Noternte nach Hagel

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 12 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Bisher sah alles prächtig aus bei uns im Weinberg, von vielen Niederschlägen die anderen zu schaffen machten wurden wir verschont. Von Essig- oder Sauerfäule keine Spur.

Jetzt aber, in der Nacht vom 30.09 auf den 1. Oktober gegen 22:00 Uhr hat es uns mit voller Härte erwischt. Ein brutaler Hagelschlag ging nieder und hat zerstört was nur zerstört werden kann.

Hagel

Selbst 14 Stunden später hat man noch Hagelkörner gefunden, die erahnen lassen was heute Nacht in den Weinbergen rund um Leimen passiert ist. Die Trauben sind natürlich angeschlagen und müssen umgehend geerntet werden. Derzeit holen wir die Weissburgunder, Morgen Riesling und Spätburgunder. Für Handlese bleibt keine Zeit mehr, die Maschine erntet was möglich ist.
Dem Erfinder dieses Gerätes gebührt ein Nobelpreis, Gegner dieser Maschine sollen vorbeikommen und mir erklären wie sonst Trauben innerhalb weniger Stunden geerntet werden sollen.
Alle Pläne Trauben für Eiswein hängen zu lassen sind hinüber, jetzt geht es ersteinmal darum den Jahrgang zu sichern, für Spielerei bleibt keine Zeit mehr, vor allem angesichts der schlechten Wetterprognose für die nächsten Tage.

5 Comments

Filed under Ernte

5 Responses to Noternte nach Hagel

  1. ich drücke alle Däumchen…

  2. Alles Gute wünscht auch der Kollege aus dem Burgenland. Ich kann mir recht gut vorstellen, was jetzt bei euch los ist…

    Unter http://www.bernhard-fiedler.at/weblog/?p=66 habe ich übrigens versucht, Hand- und Maschinlese möglichst unvoreingenommen zu vergleichen.

    Grüße

    Bernhard

  3. Pingback: Bernhard Fiedlers We(in)blog » Blog Archiv » Winzer-Albtraum

  4. Viel Glück bei der Noternte – ich kann den Schrecken nachvollziehen!

    Meine Ernte ist seit 4 Tagen „im Trockenen“ und mein Partner fand, dass ich wieder viel mehr lächle. Völlig klar, wenn man endlich wieder durchschläft und den Wetterbericht nicht mehr wie ein Damoklesschwert empfindet.

    Gut, wenn die verbleibenden Parzellen eine maschinelle Ernte zulassen, sonst würde nur die hier übliche „Winzersolidarität“ helfen: alle Kollegen und Nachbarn kommen zusammen, um die Trauben so schnell wie möglich einzubringen.

  5. Und im Nachinein? Mit Eiswein dieses Jahr wird es wohl ziemlich schwer oder? Vielleicht war dieses „Unglueck“ doch Glueck vor einem Versuch der nichts gebrach haette. Aber vielleicht kommt der Winter ja noch…