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Weinrallye

10 gute Gründe Müller-Thurgau zu trinken

Heute findet die Weinrallye bei Cucina Casalinga statt zum wunderbaren Thema Müller Thurgau. Ich werde mich später mit dem kleinsten Weinblog Deutschlands 25cl beteiligen und vielleicht, vorausgesetzt die heutige Abfüllerei auf dem Weingut klappt wie geplant auch mit meiner Facebookseite „Wein trinken an schönen Orten„. Mal sehen, auf alle Fälle freue ich mich das die Weinrallye wieder startet und wünsche allen Beteiligten als Autor und Leser viel Spass!

10 Gründe mal wieder einen Müller Thurgau zu trinken

  1. Für alle Magengeplagten Menschen kann der Müller-Thurgau eine schöne magenschonende Alternative sein
  2. Durch seine Aromen und seine Eleganz steht diese Rebsorte in der gleichen Reihe wie Scheurebe oder Sauvignon blanc, also ist der Müller-Thurgau Topmodern!!
  3. Ich ganz persönlich liebe die Geschichte wie der Müller Thurgau erstmals nach Deutschland kam! In der Geschichte spielt meine Heimat der Bodensee eine wichtige Rolle, vielleicht finde ich noch die entsprechenden Links damit ihr alles nachlesen könnt 🙂
  4. Es gibt nur wenige Weine die die Region, die Böden und die Menschen so deutlich und unterschiedlich schmeckbar machen wie ein Müller-Thurgau. Seine Vielfalt ist gewaltig und meiner Meinung nach der des Riesling deutlich überlegen
  5. Die schönsten Müller-Thurgau kommen vom Bodensee, das ist so und bleibt und wird immer so sein!! Also ein guter Grund wieder einmal dort hin zu fahren, wer einen guten Winzertip sucht oder mit mir Kaffee trinken mag ist herzlich willkommen mich zu kontaktieren, denn ab und zu bin ich auch in meiner Heiamt anzutreffen.
  6. Der Müller-Thurgau ist ein Allrounder der sich fast problemlos zu jeder Art von Speisen gesellt. Wurst, Fisch, Fleisch, oder Gemüse, es ist egal, der Müller Thurgau passt immer.
  7. Der Müller Thurgau ist völlig zu unrecht in der Schmuddelecke. Durch intensive aldisierung und breitflächig angelegter Missbrauch vorneh,lich durch Genossenschaften wurde diese Rebsorte geprügelt und die Geschmacksnerven vieler Konsumenten für immer Müller-Thurgau untauglich gemacht. Die Gene des Müller sind schuld daran, selbt bei hohen Erträgen liefert er noch brauchbare und ordentlich Qualitäten!
  8. Kellerwirtschaftlich macht diese Rebsorte einfach Spass, das spielen mit Säurewerten, Restzucker und den verschiedenen Vinifizierungsvarianten garantieren den Kellermeistern maximalen Spass und Erfahrungsgewinn
  9. Die Alterungsfähigkeit dieser Rebsorte kann überraschend sein. Ich habe durchaus wunderbare frische und jung gebliebene Müller aus den 60er und 70er Jahren verkostet, aber grundsätzlich ist diese Sorte schon eher für den schnellen Genuss geeignet
  10. Das Repertoire dieser Rebsorte ist beachtlich. Egal ob Trockenbeerenauslese, Sekt, Spätlesen oder feine Kabinettweine, diese Rebsorte beherrscht alle Varianten der Qualitätspyramide. Lediglich ganz unten, wenn er zum einfach Saufwein verkommt, nur in dieser Klasse macht er keinen Spass. Aber wer so was kauft, dem ist der Geschmack in der Regel eh abhanden gekommen

Mein Wein zur Weinrallye #49 kommt aus dem eigenen Stall:

2009er Heidelberger Dormenacker
Rivaner trocken
Weingut Clauer, Heidelberg

Fruchtige, schier gar blumige Aromen, deutlich die für den Müller so typische Muskatnote. Ich ganz persönlich liebe den Rivaner wenn er seine Aromatik so kristallklar zeigt wie bei diesem Wein. Die Farbe ist blaß grün und zeigt noch keinerlei Alterungsspuren, warum auch, der Wein ist jung mit Jahrgang 2009! Der Geschmack ist kräftig, intensiv und lange anahltend, auch hier kommt wieder diese eindeutige saubere Muskatnote zum Vorschein. Ich selber trinke diesen Wein gerne und oft, denn er ist bekömmlich und leicht, man darf schon mal ein Vierteleglas mehr trinken ohne gleich Angst haben zu müssen am nächsten Morgen einen dicken Kopf zu haben!

fotos folgen später.

Infos zur Weinrallye finden sich hier im Winzerblog und wer selber einmal eine Weinrallye ausrichten möchte findet alle nötigen Infos auf unserer neuen und nicht ganz fertigen Community Seite bei Mixxt.

 

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Die neue Weinrallye

Zugegeben, wenn die Weinrallye ins stocken gerät ist es meist ein Problem von mir selber, also habe ich einmal für mich festgestellt warum das so ist.

Ich bin in einige Projekte involviert die Phasenweise viel Aufmerksamkeit von mir abverlangen, da ist z.B. das Vinocamp Deutschland, das Projekt Genussblogs das ich gemeinsam mit Theo betreibe, dazu kommt das Weinforum für Winzer und Kellermeister welches  ich demnächst ebenfalls wieder neu starten möchte. Dann bin ab und zu ehrenamtlich tätig, und ja, es gibt auch im realen Leben sehr viele und sehr gute Gründe die dazu führen können das der Computer für viele Wochen und Monate kalt bleibt bzw. nur das wesentliche und wichtige erledigt wird. Daneben habe ich einen Beruf, der mich eigentlich mit Beginn der Weinernte im August/September bis zum Weihnachtsgeschäft voll in Anspruch nimmt. Das wird gerne vergessen, es wird übersehen von denen die im, in und mit dem Internet arbeiten, von denen die unmittelbar und sofort Antworten auf ihre Fragen erwarten, von denen die noch mehr kostenloses, kreatives Engagement erwarten um deren Projekte und Webseiten zu promoten.

