Fast rauchfreies Restaurant

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 11 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Seit einigen Wochen verzichten wir im Weinrestaurant darauf, Aschenbecher auf die Tische zu stellen. Wer nun rauchen möchte kann dies gerne tun, muß aber beim Service für einen Aschenbecher nachfragen, der ihm dann gerne auf den Tisch gestellt wird.

Offenischtlich reicht das bloße Fehlen des Aschenbechers auf dem Tisch aus, ca. 70% der Raucher vom rauchen abzuhalten. Ich inklusive, ist es doch ein doofes Gefühl, alleine und als einziger in einem Restaurant zu rauchen. Das nennt man wohl Gruppenzwang!!
Im gleichen Zusammenhang ist wohl die Tatsache zu sehen, das kaum mehr Zigaretten am Automaten gezogen werden, was zur Folge hat, das dieser inzwischen abgeschafft wurde und einem Regal für Speisekarten und anderen Dingen weichen mußte. Auch diese Tatsache hat bisher keinen unserer Gäste interessiert, wer Kippen braucht muß nun kurz nach draussen um die Ecke gehen und sich am dortigen Automaten versorgen.

Ich bin gespannt wie das weitergeht, auf alle Fälle hat diese Aktion ein bischen die Angst vor einem leeren Lokal genommen, sollte diese Verordnung tatsächlich kommen. Würde man nun für die Raucher die nicht verzichten wollen und können, ein entsprechendes Plätzchen einrichten, bin ich mir ziemlich sicher könnte man Verlustfrei auf Rauchfrei umstellen.

Trotzdem bleibe auch ich bei der Meinung das den Wirten die Entscheidung selbst überlassen sein muss, ob ihr Restaurant rauchfrei sein soll oder nicht.

Wie auch immer, ich bin kein Wirt, das was ich hier geschrieben habe ist ein Beobachtung Meinerseits, nicht mehr und nicht weniger. Somit ist es definitiv kein Beitrag zur Diskussion über Sinn und Unsinn Rauchfreier Gaststätten.

7 Comments

Filed under Alltag im Weingut

7 Responses to Fast rauchfreies Restaurant

  1. würden alle so mit dem thema umgehen wie ihr, wäre das thema auch kein thema und ein gesetz tatsächlich vollkommen überflüssig.
    aber leider haben einige interessenvertreter das rauchverbot so in der gesellschaft verankert, dass viele denken, es würde das ende der gastronomie als solcher, wenn nicht des abendlandes, bedeuten. achja, und vieler vieler arbeitsplätze natürlich… sozusagen, das letzte bollwerk der freiheit, vor dem tempolimit auf autobahnen.
    aber warum sollte ausgerechnet ein rauchverbot im obrigkeitshörigen deutschland eine rebellion auslösen?
    es würde wie immer sein, erst wird massiv rumgenörgelt und nach vier wochen hat sich jeder dran gewöhnt…

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  3. Lieber Winzerblogger,

    früher war ich auch der Meinung: Jeder soll selbst entscheiden. Aber die Erfahrungen aus Italien haben mich überzeugt. Es ist toll, wie problemlos das funktioniert. Andererseits war ich gerade in einem Weinlokal in Speyer und ärgerte mich massiv über den dichten Qualm. Ich glaube, in ein paar Jahren wird niemand mehr darüber reden – dann gilt in ganz Europa ein Rauchverbot, und die Raucher (zu denen ich, was Zigarren angeht, auch gehöre) gehen vor die Tür oder in einen separaten Rauchsalon.

    Der Kollege aus Heidelberg hat die Winzerblogger-Weine sehr gut bewertet, habe ich gesehen. Glückwunsch!

    Herzliche Grüße

  4. Charlie

    Mutige und vorausschauende Aktion! Wer das Lokal kennt weiss, dass man hier ziemlich viele Raucher erwarten würde und beim letzten Mal wurde auch viel geraucht.

    Gruss, Charlie

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  7. Also ich würde nach einen Aschenbecher fragen 😉
    Aber das Thema hat sich IMO eh bald erledigt…
    Gruß
    Jürgen