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Auf Reisen

Woran merkt ein Winzer das morgen Weihnachten ist?

Vor Weihnachten ist einiges los in einem Weingut, aber es gibt einige eindeutige Anzeichen dafür das in Kürze Weihnachten ist.

  1. Die Winzerhände sind vom vielen arbeiten mit Verpackungsmaterial zerschunden
  2. im Flaschenlager sind die Bestände der wertvollsten Weine auf ein Minimum reduziert
  3. das Bankkonto füllt sich
  4. die Kundschaft wird freundlicher
  5. der Postbote freut sich, denn er bekommt sein jährliches Trinkgeld
  6. am EC Gerät fehlt ständig Papier
  7. der Vertreterbesuch nimmt sprunghaft zu, die meisten bringen einen Kalender als Kundengeschenk mit
  8. die Ablage quillt über mit Kalendern die von Vertretern überreicht wurden
  9. der Weinkeller ist inzwischen der ruhigste Ort im ganzen Betrieb
  10. es sind Jahresmeldungen fällig, z.B. Erntemeldung

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10 Traubenvollernter

Da ja fast alle Winzer dieser Welt nur selektierte und von Hand gelesene Trauben für die Weinproduktion verwenden sind die folgenden Anbieter vermutlich nur für die maschinelle Ernte von Trauben für Saft und Marmelade gedacht …

  1. Pellenc
  2. Braud
  3. Ero
  4. Gregoire Dexheimer
  5. Oxbo
  6. American grape harvesters
  7. Alma
  8. Lauprêtre
  9. Pomac
  10. Bobard

Ergänzungen zu weiteren Herstellern von Erntemaschinen für Trauben zur Saft-und Marmeldenproduktion gerne in den Kommentaren

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10 Gründe für eine neue Kategorie im Winzerblog

Hier gehts es um experimentelles bloggen zum Thema Wein. Ich will einfach einmal eine völlig andere Form des bloggens ausprobieren, Gründe so etwas zu tun gibt es ja genug

  1. ich habe einfach Lust darauf habe mal wieder was Neues zu probieren
  2. ich möchte mich nicht ganz aus der Weinblogszene verabschieden
  3. weil diese Form meines Wissens so noch niemand ausprobiert hat
  4. ich gerne der erste bin
  5. die Weinwelt genau auf so etwas gewartet hat (nein das glaube ich nicht wirklich)
  6. ich glaube so dem schnellen Lesekonsum entgegen zu kommen a la Twitter und Facebook
  7. ich gerne wissen möchte ob man in nur 10 Punkten wirklich Inhalte packen kann
  8. ich zweifelsfrei ein Zeitproblem habe und mit dieser Kurzform vielleicht doch wieder öfter bloggen kann
  9. es vielleicht wieder zu mehr interaktion zwischen Blogs animiert weil ich auch so schnell verlinken kann
  10. es auch von moblien Geräten einfach ist zu bewerkstelligen

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Rheinhessische Agrartage in Nieder-Olm

Die Rheinhessischen Agrartage bzw Weinmesse oder Ausstellung in Nieder-Olm hat auch 2011 wieder richtig Spass gemacht! Das Wetter hat gepasst und spannende sowie interessante Aussteller waren ebenfalls da. Die Freifläche und die Aussstellerzelte waren gut gefüllt und somit auch der ideale Ort um sich zwischendurch aufzuwärmen. Für das leibliche wohl wurde gut gesorgt, wobei mein Spiessbatenbrötchen jetzt kein Knüller war, aber um den größsten Hunger zu stillen hat es allemal gereicht:-) Es gab eine ganze Reihe neuer Produkte und Anregungen, mein persönliche Highlight war zweifelsfrei ein lilafarbener Traktor der Marke Fendt!!
Agrartage Niederolm 2011

Mehr Bilder und Fotos zu den Rheinhessischen Agrartagen finden sich auf meinem Flickraccount

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Gedankenspiele über Ü40 Winzer, Jugendwahn und Rentnerwinzer

Dieser Zeitungsartikel (volksfreund.de) und speziell dieser Satz …

Die Gründe für die Entwicklung sind vielfältig. Da ist zum einen der demografische Wandel: Zwei Drittel der rheinland-pfälzischen Landwirte sind älter als 45 Jahre

