick in die junge SAP Arena zeigt was möglich ist.
  9. Die alte Idee einer Olympiabewerbung der Metropolregion könnte wieder aufleben. Warum nicht? Mit dem neuen Stadion bräuchte man nicht mehr Stuttgart mit ins Boot zu nehmen. Die olympische Flamme könnte in Form einer Weinflasche durch die ganze Welt getragen werden!!
  10. Dietmar Hopps Konzept ist symphatisch. Er pumpt nicht einfach Kohle in einen Verein, sondern versucht nachhaltig zu investieren. Der Stadionbau ist die Konsequenz seiner Arbeit beim TSG Hoffenheim.
  11. Die Komunalpolitiker bekommen eine ganz neue Plattform, sie könnten sich beim Händeschütteln mit Franz Beckenbauer oder Rudi Assauer fotografieren lassen. Herr Beckenbauer wird sicherlich auch Hände schütteln die gegen den Stadionbau waren, oder für Erdgasleitungen durch Weinberge.
  12. Die Heidelberger Infrastruktur könnte sich verbessern, unnötige Dinge wie eine Strassenbahn durch Kirchheim könnten plötzlich Sinn machen.
  13. Wie die Mainzer und Freiburger Fans würden auch die Heidelberger schnell zu den symphatischen und netten der Bundesliga gehören. Wo Wein wächst gibt es keine Hooligans! Ist das schon jemandem aufgefallen?
  14. Das Maskottchen des FCH Heidelberg 06 könnte nicht wie sonst üblich ein lustiges, buntes entstelltes Tier sein, nein wir wollen das Heidelberger Fass!!! Der Winzerblogger wird diese Idee aktiv einbringen und bei einem evtl. stattfindenen Wettbewerb zur Suche eines Maskottchens vorschlagen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, anlässlich der Stadioneröffnung in das entsprechnde Kostüm zu schlüpfen. Das Fass ist ja wirklich groß…….
  15. Auch unsere Amerikanischen Freunde könnten Spass am neuen Stadion haben, American Football könnte unsere amerikanischen Mitbewohner vermehrt aus ihren Kasernen locken. Dies würde deutlich zur Sicherung des Standortes Heidelberg als Sitz des Headquarters beitragen.

Sollten die Müllmänner bis 2008 ihren Streik beendet haben, könnten sie sich auch um die Entsorgung des im Stadion anfallenden Mülles kümmern. Ob die am Wochenende arbeiten? Es gibt sicherlich private Unternehmen die diese Aufgabe gerne übernhemen.

Wie auch immer, ich bin gespannt wie sich die Dinge entwickeln und freue mich auf die Stadioneröffnung 2008. Vielleicht gegen Schalke 04. Das wär doch was!!

Wer die Vorgeschichte des Stadionbaus und den Heidelberger Bundesligaplänen noch nicht kennt, kann sie hier in der Stuttgarter Zeitung nachlesen.

Ach so, aufsteigen müssen die Jungs ja auch noch ……..

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Filed under Alltag im Weingut

Wine Blogging Wednesday 19 – Rückblick

Auf winexpression wurde inzwischen ein Rhone-Roundup veröffentlicht. Das Thema Rhone oder Weine vinifiziert aus den klassischen Sorten dieser Region waren das Thema. An die 40 Blogs haben sich beteiligt, wie immer bergen die Degustationsnotizen einen wahren Fundus an Interessen und Erfahrungen der unterschiedlichsten Art. Mein Eintrag fand leider keine Würdigung, lag wohl daran, das ich absolut nicht kapiert habe wie die das machen. Es ist wohl so, das die Beiträge auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden und das per Email an den Host mitgeteilt wird. Also nicht über Kommentar oder Trackbacks!! Muß man wissen.

Ich finde das Konzept, ein Thema zu einem bestimmten Termin auf vielen Blogs gleichzeitig zu behandeln nach wie vor Genial.

Auf alle Fälle ein großes “Thank you very much” an Jathan von winexpression für das hosting und Thema des Wine Blogging Wednesday 19.

