Spätburgunder abgepresst

Am vergangenen Wochenende wurde der letzte Rote über die Presse in den Keller abgelassen. Unsere Rotweinbereitung unterscheidet sich ein klein bischen von der allgemein gängigen, da wir die Maische bei Einlagerung mit Flüssig-CO2 imprägnieren. Sinn und Zweck dieser Massnahme ist es, den Zeitraum zwischen Einlagerung und Beginn der Gärung zu kontrollieren. Das ist wichtig um mikrobiologische Aktivitäten zu unterbinden, die Farbe zu stabilisieren und die Möglichkeit zu haben die Maische vor Beginn der Gärung zu mazerieren. Daneben bietet die Einrichtung die Möglichkeit des Gasrührens, wir können somit auf Wunsch auf mechanische Rührmethoden verzichten, um das Traubenmaterial zu schonen.

  • Ernte
  • Einlagerung unter Schutzgas
  • Je nach Jahrgang Mazeration der Trauben 1 -7 Tage
  • Zugabe der Hefe
  • Vergärung ohne Temperaturregelung
  • Nach der Vergärung, Standzeit je nach Jahrgang und Qualität von 1 – 30 Tagen
  • Abpressen

Wir haben in diesem Jahr nur 2 Spätburgunderqualitäten im Weinkeller, zum einen die Trauben aus Anlagen die für Literflaschen vorgesehen sind, z.B. Junganlagen.
Alle anderen Qualitäten die normalerweise für Edelsüße Weine, Premiumweine oder Barriqueweine vorgesehen sind, wurden zusammengefasst. Diese Trauben mußten dieses Jahr verfrüht geerntet werden, da sie vom Hagel heimgesucht wurden. Ein längeres hängen lassen hätte zum Totalverlust der Trauben geführt.

Darum gibt es in diesem Jahr nur 2 Spätburgunderweine, einer wird in Literflaschen für die Gastronomie gefüllt, der andere in 0,75 Literflaschen für den Direktverkauf.

Weinpresse

Zum Pressen der Trauben oder der vergorenen Rotweinmaische kommt bei uns eine Tankpresse der Marke Sutter zum Einsatz. Von der Saftwanne läuft der Wein direkt im freien Fall ab in den Weinkeller.

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