Kotzen

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 10 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Was man unter Kotzen versteht ist hinlänglich bekannt, sogar die Wikipedia weiß etwas darüber zu berichten.
Sprechen Kellerwirte vom Kotzen meines sie jedoch meist das überschäumen eines in Gärung befindlichen Mostes. Moste können wärend der Gärung Schaum entwickeln, darin liegt auch der Grund weshalb Gärtanks nicht randvoll belegt werden können. Früher wurde 1/3 des Tankraumes als Steigraum für den in Gärung befindlichen Most kalkuliert.
Als Kotzen bezeichnet man nun den Vorgang, wenn es den Schaum oder Most durch den Gärspund nach aussen drückt. Natürlich wird das Kotzen eines Gärtankes mit lautem Fluchen des Winzers oder Kellermeisters begleitet, denn zum einen ist es einfach eine Sauerei zum anderen bedeutet es extra Arbeit. Es ist zuviel Most im Tank und der muß raus 🙂

2 Comments

Filed under Im Weinkeller

2 Responses to Kotzen

  1. Das ist fast so schön wie der Kellerrotz..

    Da steckt eine Geschichte dahinter. Bestimmt! Oder?…;-)

  2. Inspiriert von deinem Artikel hab ich mal die Digicam ausgepackt, um das Überschäumen des gärenden Mostes in einem Fass visuell zu dokumentieren…

    Das Ergebniss gibt es hier: http://blog.johner.de/?p=37