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Filed under Internationales

Eichamt – Geldeschaffungsmaschine

Wie letzlich beschrieben war ein netter Herr im Weingut und hat im Namen des Landes Baden-Württemberg 13 Flaschen 2004er Riesling Kabinett trocken konfisziert.

Inzwischen haben wir 2 mal Post von dieser Behörde erhalten. Der erste Brief teilte uns mit, das alles in Ordnung ist, alle 13 Flaschen waren ordentlich gefüllt. Gleichzeitig wurden wir aufgefordert den Selbstkostenpreis der zerstören Flaschen in Rechnung zu stellen. Das war vor ca. 2 Wochen.

Nun kommt der zweite Brief vom Eichamt, Inhalt ist eine fette Rechnung über 168 Euro, zu zahlen Sofort und ohne Verzögerung!!!

Ich frage mich nun wirklich was das soll!! Da offensichtlich nicht genügend Delikte zur Verfolgung gemeldet werden, geht man halt selber raus und holt sich Vor Ort die Arbeit. Eine Behörde die Geld verdient, bleibt von Rationalisierungsgelüsten der Politiker weitgehend verschont.

  1. Das Weingut hat nie einen Auftrag gegeben unsere Füllstände zu kontrollieren.
  2. Das Weingut ist noch nie beim Eichamt wegen Verstössen oder Unauffäligkeiten aufgefallen. Eine Untersuchung wegen Verdacht oder Anzeige kann es also nicht gewesen sein.
  3. Ich kenne Weingüter die noch nie solche Kontrollen hatten, die existieren beim Eichamt einfach nicht!! Ich schließe daraus, es werden nur Weingüter kontrolliert die Bekannt sind, weil sie dort, aus welchen Gründen auch immer, eine Kundenummer besitzen.
  4. Ich persönlich finde es zum kotzen schlimm 45 Euro zahlen zu müssen, für die Analyse der Dichte des Weines, die wir bereits für eine andere Behörde (QbA-Prüfung) Kostenpflichtig durchführen mußten.
  5. Ebenfalls unverschämt finde ich den Gebührensatz von 120 Euro pauschal für diese Kontrolle. Das ist Abzocke, dabei ist es mir egal was in diversen Gebührensätzen steht. Diese hohe Summe ist mit gesundem Menschenverstand nicht zu erkläreren, in anderem Zusammenhang wäre eine solche Gebühr sicherlich als Sittenwidrig zu bezeichnen. Müssen wir in Zukunft bei einer Polizeikontrolle für die Kontrolle selber bezahlen? Oder dem Zöllner bei der Ausweiskontrolle gleich 100 Euro abdrücken?
  6. Warum müssen gleich 13 Flaschen geprüft werden? Würde nicht eine genügen, sollte dann etwas nicht stimmen kann man immer noch Flaschen nachholen. Ob die Beamten auch den Schneid hätten 13 Flaschen Chateau Margaux bei einem Weinhändler zu konfiszieren wage ich zu bezweifeln. Aber die 13 Flaschen waren in unserem Fall ja noch das Billigste.

Wir werden bei der nächsten Probeentnahme die Herausgabe der Weine verweigern, soll das Eichamt die Polizei mitbringen zur Beschlagnahme, oder besser den Wein kaufen und damit machen was sie wollen. Dann könnten sie ihn nach erfolgter Prüfung zum Mittagessen trinken oder verschenken. Der Herr vom Eichamt kann so nett sein wie er will, für uns ist diese Art der Geldverschwendung Absurd. An die Zeitverschwendung darf man gar nicht denken.

Sollte es einen Winzer geben, der nun meint er wird seine Flaschen so abfüllen, das immer ein wenig mehr als die Mindestmenge enthalten ist, kann ich nur warnen. Das Eichamt verfolgt auch Weingüter und Kellereien die zuviel in die Flasche füllen, weil man sich ja damit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen könnte!! Mit zuviel Wein in der Flasche ist man genau so Krimninell wie mit zu wenig!