Aus dem Zeitmangel heraus habe ich es gerne wenn ich mich auf ein Thema konzentrieren kann, es abarbeiten und mich dann für lange Zeit nicht mehr darum kümmern muß. Für die Weinrallye heißt das, mein Hauptproblem ist das ständige administrieren und das ständige erklären was und wie diese Weinrallye funktioniert. (In meinem Postfach sind derzeit 581 Emails mit Weinrallye getaggt)  Es gibt viele Blogs die nur zu gerne Gastgeber sein möchten, aber wie so oft, sie haben immer wieder nur die Verlinkung im Sinn und weigern sich beharrlich die Regeln komplett zu lesen. Darum habe ich mich nach kurzer Diskussion auf Facebook zu folgender Vorgehensweise entschlossen.

Es wird im laufe des März eine neue Community auf Mixxt geben die sich in Zukunft darum kümmert wer und wo die Weinrallye stattfindet. Den Vorschlag Mixxt zu nehmen fand ich gut, denn die meisten Weinblogger haben sich ja ohnehin schon die Mühe gemacht sich dort zu registrieren weil sie am Vinocamp teilnehmen. In so fern können sie sich dann mit einem einzigen weiteren Klick zur Weinrallye Community anmelden. Darum gilt, wer Gastgeber sein will oder sich via RSS und Email über Weinrallyeneuigkeiten auf dem laufenden halten will, wird dies in Zukunft bitte via Mixxt regeln und dort entsprechende Hinweise platzieren und finden.

Weitere Neuerungen sind:

  • Gastgeber bekommen einen Monat zugeteilt, in diesem Monat finden dann Ankündigung und Weinrallye statt. Es muß niemand mehr auf die Zusammenfassung der Vorgängerweinrallye warten
  • Die Weinrallye im Dezember entfällt, dem Beispiel der Biercommunity folgend gibt es ein Weinwichteln bei dem auschliesslich Autoren von Weinrallyeartikeln des abgelaufenen Jahres teilnehmen können
  • Es wird eine Weinrallye FAQ geben

Infos und ausführliche Erklärungen vor allem zu meinen Plänen im Dezember folgen noch.

Wenn wir uns nun alle ein klein wenig bemühen und vielleicht wenigstens versuchen herausragende Weinrallye Beiträge zu kommentieren und vielleicht sogar mit einem extra Hinweis oder Link honorieren wird das auch für viele Autoren wieder Ansporn sein sich Mühe zu geben und tolle Artikel zu schreiben.

Wenn das jetzt alles nicht funktioniert bin ich ratlos, es gibt nette Menschen die mir Hilfe angeboten haben wie Cucina Casalinga, dafür bedanke ich mich stellvertretend für alle anderen Angebote, aber jetzt versuchen wir es erst einmal so wie oben beschrieben.

Jetzt freue ich mich auf die nächste Weinrallye und auf die nächste Gastgeberin im März, Cucina Casalinga!

Ich werde euch dann im laufe der nächsten Wochen in die neue Weinrallye Community einladen und dort kann sich dann jeder als Gastgeber eintragen oder weitere Anregungen einbringen.

Bis dann, man liest sich oder noch besser, man sieht sich beim Vinocamp.

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Humagne Blanche

Um für die 47. Ausgabe der Weinrallye auch einen Wein aus der Schweiz einbringen zu können habe ich gestern für eine kleine Runde extra noch eine Spezialität aus der Schweiz auf den Tisch gestellt. Das muß sein, spricht man über Alemannien oder über den alemannischen Sprachraum dann gehört die Schweiz natürlich dazu!

Mein Wein zur Weinrallye #47 mit dem Thema Wein aus Allemannia, ausgerufen hier im Winzerblog

2009 Humagne Blanche || Chandra Kurt Collection || Wallis/Schweiz ||
Bezug über K & U Weinhalle € 24,80

Wir waren alle angetan von diesem Wein und das er vielseitig ist hat er auch beweisen. Zum einen war er Essensbegleiter von diversen Burgern, Pizzen und Sushi. Zu allem hat das bestens funktioniert, dieses autochthone schweizer Urgestein hat sich bestens zur modernen Fast Food Küche geschlagen.

Geschmacklich hat mich die Cremigkeit und Tiefe dieses Weines beeindruckt und vor allem die Tatsache das ihn alle am Tisch mochten. Da waren ausgesprochene Rotweintrinker dabei. Weintrinker die ihre ersten Erfahrungen sammeln und gerne zu Modern trocken bis halbtrocken greifen, es waren Kellermeister dabei, und Menschen die eigentlich immer und jederzeit Reisling bevorzugen. Sie alle mochten den Humagne blanche, was für mich persönlich viel mehr Wert ist als irgendwelche bescheuerten Punktebewertungen!

Wikipedia über Humagne Blanche:

Humagne Blanche ist eine autochthone weiße Rebsorte des Schweizer Kantons Wallis. Sie wurde schon im Jahre 1313 in Sion urkundlich als Vinum humanum und auch als Humagny erwähnt. Vermutungen, dass sie über die griechische Kolonie Massilia (dem heutigen Marseille) in die Schweiz gelangt sei, konnten zum teil belegt werden. JosĂ© Vouillamoz erkannte eine genetische Nähe der Sorte Humagne Blanche zum Colombaud, der mit der Vatersorte der Schweizer Rebsorte verwandt sei. Die Rebfläche beträgt 29,8 Hektar (Stand 2007, Quelle: Office fĂ©dĂ©ral de l’agriculture OFAG [1])

Den Weinen aus der Humagne Blanche schreibt man gesundheitsfördernde Eigenschaften zu. Er wurde bereits seit dem 12. Jahrhundert als belebender Krankenwein geschätzt und der Name Vinum humanum bezieht sich namentlich darauf.

Der goldgelbe und lange lagerfähige Wein besitzt ein duftiges Bouquet und im Geschmack erinnert er an Feuerstein. Die Sorte wird auch im Walliser Gletscherwein aus dem Val d’Anniviers südlich von Siders verwendet. Die ertragsschwache Humagne Blanche wird als eine der ältesten Schweizer Rebsorten beschrieben. Sie ist recht anfällig gegen den Echten Mehltau und die Rohfäule, so dass die ohnehin schwachen Erträge auch noch in der Menge sehr schwankend sind.

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Heute ist Weinrallye

In der Blogosphäre findet heute die 47. Weinrallye statt, diesmal zum Thema Wein aus Alemannia. Aufgerufen is tjeder der Lust hat etwas zu diesem Tehma zu schreiben, in einem Weinblog oder auf eienr Facebook page.

Ich bin gespannt was es gibt, wie viele Beiträge auflaufen, ich schätze das es eher eine eher kleine Weinrallye gibt weil ich einfach derzeit so weing Zeit online verbringe um die Werbetrommel hätte rühren zu können.