… hat mich erneut an eine alte Idee einer Vermarktungsgemeinschaft von Winzern denken lassen die sich über ihr Alter definiert.
Es gibt derer inzwischen ja unübersichtlich viele, viele davon sind aus dem Antrieb heraus entstanden sich Altersmäßig als „Jung“ von den Alten abzugrenzen. Das ist legitim, denn damit werden dem Konsumenten alle im Jugendwahn geltenden Attribute auf das Produkt Wein übertragen. Jung frisch, spritzig, modern usw …

jugendwahn.gif

Marketing eben, da spielt es auch keine Rolle das Papa noch immer die Überweisungen unterschreibt und Mama das Essen kocht und das Zimmer aufräumt 🙂

u40.gifAber irre ich mich oder hat die Winwirtschaft noch gar nicht auf den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft reagiert? Wären denn nicht gerade mit der Generation der über Vierzigjährigen tolle Attribute zu verbinden die es Wert wären auf das Produkt Wein übertragen zu werden? Seriös, erfahren, ruhig, souverän, entspannt, locker, unglaublich gutaussehend, lustig, charmant, intelligent, selbstbewußt, großzügig, freundlich ….. die Generation Pinot sozusagen 😉

Wer und wie alt sind denn die potenten Weinkunden?
Ich bin jetzt kein Journalist und mag und kann daher nicht lange recherchieren, aber ich nehme an das auch die Zielgruppe derjenigen die gutes Geld für eine Flasche Wein ausgeben Mitte 30 beginnt und inzwischen nach oben hin jenseits der 60 Jahre anzusiedeln ist? Dabei dürfte die Größte Gruppe der 40 – 50 Jährigen darstellen?

Wer hat das Sagen in den Weinbaubetrieben?
Das sind laut dem oben verlinkten Zeitungsartikel eindeutig die Ü40 Winzer, das sind die Chefs!

Wem traut man denn eher zu eine alte Handwerkskunst zu beherrschen?
Zugegeben, das ist jetzt auch so eine Gefühlssache die ich nicht wissenschaftlich untermauern kann. Aber Wein wird noch immer mit Tradition, Erfahrung und bodenständigem Handwerk in Verbindung gebracht. Da müßte doch ein gewisses reifes Alter einfach ein Vorteil gegenüber der Jugend sein?

Welche Musik wird auf Weinfesten gespielt?
Punkparties, Heavy Metallfestivals und Technoorgien kann man sicherlich auch ab und zu auf Weinfesten erleben, aber in der Regel dominiert doch auch hier die Musik der 80er Jahre? (Schlager lasse ich einmal aussen vor, die lassen sich kaum einer Altersgruppe zuordnen)

Gibt es denn eine Gruppe von Winzern jenseits der Jungen Wilden, oder Generation Riesling die sich genau mit solchen Altersattributen schmückt? DLG und DWI setzen ja voll auf die Jugend sonst ist mir nichts bekannt.

Denkt man das ganz einen Schritt weiter, dann muß man sich doch fragen wo bleibt die erste Vereinigung von Winzern aus dem Seniorensegment?

Holen wir unsere Opas raus und stellen sie auf die Bühne!

opa-rockt.gif

Die derzeitige Winzerrentnergeneration 65+ ist fit, mobil und kann losgelöst vom Produktionsdruck locker jeden Messestand rocken. Sie können singen, beherrschen Instrumente und erzählen die besten Geschichten und wie man Wein verkauft, das muß man den alten Hasen ganz bestimmt nicht erklären!
Das alles wird angereichert mit einem seniorengerechten Weinsortiment, seniorengerechte Etiketten, Prospekte, Preislisten und natürlich ein seniorengerechtes Internet. Seniorengerechter Lieferservice ist dabei selbstverständlich.
Mir ist klar das da nun viel Spinnerei dabei ist, aber über kurz oder lang müssen wir uns mit der vergreisung unserer Kundschaft auseinandersetzen! Senioren schmecken anders, sie haben Probleme extrem kleine Buchstaben zu lesen und sind weniger flexibel. Sie müssen anders bedient werden und können nicht mal schnell ein paar Weinkartons ins Auto packen.