Armes Deutschland. Was im deutschen Weinbau im Namen des Verbraucherschutzes seitens der Behörden betrieben wird, ist schon lange nicht mehr im Sinne des Verbraucherschutzes.

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Filed under Alltag im Weingut

WBW 19 – When in Rhône

My first entry to the global wine tasting event Wine Blogging Wedensday, hostet this time by Jathan from winexpression.
The wine:
2004
Cuvée Prestige
Rasteau
Côtes du Rhône Villages
Appelation Côtes du Rhône Villages Contrôlée
Alcohol: 14 %Vol
Cuvée of Grenache, Syrah and Mourvèdre

Producer:
Cave de Rasteau
Vaucluse – France

I bought this wine for 6,90 Euro at “Jaques Weindepot” in Heidelberg. I’ve been curios about this wine, of course the winemaker has been working 3 years in Australia, so I have been told. So this wine could be different from the other Rhônewines. There has been several other offers at “Jaques Weindepot”, but I really did not know how to categorize the offers, the “consultant” in the shop wasn’t really helpful.
The bottle:
The labeling is well done, its exact in shape and is in position were it should be. Twin-top cork, burgundy-style bottle.

The wineseller told me to open the bottle a few hours before drinking, but I gave it a first try just after opening. I’ve been drinking alone this time, so I would get a chance to drink this wine even the next day.
The first impression I got: what a beautiful brilliant coloure! At this time I could not know this would be the last positive thing I will find about this wine! Unfortunately!

First impression of the aroma has been a slightly smell of some type of autochthonal vines. What a surprise, I’ve been expecting something like earthy and smoky tastes, but it was more something like leather or dried fruits. Maybe I have been so curios, of course I’m just not “used” to this grapevarietys.

The wine is clearly dominated by the Alcohol which might even higher than 14%vol. Far in the back, for a short moment you got a taste of smoothness, a mouthfeeling of a highly concentrated wine. The tannins are sharp and green, which means this are tannins which will not ripen, so I would say, this is a wine without potential for the next years. But I couldn’t expect to get a wine with potential for 7 Euro. But for 7 Euro I expected an easy drinking wine, without hard tannins and alcohol which let me start headbanging after drinking a glas of it.
Still I know especially the Germans love wines like this, do they often equate high alcohol with quality. In this case I’m not a typical german.
Tasting this wine one day later, didn’t change a lot, only the flavors has gone and the alcohol is even more dominating than it was after opening the bottle.

What did I learn?
Having again this wine, I suggest the wine has to go with food, like heavy roastet meat and very very spicy dips.

What else did I learn?
This time the wine and myself did not come together. For the next Wine Blogging Wednesday I will have to choose my wine more carefuly, of course I would like to write about things which makes pleasure, means wines what match my taste.

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Filed under Auf Reisen

Heidelberger Müll

Heidelberg versprüht mehr und mehr den Charme einer Bushaltestelle in Johannesburg.

Müllstreik

Nach 2 weiteren Wochen Müllstreik werden wir ein lustiges Müllquiz veranstalten, unter dem Motto: “Such den Container”. Hauptgewinn könnte eine Müllabholung durch private Müllentsorger sein.

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Sodbrennen

Bisher habe ich gedacht, das das bei manchen Menschen auftretende Sodbrennen durchaus auf den Genuss von Wein zurückzuführen ist. Stutzig wurde ich nur, weil mir ein Kunde erzählte das er Literweise Kaffee trinken kann, aber bei Rotwein sofort Sodbrennen bekommt. Da konnte weder Säure noch Gerbstoff das Problem sein.

Andere wieder, haben keine Problem, egal was und welche Mengen Wein sie konsumieren. Äußert sich ein Kunde über sein Problem des Sodbrennes, wird im Weinladen ein Säurearmer Wein empfohlen. Gerne bezeichne ich den den Müller Thurgau als Magenmild, und tatsächlich viele können offensichtlich einen Müller Thurgau besser vertragen als einen Riesling.

