Die Filtration von Wein mit Gold, Schiefer, Diamanten oder Mondgestein

Wein filtrieren mit Kieselgur oder gewöhnlichen Filterschichten kann ja jeder, aber darf es vielleicht auch einmal etwas Besonderes sein? Wie käme es wohl beim Konsumenten an könnte er auf dem Etikett lesen „Gold filtrierter Wein“ oder “ Wein wurde mit Diamantenstaub filtriert“?  Wäre das interessant oder doof?


Mag sein das es doof ist, aber z.B. dieser kanadische Wasserabfüller erzielt einen Verkaufspreis je 0,75l Wasserflasche von 14,80 Euros! Zugegeben das vermutlich normale aber eben mit Gold filtrierte Wasser ist edelst verpackt und wurde jüngst mit einem Designpreis ausgezeichnet! Der Verbraucher ist also bereit für Wasser deutlich mehr zu bezahlen als er jemals für eine einfachen Wein bereit wäre auszugeben nur aufgrund der Tatsache der Filtration und dem Flaschendesign.

Ich persönlich finde das absurd, aus meinem Verstädniss heraus kann Wasser einfach niemals teurer sein als Wein, aber genau das ist hier der Fall.

Das die Verpackung und Art der Veredelung Produkte ausmachen und ihren Marktwert bestimmen kennen wir ja bereits von Weinmarken und diversen Spirituosen insbesondere Wodkas. Z.B. diesen Wokda der gleich besser daher kommt als ein gewöhnlicher Wodka weil er eben mit „Diamantstaub ähnelnden Kristallen“ filtriert wurde. Ein Marketingspezialist könnte uns dazu jetzt wohl ganze abendfüllende Referate halten.

Nun frage ich mich ernsthaft warum gibt es keinen Gold filtrierten Wein? Vom Weinrecht her dürfte das tatsächlich keine größere Komplikationen geben. Die entsprechende Absicherung bei den Behörden dürfte kein größeres Problem sein. Um ein neues oenologischen Verfahren kann es sich auch nicht handeln, es geht ja immer noch um eine Filtration. Es müßte wohl nur sicher gestellt sein das sich z.B. der Diamantenstaub nicht im Wein auflöst!

Viel spannender wäre die Praxis! Wie filtriert man mit Gold? Mein erster Gedanke wäre natürlich der gute alte Anschwemmfilter, aber irgendwie hätte man doch Skrupel 3 kg Goldstaub als Grundanschwemmung in den Filter einzubringen, vor allem, es muß da ja irgendwann auch wieder raus! Ich vermute diese Goldfilterbetriebe werden wohl eher mit Goldbeschichteten Filtern arbeiten, ganz nach dem Prinzip dieses Kaffeefilters.

So spontan würde ich einen schönen Spätburgunder mit Gold filtrieren, als „Pinot Gold“ müßte sich doch ein Pinot marketingtechnisch aufmotzen lassen? Beim Riesling tendiere ich eher zu Diamantenstaub, das hat so etwas kristallklares, sauberers und reines.

Aber Spass beiseite, jenseits der Finanzen eine gute PR Geschichte käme dabei immer raus, der Gedanke läßt sich ja unendlich weiter spinnen. Vielleicht wäre ein Wein spannend der mit Sternenstaub oder Sternschnuppen filtriert wurde? Eine passende Geschichte dazu ist doch schnell gesponnen. Meteoriten wie auch Mars- und Mondgestein kann man kaufen, oder sogar im Weinberg finden. Ein Wein „vom Mond geküsst“ wäre vermutlich ein echter Kracher in der Esoterikszene? Wenn sich da eh ein Winzer gerne tummelt, dann würde ich so etwas durchaus in Erwägung ziehen.

Es gäbe viele Materialen die man mit Wein in Kontakt bringen könnte, das ganze Terroir könnte sprichwörtlich in den Wein gelangen. „Mit Schiefer filtriert“ würde mich jetzt doch tatsächlich ansprechen und ich würde es zumindest verkosten wollen. Ehrlich!

Ob so ein Wein dann anders schmeckt?

Eigentlich hatte mich ja nur die Frage beschäftigt wie man mit Gold und Diamantenstaub filtriert …

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2 Responses to Die Filtration von Wein mit Gold, Schiefer, Diamanten oder Mondgestein


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  2. Martin Joest

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