Wer kein Blog hat sich aber trotzdem gerne beteiligen möchte dem stelle ich gerne in Plätzchen hier auf dem Winzerblog zu Verfügung.

Erste Zusammenfassung heute Abend, bis dahin verweise ich auf den liveticker Genussblogs.net, Twittersuche, und die von Iris betreute Facebookseite.

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Weinrallye goes Facebook

Weil es einige Nachfragen zu kommenden Weinrallye gab hier nochmal kurz meine Gedanken was das mit der Weinrallye und Facebook soll.

Bisher fand die Weinrallye nur auf Weinblogs statt, es wurde auf einem Weinblog ein Thema ausgerufen und dann kamen je nach Thema und nach Aufwand des Gastgeberblogs zwischen 6 und 40 weitere Blogs dazu und stellen einen entsprechenden Artikel zum geforderten Thema online. Das funktioniert seit mehreren Jahren wunderbar.

Es ist aber auch Fakt das social media heute nicht mehr nur auf Blogs und Twitter reduziert werden kann wie vor 5 Jahren, viel hat sich getan auf Plattformen wie Facebook und ganz neu Google+. Das könne auch wir Weinblogger nicht mehr ignorieren und immer häufiger tauchen Diskussionen darüber auf wo denn nun die eigentlich Diskussion über einen Artikel statt findet. Für mein Gefühl hat Facebook bisher eher trennend zur Blogosphäre gewirkt als zusammenführend, zumindest wenn man es als ganzes betrachtet.

Interessant ist auch die Tatsache das für Blogs auch auch die Verlinkungen aus Facebook heraus zunehmend wichtiger werden und diese Links somit wieder zur stärkung der Blogs beitragen werden. Umgekehrt wollen die Facebook pages möglichst viele „Fans“ oder Abonennten ihrer Seite und freuen sich über jeden Besucher und Leser der von externen Plattformen zu ihnen kommt. Somit ist es doch naheliegend diese für beide Seiten gewinnende Situation zu nutzen indem wir die Weinrallye entsprechend ausweiten.

Ich erhoffe mir damit auch ein wenig mehr Produzenten für die Weinrallye zu gewinnen udn vor allem ein wenig Schwung in dieses Online Event zu bringen. Wichtig für alle Facebooker, nur Seiten können teilnehmen, keine Profile!!!

Wie erstelle ich nun einen Weinrallyebeitrag auf einer Facebookseite?

Ihr geht auf eure Seite deren Administrator ihr sein müßt. Um Links in euren Artikel einfügen zu können müßt ihr den Weinrallyeartikel als eine Notiz schreiben! Wem die Funktion Notizen vollkommen fremd ist hat 2 Möglichkeiten.

1. einfach den Artikel als Pinwandeintrag schreiben, beim abspeichern fragt dich Facebook ob du den Artikel als Notiz veröffentlichen möchtest weil er zu lang ist für die Pinwand.

2. Oder direkt die Funktion freischalten, rechts oben auf Seite bearbeitetn gehen klicken, dann auf der linken Spalte die Funktion Anwendungen anklicken und dann solltest du schon die Funktion Notizen sehen können. Du kannst nun direkt zu die Anwendung gehen um sie zu nutzen, oder auf „Einstellungen bearbeitetn“ klicken dann kannst du die Funktion Notizen zu deinem Reiter auf der Seite zufügen und findest diese Funktion in Zukunft direkt auf deiner Seite.

Links einfügen in den Notizen ist ebenfalls ganz einfach, ich bitte uch in eurem FAcebookartikel auf die Regeln der Weinrallye zu verlinken und auf den Artikel der erklärt worum es bei diesem Thema geht. Das sieht dann so aus Am einfachsten kopiert ihr den folgenden Absatz in eure Notiz:

Gastgeber der <a href=“http://winzerblog.de/weinrallye/“>Weinrallye</a> #47 ist das <a href=“http://winzerblog.de“>Winzerblog</a> mit dem Thema <a href=“http://winzerblog.de/weinrallye-47-wein-aus-alemannia-3412/“>Wein aus Alemannia</a>

Ich empfehle zukünftigen Gastgebern übrigens ebenfalls diese Links vorzubereiten und den Teilnehmern bereit zu stellen!

Ausführlich Infos zum erstellen und benutzen von Notizen auf Facebook findet ihr auf der dafür eingerichteten Hilfeseite von Facebook

Alles über die Weinrallye findet sich hier im Winzerblog in der Rubrik Weinrallye

Nochmal!! BITTE KEINE PROFILSEITEN SONDERN NUR FACEBOOK PAGES
Facebookpages sehen z.B. so aus und sind auch für jeden sichtbar der nicht auf Facebook eingeloggt ist Wein trinken an schönen Orten

Bitte informiert den Gastgeber darüber das und wo ihr einen ARtikel auf Facebook zur Weinrallye veröffentlicht habt. Am besten per Kommentar im Gastgeberblog wo das Thema bekannt gegeben wurde, oder per Email

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Weinrallye #47 || Wein aus Alemannia

Ich bin wieder einmal sehr spät dran, aber mit dem ausrufen dier Juli Weinrallye beginne ich endlich den Weinrallyestau aufzuarbeiten der sich inzwischen gebildet hat.

Mit der 47. Ausgabe der Weinrallye wähle ich bewußt ein leichtes Thema da ich mit dieser Weinrallye einmal Neuland betreten möchte.

Als Termin habe ich Sontag den 24. Juli festgelegt. Regeln zur Weinrallye findet ihr hier im Winzerblog.