Das alles ist jetzt keine Anleitung für eine Winzergruppe, aber da sind ein paar Aspekte dabei die meiner Meinung nach bisher zu kurz kommen im Weinmarketing bzw. in strategischen betrieblichen Zukunftsplanungen von Weinbaubetrieben. Dazu ist ja völlig klar und es sollte unumstritten sein, das Ideal ist der Mehrgenerationenbetrieb in dem ALLES Wissen ALLER Generationen GEMEINSAM genutzt und gelebt wird. Wovon ich hier schreibe ist ja nur für die Aussendarstellung, Marketing eben …. oder?

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Die Europäische Weinbloggerkonferenz 2011

Auch 2011 wird es wieder eine europäische Konferenz der Weinblogger geben! Die Anmeldung ist bereits eröffnet und nach dem großen Erfolg der vergangenen Konferenz in Wien ist zu erwarten das auch 2011 dieses Event früh ausgebucht sein wird. Grund genug einmal darauf hinzuweisen.

Die Konferenz wird in der lombardischen Region Franciacorta stattfinden die auf der Webseite Strada del Vino Franciacorta wie folgt beschrieben wird:

Die Franciacorta ist ein herrliches Fleckchen Erde in der Region Lombardei, ganz in der Nähe der Stadt Brescia und mitten in Europa. Ihre jahrtausendealten Ursprünge zeichnen sich in der Natur selbst ab, die uns immer wieder erstaunt und überrascht mit ihrem Facettenreichtum, ihren Farben und ihrem wertvollsten Schatz: dem Wein.

Der Termin liegt mit dem 14. Oktober 2011 für uns Nordeuropäer ein wenig unglücklich mitten in der Erntezeit, aber viele gute Gründe sprachen wohl dafür diesen Termin trotzdem so anzubieten.

Einige erste Infos zur European Wine Bloggers Confernce 2011

ewbc_franciacorta.JPG

Auch 2011 werden die Organisatoren sicherlich wieder ein spannendes Paket für die Weinautoren schnüren. Angesichts der Weinproben, Reisen, Verpflegung nehmen sich die Teilnahmegebühren gerade zu bescheiden aus, günstiger, informativer und mit mehr Spass kann man keine Weinregion kennen lernen!

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Wein aus Chile – eine Weinprobe

Im Rahmen der Euopäischen Weinblogger Konferenz in Wien 2010 gab es eine ausführliche Weinprobe zum Thema Chile! Die verkosteten Weine waren alle vom Feinsten, durchweg auf höchstem Niveau produziert. Die Verkostung dieser Weine machte deutlich warum Chile derzeit so erfolgreich ist auf dem weltweiten Weinmarkt.

Präsentiert und vorgestellt wurden die Weine von Michael Cox dessen Weinblog Wines of Chile derzeit sicherlich eines der herausragendsten Weinblogs dieser Welt darstellt!

technical-chilean-wine-tasting.jpg

Würde ich Punkte für Weine vergeben, würde ich wohl in einen extatischen Rausch geraten ob der Opulenz dieser Weine, der Dichte und Konzentration, der Fülle und Komplexität! Das waren absolute Giganten!

Aber …

das gewisse etwas hat sich mir leider nicht eröffnet, meine Frage nach dem einen, ganz besonderen, unverwechselbaren Merkmal, jenes Merkmal das mich am chilenischen Wein fesselt, diese Eigenschaft habe ich bei aller Qualität vergeblich gesucht!
Trotz oder gerade ob solcher Gedanken war diese Weinprobe ein Highlight der Konferenz, entfachte sie doch eine Diskussion unter den Teilnehmern über Induvidualität und Austauschbarkeit von Wein.

Nachfolgend die Liste der verkosteten Weine, die Links der Weine führen zu Adegga wo die Verkostungsnotizen und Bewertungen der einzelnen Weine erscheinen, die Links der Produzenten führen direkt auf die Webseiten der Chilenischen Weingüter!

