Most abziehen

Egal wie man sich 2010 entschieden hat, ob Sedimentation oder Flotation, beide Methoden haben im Jahrgang 2010 ausgezeichnet funktioniert. Hohe Klärgrade bei meist kühlen Temperaturen sorgten dafür das der Saft schnell und unkompliziert weiterverarbeitet werden konnte.

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Ich ganz persönlich bevorzuge übrigens die Flotation weil ich der Meinung bin das es am Ende Weine ergibt die deutlich weniger Schwefel benötigen und es deutlich weniger technischen Aufwand bedarf als beispielsweise die meist praktizierte Sedimentation. Der bei der Sedimantation anfallende Trub muß ja irgendwie weiterverarbeitet werden, hingegen der Trub aus der Flotation bereits kompostierfähig ist.

Oder?

2 Comments

Filed under Ernte, Im Weinkeller

2 Responses to Most abziehen

  1. Hallo Thomas!

    Ich habe keine Erfahrungen mit Flotation und strebe diese auch nicht an. So blank wie in deinem Schauglas geht bei mir – durchaus absichtlich – kein Most in die Gärung, aber trotzdem habe ich (mit Sedimentation ohne Enzymzugabe, etwas Bentonit) keine Problem mit höherem SO2-Bedarf.

    Vor ein, zwei Jahren hatte ich mal einen Muskat, der lag zwei Wochen nach der ersten Schwefelung mit 40 mg/l bei 28 mg/l frei, oder so. Und auch Wochen später immer noch bei knapp 25.

    Die Trubaufarbeitung ist bei der Sedimentation zweifellos ein nicht zu unterschätzender Faktor. Da in unserem Betrieb der Weißwein nicht so knapp ist, mache ich mir die Mühe aber ohnehin nur bei ganz wenigen Chargen, der Großteil des Trubes vergärt gesammelt und wird bald nach der Ernte zum Tagespreis an den Großhandel abgegeben.

    Grüße

    Bernhard

    P.S.: Schaffst du es nach Wien zur EWBC?

  2. ja, deine Vorgehensweise ist zweifelsfrei auch aus meiner Sicht die Beste!! Den Sedimentationstrub zu verwerfen bringen halt viele nicht übers Herz :-))
    Ich habe das mit der Flotation auch bewußt ein bisschen reisserisch geschrieben, nach der herbstlichen Blogpause will ich ja die Kollegen wieder aufwecken.

    Im Segment der Basisweine fahre ich tatsächlich einen extrem hohen Klärgrad, bei den traditionellen Weinen, bzw Weinstilen bin ich diesbezüglich eher zurückhaltend.

    Ich hatte EWBC in Wien bereits abgesagt, aber man weigert sich diese Absage zu akzeptieren. Somit werde ich kommen, aber erst Mitte nächster Woche kann ich abschätzen ob ich das komplette Programm mitmachen kann.

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