Doch zunächst das Thema. Es ist ganz einfach. Aus meiner Verbundenheit zu meiner Heimat und die Tatsache das der alemannische Dialektsingsang bei mir Wohlgefhühle auslöst bitte ich euch über Weine zu schreiben deren Urspung das Stammesgebeit der Alemannen ist!
Was wäre das für ein prächtiges Land würde es heute noch tatsächlich politisch existieren? Aber tatsächlich existiert dieses Land nur in der Welt der Spache, als Sprachraum des alemannischen Dialektes! Weiter existieren die Alemannen in Geschichtsbüchern und in einigen Sprachen wie Französisch, türkisch oder italienisch wo für Deutsch nicht die Germanen Wortpate standen sondern die Alemannen. Denken wir doch nur an Frankreich, dort nennt man uns Allemagne 🙂 Darum lassen wir Alemannien zumindest virtuell für einige Tag aufleben und verkosten die Weine dieses wunderschönen Landstriches.
Hier eine Karte von Wikipedia um einmal grob das Gebiet einzugrenzen von wo der Wein kommen sollte.
, via Wikimedia Commons“]
Wie der Karte zu entnehmen ist, ist hier das Kernland aufgezeigt, Einfall- und Durchmarschgebiete der Allemannen wie z.b. das heutige Nordbaden werden hier nicht aufgezeigt sind aber zur Weinrallye selbstverständlich zugelassen. Die Weinbaugebiete, Baden, Württemberg, Elsaß, kompletter Bodensee, Voralber und eigentlich fast die komplette Schweiz sind zugealssen.
Aber, ich bin ja ein ein großzügiger Gastgeber darum darf alles teilnehmen solange sich irgendein Bezug zu Alemannien herstellen läßt.  So waren z.B. die Alemannen ein räuberisches Volk, darum darf auch das Bardolino und Valpolicella mitmachen. denn die Schlacht am Lacus Benacus zeigt das die Allemannen immer wieder auf Raubzug waren um jenseits ihrer Grenze zu plündern versuchten. So wurde Mainz 2 mal geplündert, selbst gallische Städte wie Reims wurden Opfer alemanischer Raubzüge. Ihr seht, es ist nicht schwer einen Bezug zu den benachbarten Weinbaugebeiten herzustellen.
Damit sollte das Thema klar sein.
Kommen wir zur Neuerung bei dieser Weinrallye. Zunächst als Versuch erlaube ich die Teilnahme von Facebookseiten an der Weinrallye #47, vorausgestzt es handelt sich um Seiten, bzw Pages wie es Facebook nennt!! Diese Pages sind frei zugänglich auch für diejenigen die nicht Mitglied bei Facebook sind. Diese Pages können in Form von Notizen verlinken und Bilder einfügen, in so fern erfüllen sie eigentlich alles was für eine Weinrallye wichtig ist.

Längst sind Facebook und in kürze wohl auch Google+ aus unserer social media Welt nicht mehr wegzudenken. Viele Unternehmen, Winzer und Weinfreunde stellen dort ihre Inhalte ein und verzichten auf Blogs. Facebook und Google sind aus der virtuellen Welt nicht mehr wegzudenken darum möchte ich versuchen diese Systeme in die Weinrallye zumindest als Teilnehmer einzubinden. Probieren wir es einmal, ich selber habe eine eher bescheidene Präsenz auf Facebook somit erwarte ich auch eher wenige Teilnehmer aus dieser Ecke, gerade richtig für einen ersten Versuch.

Schnellinfo zur Weinrallye #47:

Termin 24. Juli 2011 || Schweiz, Baden, Württemberg, Elsass, Vorarlberg und alles weitere was mit Alemannen in Verbindung gebracht werden kann

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Brot- und Butterweine von Thul & Janß

Ich bin ganz arg im Vinocamp Fieber und kann derzeit eigentlich gar nicht meine Weinblogs richtig mit Inhalten füllen! Darum heute nur einen Schnelleintrag über zwei wunderbare Weine die ich heute zum Mittagessen aufgemacht habe um wenigstens diese Weinrallye #46 nicht zu verpassen die dieses Mal vom Weinreich Blog ausgerichtet wird. Das Thema lautet Brot- und Buttwerweine.

Man möge mir verzeihen das ich derzeit die Weinrallyes so wenig und schlecht unterstütze aber das wird wieder besser!!

Die zwei von mir hier vorgestellten Kandidaten sind zwar wahrlich keine Butterweine in dem Sinne das sie einfach oder gewöhnlich sind, aber ich habe sie zum Butterbrot genossen, ich denke das qualifiziert sie für diese Weinrallye.

Weingut Thul Riesling Spätlese und Weingut Janß Spätburgunder trocken

Weingut Thul Riesling Spätlese und Weingut Janß Spätburgunder trocken

Mein erster Wein:
2008er Riesling Spätlese
Detzemer Maximiner Klosterlay
Weingut Thul
Facebook | Twitter

Der Wein präsentiert sich saftig und schmelzig, mit köstlich „harmonisch“ eingebundener Restsüße die dem Wein Charakter, Potential und Würde geben. Die ersten Zeichen von Reife sind in der Aromatik deutlich wahrnehmbar und unterstützen die apfligen Aromen beim Flug in die Nasenflügel.
Die Farbe ist ung und frisch, eher blassgelb als blassgold, auch da zeigt sich das der Wein noch ein paar Jahre zu gehen hat
Schade das ich nichts mehr davon habe. Der Wein ist definitiv noch nicht auf seinem Höhepunkt angekommen, da muß er sich noch ein wenig gedulden.

Mein zweiter Wein
2009er Spätburgunder trocken
Weingut Janß Rheinterrassenhof
Web | Twitter | Facebook | Flickr
Fassprobe

Als ersten freut man sich über die granatrote Farbe die einem schon beim einschenken Lust auf das trinken macht. Der Spätburgunder präsentiert sich fein, weich und würzig mild am Gaumen, wenig Ecken und Kanten eher schlank als mollig ab doch kraftvoll und stoffig. Es mach Spass solch einen Burgunder zu trinken, ich finde ja Burgunsder sind weiblich und der hier vom Weingut Janß ist ein Vollweib, er bringt alles mit was man sich nur wünschen kann, üppige Rundungen, feine Aromatik, tolles Aussehen und nachhaltig beeindruckend.
Rheinhessen Pinot at its best!
Bin gespannt wann der Wein in den Verkauf kommt? Vermutlioch nie, er wird ihn selber trinken.

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Mas des Boislauzon

Mein Beitrag zur 44. Ausgabe der Weinrallye ausgerufen vom Weinblog Origianlverkorkt! Weinblogger sind aufgerufen Weine passend zum Thema „Die RhĂ´ne – der Fluß, der Wein, die Winzer“ zu schreiben. Infos darüber was eine Weinrallye ist wie sie funktioniert finden sich hier im Winzerblog auf der speziell dafür eingerichteten Weinrallye Seite.

Ich bin ja wahrlich kein Kenner der französischen Weinszene, aber wenn ich ein Kenner französischer Weine sein könnte, dann wünschte ich mir ein Kenner der Region Cote du RhĂ´ne zu sein. Es wäre wohl auch die Region Frankreichs, die ich liebend gerne bereisen würde und dies auch ganz bestimmt irgendwann tue.