  1. Casa Marin Cipreses Vineyard Sauvignon Blanc 2009 – Produzent Vina Casa Marin
  2. Casa Silva Carmenère Reserva 2009 – Produzent Vina Casa Silva
  3. Secret Viu Manent Carmenere 2009 – Produzent Viu Manent
  4. Gran Devoción Carmenere Syrah 2008 – Produzent Vina Maipo
  5. Canepa Genovino Carignan 2008 – Produzent Canepa wines
  6. Gran Reserva Etiqueta Negra Cabernet Sauvignon 2008 – Produzent Vina Tarapacá
  7. Viu Manent Reserva Cabernet Sauvignon 2008 – Produzent Viu Manent
  8. Emiliana Coyam 2007 – Produzent Emiliana Organic Vineyards

Übrigens, bei dieser Weinprobe konnte ich Problemlos der allgemeinen Meinung folgen, der letzte Wein wurde von den meisten als der Beste gesehen, so auch von mir. Chilenischer Biowein, das ist an sich schon sehr spannend.

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Weinrallye Jahrgang 2010

Weinrallye #38 – Januar 2010

Weinrallye #29 – Februar 2010

Weinrallye #30 – März 2010

Weinrallye #31 – April 2010

Weinrallye #32 – Mai 2010

Weinrallye #34 – Juni 2010

Weinrallye #35 – Juli 2010

Weinrallye #36 – August 2010 – WeinReich-Blog

Weinrallye #37 – September 2010 – Baccantus

Weinrallye #38 – Oktober 2010 – Allem Anfang …

Weinrallye #39 – November 2010 – Vinum Blog

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Grüner Veltliner aus dem Weinviertel ganz International

Nach einer ausführlichen Weinprobe mußte sich der Grüne Veltliner nun auch in der Praxis als Essensbegleiter bewähren!

Nicht irgendein Essen und es war natürlich nicht irgendwo, sondern etwas ganz Spezielles haben sich die Weinviertler für uns ausgedacht. Es ging in das Weinquartier nach Retz, ein Geschäft, ein Weinladen, ein Restaurant, eine Bar, eine Vinothek, ein Café, ein Winzerladen oder wie sonst nennt man einen Platz an dem der Wein immer im Mittelpunkt steht? Eine Bühne vielleicht?

Als Winzer oder Kellermeister geht einem das Herz auf wenn man so etwas sieht! Ein Projekt das zunächst einmal dazu dient die Region und ihre Weine voran zu bringen, ein Haus in dem Weine präsentiert werden können wie es sich gehört.

Den Winzern und Betreibern kann man nur zu diesem Konzept gratulieren und hoffen das dieses Projekt Weinquartier für alle Beteiligten auf Dauer ein Erfolg ist.

Neben dem bestaunen des Ambientes ging es aber auch um das Essen und den Wein. Grüner Veltliner sollte zu diversesen internationalen Speisen verkostet werden, die einzelnen Gänge frisch von einem Caterer für uns angerichtet:

Spanien
Gebackenes Ei, mit Serranoschinken
Oliventapenade & Paprika-Bohnensalat
Ciabatta & Kürbiskernciabatta
2009er Greener DIEM, Weingut Gerald und Andrea Diem

 

Frankreich
Dorade Royal Filet
mit Safran, Lauch & Erdäpfelpüree
2009er Weinviertel DAC, Weingut Hagn
2009er Weinviertel DAC Fuchsenberg, Weingut Hebenstreit

 

Österreich
Wiener Schnitzel vom Kalb
mit Erdäpfel-Vogerlsalat & Preiselbeeren
2009er Grüner Veltliner Tenn, Weingut Taubenschuss
2008er Radikal,Weingut Zillinger

 

Asia
Ente „aus dem Wok“
mit Kürbis, Paprika & Eiernudeln
2008er Grüner Veltliner Alte Reben Weingut Weinrieder
2008er Grüner Veltliner „8000“ Weingut Setzer

Was nach dem Essen bleibt ist die Tatsache das der Grüne Veltliner natürlich zur internationalen Küche passt, ganz egal welschem Land und welchem Stil  das Essen gewidmet ist.

weinquartier-retz.JPG

Ich habe schon oft kulinarische Weinproben veranstaltet oder daran teilgenommen, aber selten habe ich eine Rebsorte derart vielschichtig erlebt wie den Grünen Veltliner. Die Probe der Weine vor und zum Essen hat doch extrem unterschiedliche Eindrücke hervorgebracht und meist ein überraschtes Lächeln produziert. Das wiederrum läßt mich an die Europäische Weinbloggerkonferenz 2009 in Portugal denken, als uns ein Kellermeister erklärte das er ausschliesslich seine Weine zum und beim Essen verkostet, ansonsten könnte man die Dimension eines Weines niemals erkennen und richtig einordnen ….. ich glaube der Kellermeister hat Recht!