Dennoch finde ich im Internet tatsächlich keine Hinweise darauf, das die Säure an sich, oder z.B, die Zusammensetzung der Säuren im Wein, also das Verhältniss Apfelsäure : Weinsäure eine Rolle spielen könnte. Vielmehr ist es der Alkohol, der böse Bube, der offensichtlich das Problem des Sodbrennens hervorrufen kann.

Aber wenn dem so ist, warum um Himmels willen reagieren die Leute dann unterschiedlich auf Weisswein und Rotwein? Das Rotwein Sodbrennen auslösen kann erscheint logisch, angesichts der Tatsache das Gerbstoff und Alkohol sowie Sodbrennen auslösen kann. Es ist wohl eher so, das die Kombination von Säure/Alkohol oder Alkohol/Säure/Gerbstoff eine Rolle spielen. Säurewerte über 8g/ltr findet man nur noch selten, die Werte haben sich in moderaten Bereichen von 5 – 7 Gramm eingependelt. Damit ist der Weisswein den Rotweinen im Säuregehalt sehr Nahe gekommen.

Medizin.de spricht von der Möglichkeit, das Sodbrennen auch völlig andere Hintergründe haben kann. Stress, oder die Gene können durchaus Faktoren sein, die Sodbrennen hervorrufen. HIER kann man schön nachlesen, was eigentlich passiert beim Sodbrennen und natürlich Wikipedia hat euch einiges an Auskunft zu bieten.

Auf alle Fälle werde ich meine Empfehlungen bezüglich Magenmilder Weine etwas überdenken und den Alkoholgehalt der empfehlenen Weine stärker berücksichtigen. Übrigens ist Zucker ebenfalls einer der Übeltäter die Sodbrennen verursachen kann. Ebenfalls ein Faktor mehr, der beim Weingenuss eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

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Filed under Im Weinladen

China kommt

Wie auf China Wines Information Website nachzulesen ist, hat sich China dazu entschieden dem OIV beizutreten.

Gen zhao lin, the president of China Alcoholic Drinks Industry Association, said: “At present, Chinese wine industry still has a long way to go in products, qualities, standards and so on when we are compared with the world wine industry.” In his opinion, after China’s entry into WTO, Chinese experts could join in many concrete scientific activities and participate in working out the international wine technique standards, and then improve the technique standards in the Chinese wine industry and make China’s wine more competent in the world.

via China Wines Information Website

Das OIV war einmal angedacht als eine Art globale Kontrollbehörde. Sie gibt dem dem Europäischen Parlament Empfehlungen welche Verfahren und Produkte in Europa zugelassen werden sollten oder nicht. Allerdings ist das Inkrafttreten des Handelsabkommens EU-USA durchaus als Ohrfeige für das OIV zu verstehen, offensichtlich ist man in Europa nicht mehr gewillt den Ratschlägen der OIV zu folgen.

Wer glaubt China ist nur in der Industrie auf dem Vormarsch hat sich geirrt. Auch auf dem Sektor der Lebensmittel oder besser gesagt im Agrarsektor wird China in Zukunft aufrüsten. Der große Markt China wird nur Mittelfristig den EU-Produzenten zur Verfügung stehen, das Land ist bestrebt seine eigenen Resourcen besser zu nutzen. Die Bedeutung Chinas in der globalen Landwirtschaft kann man ebenfalls auf Wikipedia nachlesen.

Wie HIER nachzulesen ist, werden vermehrt ausländische Fachkräfte aus dem Weinbau nach China rekrutiert. Joint Ventures im Weinbau gibt es schon seit einigen Jahren. Australische Winemaker ziehen sich anscheinend mehr und mehr aus China zurück, da man offensichtlich davon ausgeht das China zukünftig ebenfalls Wein exportieren wird. Man möchte ja nicht die eigene Konkurenz aufbauen!!

Wenn sich keiner findet den nötigen KnowHow-Transfer vorzunehmen, klopft man einfach bei der EU an, die helfen gerne!