Ich gönne mir heute 2 Weine und vertraue voll und ganz der Empfehlung meines Weinfachhändlers, ein Rotwein von höchstem Niveau und ein RosĂ© der einfachsten Kategorie über den man im kleinsten Weinblog Deutschlands bei 25cl.de nachlesen kann ich den Mantel des Schweigens hülle.
Mas de Boislauzon
Der Wein: Mas des Boislauzon, Chateauneuf-du-Pape 2005

Aroma: Würzige kraftvolle Noten, Rauchtöne, Blockschockolade und Zimt

Geschmack: Komplex, vielschichtig, druckvoll und intensiv am Gaumen. voluminös und mundfüllend, alle Geschmacksnerven werden gleichzeitig angeregt, eine wirklich intensive Geschmakserfahrung. Die Tannine sind kräftig aber wohlstrukturiert und nich tagressiv.

Der Wein wirkt jung, seine Farbe ist leuchtend kräftig rubinrot, ohne jegwelche Anzeichen von Alters- oder Reifetönen. Da ist Potential für viele Jahre.

Ein wirklich toller Wein der mich trotz seiner Jugend begeistert!

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Prädikat hervorragend für 2 x Riesling Spätlese von der Mosel

Eigentlich führen Prädikatsweine mehr und mehr ein Schattendasein, die deutsche Weinwirtschaft und der Gesetzgeber kümmert sich lieber um Buchdicke Hygieneverordnungen und sonstige Verkomplizierungen des Weingesetzes als um die Pflege des Prädikatsystemes.  Solche Begriffe wie Kabinett und Spätlese die beinahe jeder Weintrinker kennt werden vernachlässigt statt das man sich um sie kümmert und durch Anpassungen an die heutigen Bedürfnisse in die heutige Zeit überführt. Kabinett, Spätlesen und Auslesen sind Begriffe die dem Verbraucher eigentlich klare Botschaften vermitteln, aber die Zeichen der Zeit sind andere. Genau genommen werden Spätlesequalitäten längst auf Literflaschen gezogen, Prädikate werden eher nach Produktionsaufwand vergeben denn nach natürlichen Begebenheiten.

Ich finde das schade, denn es wird nie mehr gelingen solche Begriffe zu etablieren, alle bisherigen Versuche scheiterten kläglich, Classic und Selection sind Beispiele dafür! Wollen wir wirklich Sternchen **** und Pluszeichen +++ oder gar eine Reihe von rrrrr als Qulitätsangabe auf unseren Etiketten? Jeder wie er mag und lustig ist? Ich finde wirklich das es höchste Zeit ist das die deutsche Weinwirtschaft sich der Prädikate erinnert und den Staub der 70er Jahre wegwischt und das Prädikatssystem überarbeitet.

Um so schöner das sich die Weinblogger diesem Thema einmal annehmen und die 43. Ausgabe der Weinrallye der Riesling Spätlese widmen. Gastgeber Ralf Kaiser vom Weinblog Weinkaiser hat die Weinblogs aufgerufen sich mit Beiträgen dem Thema Riesling Spätlese zu widmen.

Alle, die teilnehmen möchten, sind aufgerufen, einen Artikel zu schreiben, der in irgend einer Weise mit dem Thema Riesling Spätlese in Verbindung steht. Das kann einfach die Vorstellung und/oder Verkostung eines Weines sein, gerne aber auch Erlebnisberichte oder grundsätzlichere Überlegungen.

Zwei badische Spätlesen von Andreas Laible und vom Badischen Winzerkeller habe ich bereits in meinem kleinem 25cl Blog vorgestellt, hier folgen nun zwei Klassiker von der Mosel.

Der Wein:
2009
Graacher Domprobst
Riesling Spätlese
Weingut Markus Molitor
Mosel

Graacher Domprobst Riesling Spätlese Weingut Markus Molitor

Farbe:
Hellgrün mit goldenen Reflexen, also Hellgründgold
Aroma:
Ein reicher intensiver Blumenstrauß von Düften entfaltet sich, vollreifes bis überreifes Obst wie Apfel und Ananas, vielschichtig, tief und ein wenig difus weil sehr vielfältig. Mit zunehmender Standzeit gewinnt das Aroma an Opulenz und wird eindeutiger und damit fruchtiger.

Geschmack:
2Geschmeidig und weich, mild und fruchtbetont. Ewig langer Nachhall, mittellanger Abgang, verhaltenes Süße-Säurespiel. Konzentiert und kompakt mit feinem Schmelz.

Fazit: Eine tolle Riesling Spätlese vollgepackt mit den so schönen intensiven typischen Moselaromen. Was mich irritiert, der Wein wird als trocken angeboten und beschrieben, auf dem Rückenetikett steht „trocken schmeckend“ und auf der Weingut eigenen Weinbeschreibung spricht man von „sensorisch trocken“. Ich kann das leider nicht nachvollziehen, als trocken würde ich diesen wunderbaren Wein allerdings nicht bezeichnen.

Mein zweiter Wein kommt ebenfalls von einem Weingut mit großen Namen!

2007
Wehlener Sonnenuhr
Riesling Spätlese
Weingut S.A. Prüm
Mosel

Farbe:
Gelbgold

Aroma:
Gemisch aus Honignoten und Petrolton wobei dieser deutlich dominatner ist. Mit mehr Zeit und Luft gewinnen die Frucht- und Honignoten deutlich an Gewicht, jetzt ist sie da dieses sagenhafte Gemsich aus Petrolnote und Fruchtaromatik.

Geschmack:
Lebendiges Säurespiel auf der Zunge, wunderschön eingebundene Süße die die opulente Fruchtigkeit des Weines unterstreicht oder vielmehr betont.

Fazit:
Feiner Riesling der die Fruchtigkeit und Leichtigkeit mitbringt die wir so lieben an den Reislingen von der Mosel. Irgendwie kann man davon nie genug bekommen.

Links zum Thema:

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…. wohin fährt die Weinrallye?

Es wird wieder einmal Zeit die Weinrallye erneut zur Diskussion zu stellen. Zum einen läuft gerade eine Weinrallye im Blog Weinkaiser mit dem grandiosen Thema Riesling Spätlese. Das könnte eine riesige Weinrallye werden, denn kaum ein Weinfreund der nicht etwas zu diesem Thema beitragen könnte. Aber, nach diesem Thema geht es dann wohl erst wieder im Mai weiter?