Links:

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Weinviertel DAC & Grüner Veltliner

Am Sonntag ging auf eine Tagesreise in das Weinviertel, Retz und Röschitz waren unsere Ziele. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir den Windmühlheurigen in Retz, wo uns eine erste Grüner Veltliner Weinprobe und eine Einführung in das DAC Weinviertel Konzept erwartete.

windmuhlenheuriger-in-retz.jpg

Eine lockere und ungezwungene Tischweinprobe führte uns zu den folgenden Weinen:

  1. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Weingut Zull, Schrattenthal
  2. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Classic, Windmühlenheuriger Weingut Bergmann, Retz
  3. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Altenberg CAMPUS Klassic, Landesweingut Retz, Retz
  4. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Bioweingut Johannes Zillinger, Velm-Götzendorf
  5. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, classic, Weingut Pleil, Wolkersdorf
  6. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Zeiseneck, Weingut R&A Pfaffl, Stetten
  7. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Rustenberg, Weingut Julius Klein, Pernersdorf
  8. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Hermannschachern, Weingut Ebner-Ebnauer, Poysdorf
  9. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Waldberg, Weingut Hirtl, Poysdorf
  10. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Alte Geringen Reserve, Weingut Walek, Poysdorf
  11. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Reserve, Weingut Gschweicher, Röschitz
  12. Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner, Ries Hölle Reserve, Weingut Schwarzböck, Hagenbrunn

Diese Verkostung hat Diskussionen angeregt über die ich an anderer Stelle noch schreiben werde, aber die Vorstellung war schon beeindruckend! Was wir da verkosten konnten hatte nichts mit einfachen Weinen zu tun, nichts mit dem Schoppenwein als der der Grüne Veltliner gelegentlich gesehen wird, nichts von Massenware, ganz im Gegenteil.

Ich erlebe den grünen Veltliner als ein Wein mit feiner Würze, bei gleichzeitig fettem schmelzigem  Unterbau, die Weine sind kräftig strukturiert, hie und da Nuancen von Tannin. Alle Weinviertel DAC Weine sind von einer extremen Klarheit und Modernität geprägt.

Mit meinem Favoriten lag ich wohl ein wenig abseits dessen was die Anderen empfunden haben, aber ich würde mich freuen wieder einmal einen  Weinviertel DAC, 2009er Grüner Veltliner vom Bioweingut Johannes Zillinger in die Hände zu bekommen. Warum? Er hat sich für meinen Geschmack wohltuend von den anderen abgehoben, hat eindeutige Ecken und Kanten gezeigt, hat den oft strapazierten Begriff „Individualität“ mit Leben gefüllt.

Info Weinviertel: (Auszug Wikipedia)

Die Grenzen des Weinviertels verlaufen im Osten entlang der Staatsgrenze von Österreich zur Slowakei, die durch die March gebildet wird. Im Norden grenzt das Weinviertel an Tschechien, wo im wesentlichen die Thaya die Grenze bildet. Der Manhartsberg, der östlich des Kamp liegt, stellt die Grenze zum Waldviertel im Westen dar. Im Süden grenzt das Weinviertel an das Mostviertel und das Industrieviertel, hier bilden die Grenze der Wagram, die Donau und das Marchfeld.

