Fruchtfliegen

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 11 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Offensichtlich habe ich den Kampf gegen diesen kleinen unappetitlichen Dinger gewonnen. Die Fruchtfliegen sind weg, ich bin noch da! 🙂
Der erste richtige Kälteeinbruch hat diesen kleinen Tierchen offensichtlich den Garaus gemacht, wurde auch Zeit. Ich kann mich nicht erinnern schon einmal eine Ernte erlebt zu haben, begleitet von so vielen Fruchtfliegen, das hatte schon fast Plagenartige Dimensionen.

Man konnte putzen und schrubben wie man wollte, den Fruchtfliegen war es egal, offensichtlich reichten denen einzelne Moleküle um zufrieden zu sein und sich sinnlos fortzupflanzen.

Aber jetzt ist es vorbei, Gott sei Dank, Ruhe kehrt ein in Keller und im Weinverkaufsraum, man kan wieder die Weine geniessen ohne Angst zu haben irgendetwas anderes unangenehmes mitzuverschlucken.

Chemische Keulen kommen natürlich im Weinkeller oder Verkaufraum nicht in Frage, einige Fallen die aufgestellt wurden, waren innerhalb Sekunden so voll, das man den Eindruck haben mußte, das diese erst Recht die Fliegen anlockten.

Links zum Thema:

Was solls, ist vorbei und im Winzerblog geht es ab nächster Woche wieder normal weiter.
Es stehen einige Berichte über den 1.Abstich an, dann wurde bei uns bereits der erste 2006er abgefüllt und nächstes Wochenende haben wir Rotweinfest. Es gibt also einiges zu berichten!!

Meine Leser wissen ja inzwischen warum es hier ein bischen ruhiger war, Genussblogs.net hat Gestern das Licht der Welt erblickt 🙂 und ich war einer der Geburtshelfer.

6 Comments

Filed under Alltag im Weingut

6 Responses to Fruchtfliegen

  1. Diese Fiecher haben mich auch schon zur Verzweifelung gebracht. Kaum hatte man den Wein ins Glas geschenkt, schon ging das Gesurre los. Und Gläser und Flaschen sehen zugedeckt nicht wirklich schön aus.
    Hoffentlich hält die Kälte noch länger an…

  2. Wir hatten hier den ersten Herbst in Lisson, in dem ich diese Viecher so gut wie nicht gesehen habe – es gab wohl genug frischen Nordwind, um sie trotz gärender Maische in den Tanks in Schach zu halten.

    Auch bei uns heute Nacht der erste Frost, der eventuellen Überbleibseln dieser Sorte den Garaus gemacht haben dürfte. Jetzt werden wohl auch die Blätter bald fallen und mit dem Winterschnitt kann ein neuer Zyklus beginnen.

  3. brummkreisel

    Hallo Thomas,

    Hier noch einen link zur Fruchtfliegenplage:

    http://www.taz.de/pt/2006/10/17/a0135.1/text

    LG,
    bk

    PS: Und, wie haben sich Schwarzriesling und Müller-Thurgau entwickelt? Gibt’s was gutes Trockenes?

  4. Ich war am WE bei meinem pfälzer Stammweinbauer – das erste Mal, dass die mir dort so richtig unangenehm aufgefallen sind – die sind noch da, noch…

  5. Hallo Thomas,
    das war schon ein spezieller Herbst, mit dem krönenden Abschluß einer Fruchtfliegenplage. Als Mittel gegen Drosophila melanogaster wirkt ein mit Apfel- oder Traubensaft gefüllter Teller versehen mit einem Schuss Weinessig und einem Spritzer Spülmittel.
    Melde Dich mal, wenn Du in der Pfalz unterwegs bist.
    Gruß
    Uwe

  6. Hallo,

    ich hätte noch einen kleinen Beitrag mit „nicht-chemischen“ Fruchtfliegenfallen. Zum Beispiel kann man getrocknetes Olivenkraut verwenden, um die Plagegeister behutsam und schonend loszuwerden. Sie können den typischen Geruch dieses Krauts nämlich nicht ausstehen und sind so nach ein paar Tagen verschwunden. Außerdem kann man auch noch eine fleischfressende Pflanze, wie zum Beispiel den „Sonnentau“ verwenden. Hier werden die Fliegen von dem Glanz der Blätter angezogen.

    Ganz liebe Grüße, Stefan