Sollte also seitens der Weinblogosphäre Interesse bestehen das die Weinrallye weiterläuft dann bitte ich darum sich als Gastgeber zu melden!! Die derzeitige Termin- und Gastgebersituation könnt ihr aktuell immer hier im Winzerblog auf der speziell dafür eingerichteten Seite „Weinrallye Termine“ einsehen.

Der Kreis der Teilnehmer und vor allem Gastgeber hat sich letztes Jahr extrem ausgeweitet, schade nur das viele der neuen Gastgeber es dabei beliessen und sich selbst nur selten oder gar nicht an anderen Weinrallyes beteiligten. Es ist klar, als Einbahnstraße kann und wird das Prinzip der Weinrallye nicht funktionieren. Darum will ich einfach einmal verbunden mit der Bitte sich als Gastgeber zu melden, den Versuch einer Diskussion starten wie und ob es mit der Weinrallye weitergehen könnte.  Wir waren an diesem Punkt schon letztes Jahr, ihr erinnert euch? Wie könnte man dieses schöne Webevent wieder beleben und mit frischer Vitalität für die nahe Zukunft fit machen? Einige Gedanken dazu.

  • Sollten wir uns anderen sozialen Communites und Medien wie Facebook Fanseiten, Flickr und Youtube öffnen?
  • Ist der monatliche Rhytmus nicht zu engmaschig?
  • Wie kurz können Beiträge eigentlich sein? Würde eine einfache kleine Verkostungsnotiz oder gar eine Bilderserie z.B. auf Flickr genügen?
  • Wäre es denkbar das die bloggenden Weingüter einmal einen Wein als Weinrallyewein verschicken? Oder eine Live Weinrallye auf dem Vinocamp veranstalten?
  • Muß es immer nur um Wein gehen? Wenn z.B. das Thema Toskana ausgerufen wird wäre es nicht toll z.B. die Food- und Reiseblogger zu bitten sich mit ihrem Themenspektrum einzubringen? Könnte denn auch die ProWein ein Weinrallyethema sein?
  • Nichts ändern, Augen zu und durch. Einfach weitermachen?
  • diese Liste erweitere ich gerne, Vorschläge bitte direkt in die Kommentare!

Na ja, für mich ist jedenfalls klar, wer sich selbst nie an einer Weinrallye beteiligt, sollte nicht erwarten das andere große Anstrengungen unternehmen wenn er selber Gastgeber ist. Auch das Winzerblog wird in Zukunft bei Weinrallyes die nach Einbahnstrasse aussehen nicht mehr mitmachen.

Jetzt bin ich gespannt ob es Kommentare gibt und in welche Richtung es geht, ich bin offen für alles habe auch kein Problem wenn wir abschalten.

Übrigens, – eine Anmerkung noch. Das Vorbild der Weinrallye der Wine Blogging Wednesday hat nach langer Pause jüngst wieder seine Aktivität aufgenommen, weil allen etwas gefehlt hat. Liest man nach ist es die Nachhaltigkeit der Artikel auf Blogs im Gegensatz zu Twitter und Facebook,  der Spass, die Chance neue Schreiber (ich schreibe jetzt mal bewußt nicht Blogger) und Weine  kennen zu lernen und natürlich nicht zu vergessen linklove!

Müssen wir vielleicht auch erst eine lange Pause machen um sehen was uns dann fehlt?

update: ich habe 2 3 Termine eingetragen

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PIWIS?!

Die aktuelle Weinrallye ausgerufen vom Fabio Weinblog bietet mir wieder einmal Gelegenheit sich einem alten Thema zu widmen welches immer wieder einmal in meinem Alltag auftaucht und damit auch hier im Winzerblog seinen Niederschlag findet. PIWIS lautet das Thema der 42. Ausgabe der Weinrallye. Ein tolles, aber auch sehr mutiges und schweres Thema für eine weinrallye, denn die Beschaffung von PIWIS dürfte für viele ein Problem sein. Ich hoffe dennoch das sich einige Teilnehmer einfinden und zu du diesem Thema etwas beisteuern können.

Bereits als junger Mann habe ich die damals diese noch namenlosen Sorten Johanniter und Staufer von ihrer Kellerwirtschaftlichen und vor allem Verkaufsseite her kennen lernen dürfen. Kellerwirtschaftlich ist da nicht viel zu sagen, ich wüßte nichts Auffälliges oder Besonderes zu berichten bei diesen beiden Weines, lediglich das die Jungfernweine extrem neutral und extraktarm waren, aber das ist bei ersten Ernten oft der Fall.

Auffällig war vor 20 Jahren bereits die Problematik im Weinverkauf, wobei die Weine nur Nummern trugen, Sortennamen gab es ja noch keine. Ich habe zu der Zeit viele Weinproben abgehalten, ich habe mir damit mein Urlaubsgeld Geld nebenher verdient und mich mit großer Freude auf diese Neuen Sorten gestürzt. Damit konnte ich das Thema Interspezifische Rebsorten in die Weinprobe einbringen und den Menschen diese Weine schmackhaft machen! Was war ich begeistert, ich sah schon die Weinbaurevolution kommen!

Inzwischen bin ich mir sicher sie zumindest bezüglich Intersezifischen Rebsorten nicht mehr zu erleben.

Warum? Meine Informationen über die Weine und vor allem über ihre Entstehung und ihre Behandlung provozierten natürlich bohrende Fragen wie diese:

Sind die anderen Weine dann giftig?

Diese Schlussfolgerung ist menschlich und normal, aber sie zwang und zwingt jeden bis zum heutigen Tage in eine Diskussion die dem anlass der Weinprobe nicht immer gerecht wird. Es ist ja nicht so das man da etwas zu verbergen hätte oder es etwas zu verstecken gäbe, ganz im Gegenteil! Ich bin schon immer ein Anhänger völliger Transparenz gewesen, aber das Thema Bio und nicht Bio wird von vielen Menschen völlig spassbefreit diskutiert. Darauf habe ich bei einer Weinprobe die ja auch dem Moderator Spass machen einfach keine Lust.