Allgemeine Links zur Region Weinviertel


Info Grüner Veltliner: Mit über 50 % Anteil der Rebfläche ist die Weinregion Weinviertel auf das engste mit der Rebsorte Grüner Veltliner verknüpft. Somit ist es kein Wunder das diese Rebsorte als Aushängeschild für die ganze Region dient. Wikipedia schreibt über den Grünen Veltliner:

Ihre Weine bestechen durch ihr intensives Bouquet und durch ihre Frische. Typisch können angenehme Aromen nach weißem Pfeffer oder auch Tabak ausgemacht werden, hervorragend ist aber meist die intensivere Nase und der Geschmack nach Citrus und Frucht (Pfirsich). Ein guter Veltliner besticht durch seine Frische am Gaumen und ist, entgegen landläufiger Meinung, die auf vielen eher mäßigen Veltlinern beruht, durchaus lagerfähig. Bei Verkostungen älterer Weine beeindrucken hochwertige Veltliner immer wieder durch ihre erstaunliche Frische.

Diese würzige Aromoanote des Grünen Veltliners das die Österreicher so gerne als „Pfefferl“ bezeichnen ist ein markantes Merkmal das man wunderbar herausgearbeitet hat und es zu einer Art „Leitaromatik“ des Veltliners erhoben hat. Zu Recht, denn Zitrus und Pfirisch finden sich inzwischen in so vielen Weinen dieser Welt, das sie beileibe als Alleinstellungsmerkmal für eine Rebsorte nicht mehr taugen.

Info DAC: Basis für die Bestimmung einer einheitlichen Weinviertel DAC Weinstilistik des Grünen Veltliners sind die Regionalen Weinkomitees die wie auf der DAC Weinviertel Webseite beschrieben die folgenden Aufgaben übernehmen:

  • Verbesserung der Kenntnis und Transparenz bezüglich Erzeugung und Vermarktung der Qualitätsweine mit dem Ziel der besseren Koordinierung des Absatzes, der Information und des Schutzes der Konsumenten.
  • Marktforschung und Durchführung von Marketingmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Österreich Wein Marketing GmbH. (Diese Marketingmaßnahmen müssen im Einklang mit dem Gesamtauftritt des Österreichischen Weines stehen und der Information der Öffentlichkeit dienen.)
  • Die Entwicklung von Verfahren und Technologien zur Verbesserung der Produktqualität.
  • Die Definition von Bedingungen für die Produktion und die Vermarktung von regionaltypischem Qualitätswein mit Herkunftsprofil.
  • Die Behandlung sämtlicher weinwirtschaftsrelevanter Themen, wobei Ziel der Tätigkeit die Förderung der Allgemeinheit und nicht die Förderung einzelner Unternehmen ist.

Die Winzer sind also Eigenverantwortlich dabei wenn es darum geht die Definition der Dachmarke festzulegen. Das ist meiner Ansicht nach auch einer der Punkte der dieses DAC Konzept wirklich stark macht. Ausführlich Infos zur DAC Konzeption auf der im übrigen extrem informativen Webseite des DAC Weinviertel!

Links zum Thema Weinviertel DAC:

weinviertel-dac-logo.JPG

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WienWein, Heuriger am Pfarrplatz, die EWBC Party am Freitag Abend

Der Freitag Abend fand seinen Ausklang auf Einladung der Gruppe WienWein beim Heurigen Pfarrwirt, dem ätesten Restaurant Wiens!!
pfarrwirt_heurigen_wien.jpg
Dort waren wir alle freundlich willkommen um in diesem Wiener Heurigen die Weine der WienWein Gruppe kennen zu lernen und das natürlich in Kombination mit „real austrian food“!

Bereits kurz nach unserer Ankunft stapelten sich die Platten mit Würsten, Fleisch, Schnitzel,  Töpfe von Salaten und natürlich Sauerkraut auf dem Tsich. Na ja, zuerst war ich schon verwirrt als zu den Schnitzelplatten Sauerkraut serviert wurde, aber nur wenig später bog sich der Tisch unter der Vielfalt gereichter Speisen. Die Engländer jedenfalls waren begeistert ….

Delicious this Sauerkraut and Schnitzel, isn’t it?

Aber richtig „delicious“ wurde es wenige Augenblicke später als Kartoffelsalat gereicht wurde, meine Welt war wieder in Ordnung, denn Fleisch, Schnitzel und die dazu passenden Beilagen fügten sich nun zusammen, man mußte nur wissen wie!!

Sagenhaft! Köstlich und Wunderbar, alles geschmackig, freundlicher Service, essen und trinken in Hülle und Fülle!

