Pfennig oder Cent?

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 12 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Es ist immer wieder ein Genuss, in die Augen verwirrter Menschen zu blicken, wenn beispielsweise beim Restaurantbesuch ein Pfennig in das Glas wandert. Der Pennig ist ein probates Mittel, im Wein vorhandene Fehltöne „verschwinden“ zu lassen. Wobei diese hier angesprochenen Fehltöne Kellerwirtschaftliche Ursprünge haben, Korkgeschmack oder Altersfirne läßt sich damit nicht wegzaubern.

Cent_im_glas_Copyright_by_winzerblog

Viel interessanter ist jedoch die Wirkung des Pfennig bei Weinen, die ihr Aroma nicht preisgeben, eben einfach verschlossen sind. Hier kann der Pfennig tatsächlich zu einem richtigen Aha-Erlebnis führen, das den Genuss des Weines durchaus um einiges steigern kann.

Einfach einmal ausprobieren!!

Es spielt übrigens keine Rolle ob der alte Pfennig, oder der neue Cent verwendet wird, es funktioniert beides gleich gut!!

3 Comments

Filed under Alltag im Weingut

3 Responses to Pfennig oder Cent?

  1. Hi, love reading your blog (and other related ones on wine in Germany) so I hope the German wine blogging communtiy can help me out 🙂
    Next week I will be off to Berlin for a long weekend. And would love to know which wine bars there are in Berlin, where they are, and where I can find more information on them? If anyone can give me some info it would be highly appreciated 🙂
    Vielen, vielen Dank!
    Andreea.

  2. Hmm… die einzige Erklärung (1. April ist ja noch nicht) die ich hätte, wäre, dass das Kupfer aus dem Cent-Stück mit Säuren reagiert, die nicht im Wein sein sollten. D.h. die Säuren werden neutralisiert und damit schmeckt der Wein besser.

    Wie falsch liege ich denn? 😉

  3. Na ja, mit den Säuren dürfte es nichts zu tun haben. Kupfer entfernt ziemlich effizient schwefelhaltige Substanzen, die z.B. für Böckser verantwortlich sind. Leider aber auch viele gewünschte Komponenten des Primäraromas (z.B. Maracuya, Cassis, Paprika oder Rauch), daher sind dieser Methode enge Grenzen gesetzt.

    Bei „verschlossenen“ Weinen tippe ich hingegen auf die katalytische Wirkung der Oxidation des SO2, das (im Übermaß) für den „verschlossenen“ Eindruck verantwortlich ist.