Wenngleich ich nicht verschweigen will, seit dieser Zeit, seit diesen Weinproben ist mir persönlich klar das dieses Thema die Menschen interssiert. Seit dieser Zeit interessiere ich mich für Ökoölogischen Landbau und das tut es bis zum heutigen Tage, auch wenn sich mir aus Arbeitssicht niemals die Chance bot in diesem Bereich zu arbeiten. Damals war Öko und Bio noch an Bilder strickender Männer, Jesusschlappen tragender langbärtiger Müsliliebender Ökofreaks, barbusig in aller Öffentlichkeit stillender Muttis gebunden. Seit diesen Zeiten also verkoste ich diese Rebsorten und bin immer wieder begeistert und gleichzeitig ernüchtert ob der hohen Kunst der Rebenzüchtung. Der Winzerblogartikel Mit PIWIS in die Zukunft macht wohl am besten deutlich was ich meine.

Mein Langzeitfavorit den ich bis heute kaum zu kaufen finde ist die Rebsorte Cabernet Jura, bei den weißen bin ich noch immer bei dem Klassiker Johanniter! Neu hinzugkommen ist der Cabernet blanc eine extrem aromatische und damit ultramoderne Rebsorte die wohl derzeit ideal in unsere Weinlandschaft passt. Ich könnte mir vorstellen das diese Sorte erfolgreich sein könnte, denn neben dem Geschmack passt auch der Name! Die Namen die in manchen Instituten den neuen Rebsorten gegeben werden sorgen bisweilen ja auch dafür das eine Rebsorte Marktuntauglich ist.

Regent, bisher die erfolgreichste PIWI Rebsorte ist meine Rebsorte für diese Weinrallye!

Regent ist eine Rebsorte von der ich niemals gedacht hätte das sie es in den Weinkeller deutscher Winzer schaffen würde. Ich wurde eines besseren belehrt, wenngleich der Anbau in schwierigen Jahren problematisch ist, geniesst der Regent doch vor allem bei deutschen Genossenschaftswinzern hohe Popularität. Ich glaube allerdings das weitaus mehr produziert wird als reinsortig dann die Keller verlässt. Der größere Mengenanteil wird in diversen CuvĂ©es verarbeitet. Der Regent war vor allem in den Anfangsjahren kellerwirtschaftlich eine sehr spannende Sorte, denn ab und zu neigt sich sein Geschmacksbild dem Foxton entgegen und das will keiner! Ich habe das Gefühl diese Geschmacksausprägung wäre inzwischen  selten geworden.

Mein Wein zur Weinrallye:

Weinrallye #42 2009 Rheinhessen Regent Qualitätswein halbtrocken von der Peter Mertes KG
Farbe: Intensiv rubinrot leuchtend, klar und sauber, keinerlei lila oder braune Farbnuancen
Aroma: Mir gefällt die Aromatik wirklich gut, denn ich rieche Krische! Das passt eigentlich nicht zum Regent?
Geschmack: Kein Riese, aber wohlgefällg, halbtrocken und damit gewollt kugelrund, ein astreiner und gut gemachter unkomplizierter Konsumwein.
Gekauft: Bei Lidl für 0,79 Euro/0,25l. Für mich ein unterirdischer Preis, andererseits hochgerechnet auf den Liter wohl gar nicht schlecht für ein Discountprodukt!
Flasche: Schraube, Vorder- und Rückeetikett, sauber etikettiert. Auf dem Rückenetikett findet sich ein Hinweis das das ein Institut den Wein für Lidl geprüft hätte, leider ohne weitere Angaben auf was geprüft wurde, das hätte mich dann doch interessiert.

Links zum Thema:

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Wenn das der Bacchus wüßte …

Gastgeber für die 41. Ausgabe der Weinrallye ist Bernhard Fiedler von Österreichs Kultweinblog Nr. 1, Bernhard Fiedlers We(in)blog. Aufgefordert sind Weinblogger über ihre Erfahrungen mit Sandwichweinen zu berichten, also Weine die mindestens 2 Jahre alt, jedoch nicht älter als 5 Jahre alt sind.

Mein Wein zur Weinrallye:
2006er Markgraf von Baden, Bacchus trocken
Zugegeben, ein Baccus in Basisqualität ist jetzt sicherlich nicht der Wein für lange Lagerperioden. Aber 2006 geerntet, dann 2007 2006 (sehe gerade die AP Nummer) abgefüllt und im Sommer 2008 von mir auf der Birnau für nicht gerade billiges Geld gekauft sollte man erwarten können das der Wein nach gut 2 Jahren bei mir Keller noch ein gewisses Minimum an Leben in sich trägt?
Tut er aber nicht!

Das finde ich sehr schade, denn das sich das Markgräflich Badische Haus selbst höchsten Ansprüchen stellt macht der Slogan auf dem Rückenetikett deutlich?

Die Weine des Markgrafen von Baden, traditionell hohen Ansprüchen verpflichtet

Nun ja, in diesem Falle hat es nicht geklappt, auch wenn ich die Rebsorte Bacchus und vor allem den eher bescheidenen Jahrgang 2006 in mein Kalkül einbeziehe finde ich schon das ein Qualitätswein 5 Jahre zumindest trinkbar sein sollte! Oder ist dieser Anspruch etwa überzogen?

Bacchus trocken

Von der dem Bacchus sonst so eigenen Eleganz existiert leider nichts mehr, der Wein ist völlig durchoxidiert! Als Altweinfreak vermag ich ja in dem hochfarbigen Gold tatsächlich positive Attribute zu sehen, aber der Jahrgang 2006 ist dafür noch nicht alt genug! Das diese zugegeben manchmal schwere und extrem irrsinnige Verspieltheit eines Bacchus vom Bodensee nur noch als ein schöner sanfter Druck auf der Zunge wahrzunehmen ist, ist mir ehrlich gesagt zu wenig.

Manchmal verabscheue ich das „modern winemaking“ denn ich glaube es ist schuld daran das sich Weinfreunde immer öfter mit nichtssagenden viel zu früh gealterten oder besser gesagt vergreisten Flüssigkeiten auseinandersetzen müssen!

Marcus Aurelius from de.wikipedia.org [GFDL (&lt;a bitly="BITLY_PROCESSED" href=Ich habe vor vielen Jahren einmal gelernt das 2-5 Jahre eigentlich das beste Alter für einen normalen Wein wäre und ich habe tausende Flaschen verkostet die genau das bestätigen. Unzähligen Kunden erzähle ich seit 20 Jahren das ein ganz normaler Qualitätswein durchaus 5 Jahre lagerfähig ist und man sich durchaus Zeit lassen kann mit dem Genuss der Weine. Aber die Zeiten ändern sich und was einmal war hat eben keine Gültigkeit mehr. Wenn das der Bacchus wüßte wäre er gar nicht zufrieden mit uns Winzern und Kellermeistern, er wäre vermutlich ernsthaft erzürnt und würde uns so lange mit schlechten Jahrgängen bestrafen bis wir diese „gekühlte, schnelle, uniformierende moderne weinmacherei“ wieder ad acta legen.