Wie gut das wir alle solche Begriffe wie Kalorien oder Diät in der Heimat gelassen haben. Aber im Ernst, was wir da serviert bekamen war vom Allerfeinsten, bzw „delicous“ um es mit den Worten meines inzwischen exstasischen Tischnachbarn auszudrücken.

Ich freue mich bereits heute auf meinen nächsten Besuch in Wien, die drängenden Fragen etwa, wie welchen Heurigen ich aufsuchen werde und welche Weine ich trinken sollte sind ja nun geklärt und macht es mir in Zukunft einfacher!
heurigen-mayer-am-pfarrplatz.jpg
Mein Tischnachbar (übrigens einer der liebenswertesten Weinblogger den ich je kennenlernen durfte) prostet mir mit seinem Grünen Veltliner zu und meint:

Thomas, did you taste this delicous black pudding? Isn’t it fantastic?

Pudding? Dessert? Wo?
Spricht ein Engländer von „black pudding“ meint er nicht etwas Süßes, sondern tatsächlich Blutwurst!! Das muß man erst einmal wissen …

Später am Abend dann wechselten wir die Lokalität und zogen einen Stock tiefer in den Partykeller des Weingutes wo in heiterer Runde nicht nur Gläser sondern auch Tanzbeine geschwungen wurden. Der ideale Zeitpunkt für mich den langen Tag zu beenden und sich nach 48 Stunden auf den Beinen endlich schlafen zu legen.

Noch einmal an dieser Stelle einen ganz besonderen Dank an an WienWein für diesen herausragenden Abend der allen Weinbloggern großen Spass und nicht zuletzt eine neue Sicht auf die Wiener Weine beschert hat. Mich hat dieser Abend definitiv zum Fan des Wiener gemischtes Satzes gemacht!

Wirklich very very delicious!!

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Austrian Undiscovered Stars – Österreichs unentdeckte Stars

Die Session bzw. Weinverkostung trug den Namen „Austrian Undiscovered Stars“ und hat einige interessante Diskussionen unter den Teilnehmern ausgelöst die hoffentlich an anderer Stelle weitergeführt werden können. Aber Zunächst die Probe:

  1. Weinviertel DAC, Grüner Veltliner 2009, Herbert Zillinger, Ebenthaler Lagen
  2. Kamptal DAC, Grüner Veltliner 2009, Martin & Anna Amdorfer, Reserve Strasser Weinberge
  3. Kremstal DAC, Riesling 2009, Walter Buchegger, Gebling
  4. Leithaberg DAC, Chardonnay 2009, Birgit Braunstein & Martin Pasler, vom Leithaberg
  5. Wien, Gemsichter Satz 2009, Mayer am Pfarrplatz und Rotes Haus, Wiener gemischter Satz Nussberg
  6. Südsteiermark, Sauvignon blanc 2008, Walter Skoff, Obegg
  7. Carnutum, Zweigelt 2009, Artner, Rubin Carnutum
  8. Mittelburgenland DAC, Blaufränkisch 2008, Bauer-Pöltl, Reserve
  9. Thermenregion, St.Laurent 2008, Schneider, Reserve
  10. Niederösterreich, Pinot Noir 2006, Zull
  11. Burgenland, Cuvée CH WB SB 2006, Hans Moser, Ausbruch aus den Rieden

austrian-undiscovered-stars.jpg

Diese Weinprobe wurde moderiert vom Chef der Österreich Wein Herrn Willi Klinger. Das alles verlief amüsant und launig, hat Spass gemacht und den Konferenzteilnehmern einen ersten Eindruck über die Vielfalt des Weinlandes Österreich verschafft. Nur gut das wir deutschen die kleinen Sticheleien gegen uns mit Leichtigkeit ertragen und mit dem uns gegebenen deutschen Humor ganz gelassen wegstecken. Die Österreichische Weinwirtschaft fühlt sich stark und überlegen und zeigt das mit großem Selbstvertrauen. Das klingt dann z.B. bei Willi Klinger  so:

„We are so good at marketing we convinced the world that Beethoven was Austrian and Hitler was German“

Aber immer mit einem Augenzwinkern! Wobei es ganz bestimmt lohnenswert wäre einmal die unterscheidlichen Konzepte deutscher und österreichischer Weinwerbung zu diskutieren. Ich z.B. glaube absolut nicht daran das Österreich für Deutschland ein Vorbild in Punkto Werbung sein könnte!