War das jetzt Böse?

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Filed under Internationales

Traubenkernöl

Heute wurde ich von einem Kunden nach Traubenkernöl gefragt, welches wir kürzlich noch im Verkauf hatten.

Wir haben es inzwischen aus dem Sortiment genommen, da wir immer wieder Probleme mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum hatten. Alle Flaschen die nicht bis zum Ablauf des Haltbarkeitsdatums verkauft waren sind für den Verkauf unbrauchbar und können nur noch zum eigenen Verzehr verwendet werden.

Traubenkernöl ist extrem teuer und der Verkauf daher eher schleppend, zumal es kein eigenes war, sondern zugekauftes. Schade eigentlich, denn es war eine schöne Ergänzung zu unserem Essig. Dennoch war die Entscheidung richtig, denn der Verkauf sollte sich doch auf Dinge konzentrieren die selbst produziert werden.

Genusstechnisch gesehen halte ich den Traubenkernöleinsatz für problematisch. Ungeübte Erstbenutzer die ihren Salat damit anmachen werden lange Gesichter ziehen. Das Öl sollte nur in kleinen Mengen zugesetzt werden, am besten in Kombination mit anderen Ölen oder zum braten. In der Pfanne bei hohen Temperaturen kann dieses Öl seine volle Stärke ausspielen und ist den meisten anderen überlegen. Hier sind auch die Geschmacklichen herben Komponenten passender als beim feinen Salat.

Zum Thema Traubenkernöl gibt es viele interessante Seiten die Auskunft darüber geben, wie Supergesund dieser Extrakt aus Traubenkernen tatsächlich ist. Dazu gibt es einige Anregungen zum direkten Gebrauch in der Küche.

Links zum Thema:

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    Alltag im Weingut – die nächsten Tage

    Im Weinberg:

    Rechtzeitig vor den erneuten Schneefällen wurden wir mit dem Rebschnitt fertig.

    Die nächten Schritte im Weinberg sind: Drahtanlagen wo nötig reparieren, Rebholz häckseln und anbinden der Ruten. Auch die Flächen, die neu mit Reben bepflanzt werden, drängen sich langsam aber sicher in den Mittelpunkt des Geschehens.

    Im Weinkeller:

    Im Keller sind wir derzeit mit der Filtration der Weine beschäftigt, zum anderern steht in einigen Wochen die erste Abfüllung der 2005er an. Dementsprechend müssen die Weine vorbereitet werden.

    In der nächsten Woche stehen 2 Jungweinproben im Betrieb an, hier werden wir mit anderen Fachleuten unser Weine auf Mark und Nieren verkosten und Entscheidungen treffen, was, wie und wann vermarktet wird.

    Im Büro:

    Hier haben wir begonnen unsere Planungen für den Jahrgang 2006 aufzunehmen, wir müssen in einigen Bereichen im Keller tätig werden. Da es nur eine von 3 Firmen nötig hatte unsere Angebotsanfragen vom letzten Jahr zu beantworten, werden wir in diesem Bereich wohl selber tätig werden müssen.

    Für den Hamburger Weinsalon hätte ich gerne unsere neuen Prospekte fertig, das wird aber richtig knapp. Ich glaube zwar das wir dort im hohen Norden nicht unbedingt im Mittelpunkt des Interesses stehen werden, aber der eine oder andere möchte evtl. doch ausführlichere Informationen über das Weingut haben.

    Weinverkauf:

    In Sachen Marketing/Weinverkauf haben wir letztes Jahr einige Projekte angeschoben, eines könnte sich evtl. heute bereits realisieren lassen. Wenn es klappt habe ich dann wieder einen schönen Beitrag für unsere Newsletter-Rubrik: Wo man unsere Weine trinken kann.

    Ausbildung:

    Am kommenden Montag beginnt unser Praktikant seine Tätigkeit. Es wird Zeit sich Gedanken zu machen was und wo wir ihn am sinnvollsten einsetzen.

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