Schade, aber auch ich muß mich wohl daran gewöhnen solche Weine schneller zu trinken und nur noch jene Weine zu lagern die ich kenne bzw beim Produzenten verkostet habe.

Und jetzt gehe ich den Keller und hole mir einen dieser sagenhaft frischen, unglaublich spritzigen und quitschlebendigen, ultramodern und gezügelt vergorenen, sagenhaft kristallklaren aromatischen 2009er Kirchberger Schlossberg Müller-Thurgau trocken vom Weingut Markgraf von Baden und entschädige mich damit für den kleinen 2006er Bacchus Ausrutscher.

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Weinrallye #40 – Autochthone Sorten und Weinrallye #41 – Sandwich-Weine

Bernhard Fiedlers We(in)blog hat freundlicherweise kurzfristig die Weinrallye #41 übernommen nachdem der ursprüngliche Gastgeber es offensichtlich vorzog die Weinrallye doch nicht auzurichten.
Bernhard Fiedler fordert uns auf, am 28. Januar 2011 über  Weine zu schreiben die mindestens 2 Jahre, aber nicht älter als 5 Jahre sind.  Weine also zwischen Jugendcharme und noblem Alter, darum Sandwich-Wein!

Wie schmecken solche “Sandwich-Weine” zwischen unbändigem Jugendcharme und der noblen Größe des Alters? Welche Sorten und/oder Weinstile präsentieren sich in dieser Entwicklungsphase besonders schön? Und welche weniger?

Ein wunderschönes Thema welches hier aufgerufen ist, ich bin sicher das es kein Problem sein sollte die entsprechenden Weine zu besorgen.

Dazu ist im Blog Hausmannskost wie immer pünktlich und ausführlich die Zusammenfassung einer der meiner Meinung nach spannendsten Weinrallyes nachzulesen! An Wolfhos hier noch einmal ein herzliches Dankeschön für eine tolle Gastgeberschaft der Weinrallye #40 und ich hoffe er ist in Zukunft wieder einmal dabei!? Das Blog Hausmannskost ist bezüglich Themenauswahl zur Weinrallye einer unserer mutigster Gastgeber!

Weinrallye #41

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Touriga Nacional – ein stolzer Rotwein

Das Blog Hausmannskost hat die Weinblogger aufgefordert sich bei der 40. Ausgabe der Weinrallye einmal den authochthonen Rebsorten zu widmen. Nun schwirren und wirren viele Definitionen durch das Internet was denn autochthon bedeutet, daran will ich mich gar nicht beteiligen und verweise in diesem Zusammenhang auf die Weinsuchmaschine ablegrape. Ebenfalls gut gefällt mir die englischsprachige Definition von Massimo Castellani auf der Webseite Florence Wine.

A NATIVE plant is a species permanently linked to its territory. The term AUTOCHTHON, from the Greek, also refers to a species permanently linked to its territory—auto means the same and chthon, land—therefore, originating in the same place where it lives.

Von meinen 3 autochthonen Weinen schicke ich heute nur einen in das Rennen, der Gutedel aus dem Markgräflerland und ein Wein aus der Schweiz müssen noch warten um bei anderer Gelegenheit verköstigt und getrunken zu werden, ich widme diesen Artikel der portugiesischenautochthonen Rebsorte Touriga Nacional.

Erstmals und ganz bewußt bin ich dieser Rebsorte 2010 in Lissabonn bei einer Weinprobe der Douro Boys begegnet. Eine grandiose Weinverkostung die auch, bzw vor allen Dingen wegen ihrer herausragenden Rotweinqualitäten alle anwesenden Konferenzteilnehmer in ihren Bann gezogen hat.

Aber, es waren nicht nur die Weine die beeindruckten, es war auch die Art und Weise wie uns unter anderem Portugals autochthone Rebsorte Touriga Nacional näher gebracht und erklärt wurde. Die Portugiesischen Kellermeister und Winzer sehen in dieser Sorte großes Potential und die Chance sich mit dem Touriga Nacional von anderen Weinnationan abzuheben. Portugal produziert große Weine, mit dem Turiga produzieren sie eben auch einen Wein der unverwechselbar, untrennbar mit Portugal verbunden ist. Zu Recht sind die portugisischen Weinproduzenten stolz auf diese Sorte und es war faszinierend mit welcher Begeisterung sie sich dafür einsetzen.

Tinto 2006 || Passagem || Quinta de la Rosa & poira || Douro || Portugal || Touriga Nacional
Passagem
Konzentrierter, kompakter dichter Rotwein. Mit 14 %Vol mächtig und wuchtig dabei aber nicht alkohollastig, schön gereifte Tannine aber trotzdem noch viel Potential für weitere Flaschenreife. Der Duft des Weines erinnert an Heu oder Kräuter, je mehr ich ihn rieche muß ich an getrocknete Blumen denken.Wunderschön und aussergewöhnlich! Diese würzigen Komponenten in Geschmack und Aroma machen den Wein für mich ungewöhnlich und besonders.

Eine vollmundige, intensive, facettenreiche Weinbegegnung die ich gerne wiederholen möchte!

Weblinks Touriga Nacional:

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Weinrallye #40 – Autochthone Rebsorten

authochthone-sorten-weinrallye-_40.gifDemnächst startet die 40. Ausgabe der Weinrallye zum Thema Autochthone Rebsorten.
Im Blog des Gastgebers Hausmannkost heißt es dazu:

1. Teilnehmen können Weine aus Rebsorten, die in einer Region eine lange, prägende Tradition haben. Der Moselriesling gehört also ebenso dazu, wie der Frankensylvaner oder der Toscana-Sangiovese.

2. Erwünscht wären aber kleine, alte oder ungewöhnliche Sorten mit starkem regionalen Bezug, wie Elbling, Tauberschwarzrebe, violetter Gutedel, Ribolla Gialla oder der Lagrein. Eine gute Liste gibt es hier oder hier.

3. Schön wäre ferner eine kurze Begründung für Eure Wahl, also wie die Rebsorte historisch in der Landschaft verwuzelt ist und woher Ihr Eure Informationen bezogen habt.

Weitere Infos zur Weinrallye hier Winzerblog und zum Thema selber direkt beim Gastgeber der Weinrallye das Blog Hausmannskost

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