Das weitere Besondere an dieser Weinprobe war natürlich der Umstand das die Verkoster per Handzeichen einen Sieger küren durften der dann via naked wines eine Distribution in England bekommt. Abgestimmt wurde nach jedem Flight, zm Schluss dann nochmals die einzelnen Flightsieger gegeneinander.

Nun, genau so wie das Urteil einer einzelnen Person über einen Wein umstritten sein kann, so hat mich diese Veranstaltung gelehrt das offensichtlich mein Geschmack auch nicht mit dem der Masse konform läuft. Zwar bin ich bei der finalen Abstimmung wieder mit der Masse einig gewesen, so war ich bei allen vorherigen Abstimmungen jeweils anderer Meinung. In so fern hat diese Abstimmung eine Diskussion darüber angeregt welchen Stellenwert derart in einer Community erzielte Ergebnisse eigentlich haben!? Eine direkt anschliessende Diskussionsrunde darüber wäre natürlich extrem spannend gewesen, das wäre aber vielleicht einmal ein Programmpunkt für ein Vinocamp oder ähnliche geartetes social media Treffen.

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Meine Hauptsession bei der Bloggerkonferenz in Wien

Für dieses Gepräch auf dem Bänkchen vor dem Konferenzraum am haben alle hier abgebildeten die gleichezetig laufende Session der Konferenz geschwänzt.
Aber eigentlich glaube ich war unsere kleine Sitzung in der Tat nachhaltiger, erfreulicher und angenehmer!!
ewbc_dougcook_bernhardfiedler_thomaslippert.jpg
Das Bild habe ich mir mal ungefragt ausgeliehen bei Bernhard Fiedler!
Von links nach rechts, Bernhard Fiedler, Doug Cook und ich eben.

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Kennengelernt: Ryan O’Conell, Trah Lah Lah und O’Syrah

Auf der Europäischen Weinblogger Konferenz in Wien hatte ich das große Vergnügen Ryan O’Conell von der Domaine O’Vineards aus dem Languedoc kennen lernen zu dürfen. Er ist mir ja schon eine ganze Weile bekannt weil er viele Plattformen nutzt aber sich natürlich mit seinen eigenen Videos auf Youtube präsentiert.

Ein junger Mann, der der Web 2.0 Szene deutlich gut tut, in dessen Umgebung immer gelacht wird und es immer freundlich zugeht und der es schafft mit seiner  liebenserten Art Leute um sich zu scharen.

Und nicht zuletzt, er hat nicht nur eine große Klappe, sondern der macht richtig guten Wein, von seinen Trah Lah Lah werde ich mir was in den Keller legen genau so wie von seinem O’Syrah. Ich freue mich darauf irgendwann seine anderen Weine verkosten zu dürfen.

So eine Person fehlt uns in deutschsprachigen Szene der Weinblogger, da kann man den Franzosen nur gratulieren!!
Wer ihm über die sozialen Netzwerke folgen will, kann dies via Blog, Facebook, Twitter und Youtube tun.
Ach so, in das Blog Love that Languedoc Wine sollte man vielleicht auch mal reinlesen

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Konferenzraum – European wine bloggers conference Vienna 2010

Konferenzraum, originally uploaded by Winzerblog.

Die Konferenzräume sind wirklich vom allerfeinsten, die Orangerie im Schloss Schönbrunn ist wirklich fantastisch und Perfekt für eine Konferenz dieser Größe.
Es sind ja annähernd 200 Weinblogger anwesend, eine stolze Zahl bedenkt man wie exotisch das Bloggen zum Thema Wein noch war bis vor wenigen Jahren.
Das hat sich grundlegend geändert, Blogs und Twitter sind Kommunikationskanäle geworden die bedient werden müssen. Ich kenne 2 Weinblogger die sich nicht mehr als solche bezeichnen, sie nennen sich Weinschreiber weil sie inzwischen ihren Lebensunterhalt mit der Schreiberei über Wein verdienen.

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