Südafrika

Irgendwie verfestigt sich bei mir momentan der Eindruck das sich die Berichte über Südafrikas Weinwirtschaft häufen, zumindest bei denen, die das Schreiben von Texten als Beruf ausüben.
Ich bin ja nur Kellermeister, trotzdem frage ich mich ob das wirklich Zufall ist?
Drinktank, der Niko und Herr Supp ist wohl auch gerade dort wie er hier im Kommentar verlautbarte. Selbst der bloggende Journalist mit fundierter Weinbildung hat sich um Südafrikanische Weine gekümmert, aber hier ist eigentlich der Hinweis auf die Kommentare viel interessanter als Südafrika 🙂
Jetzt würde ich noch einen darauf wetten das in den Ausgaben diverser Print-Weinmagazine der nächsten Wochen Südafrika ebenfalls ein Thema sein wird!!

11 Comments

Filed under Wein in den Medien

11 Responses to Südafrika

  1. Solange Du nicht beweisen kannst, dass es kein Zufall ist, bist Du mit Deinem Vorwurf im luftleeren Raum. Zumindest bei einem der von Dir erwähnten Bloggern ist eine persönliche Vorliebe für Südafrika ja bekannt. Ich halte virales Marketing (ohne Hinweis im Text) in der Blogwelt ebenfalls für sehr bedenklich, es ist nichts anderes wie Schleichwerbung. Aber einfach Gerüchte auf Grund von Vermutungen in die Welt zu setzen, finde ich nicht viel besser, wenn ich das mal so offen sagen darf.

  2. Hast du natürlich unumwunden Recht Wolf, ich glaube auch tatsächlich nicht das da was am laufen ist. Falls das jemand so aufgefasst hat, entschuldige ich mich gerne dafür!

    Trotzdem ist es immer wieder interessant wie immer wieder Reisegeschichten sich überschneiden, aber nie den gleichen Inhalt haben. Diese Berichte sind im Übrigen das, was ich am liebsten lese, egal von wem!
    Aber, warum kommen immer Länder wie Südafrika in den “allgemeinen” Fokus, und nicht etwa Argentinien oder Chile?
    Ich hätte jetzt auch Blogger nennen können, gar kein Problem, die beziehen sich auch gerne auf gleiche Quellen und berichten darüber.
    Es scheint Schwerpunkte in der Berichterstattung zu geben, mich interessiert halt warum? Das die jetzt da nicht gemeinsam eine Werbekampagne durchziehen ist klar und wollte ich auch nie damit ausdrücken, geschweige denn ein Gerücht in die Welt setzen.

    Ich kann mich ja auch täuschen, aber vor einiger Zeit konnte man aufschlagen was man wollte, es ging immer um Österreich, in jedem einzelnen Weinmagazin, zuvor ging es durch die Blogs.

    Um zum Ende zu kommen, irgendwo werden Wellen geschlagen die sich dann ausbreiten, ich habe aber nicht die leiseste Ahnung wo und wie!!

    Es scheint manchmal so als ob Trends gesetzt werden, aber keiner weiß von wem?

  3. Ja, das hatte ich jetzt ein bisschen falsch verstanden. Welchen Moden solche Themen unterliegen, frage ich mich auch immer wieder. Manchen reden von Zeitgeist, von Leitmedien oder von in der Luft liegen. Für meine Begriffe, als Mensch, bei dem sehr viele Informationen aus unterschiedlichsten Quellen zusammenlaufen, ist das etwas Ungesteuertes. Ein Thema kommt plötzlich aus drei vier Ecken hervor, man denkt sich selbst, das ist was, verbreitet es weiter, andere springen auf (oder nicht) und dann ist es überall. Ein technischer Vergleich kommt mir aus der Wellentheorie, wo sich durch Überlagerungen plötzlich Wellenhaufen bilden. So ein Erklärungsmuster würde ich anlegen.

  4. Dazu einige Bemerkungen von einem seit Jahren ausgewiesenen Südafrika-Freund:

    Was ist daran erstaunlich, wenn in Südafrika eine der wichtigsten Weinmessen der südlichen Hempisphäre stattfindet und KOllegen berichten darüber?

    Zum zweiten haben die Südafrikaner gerade einen Erfolg erreicht, den man durchaus als historisch ansehen kann.

    Und drittens: nach meiner grossen Südafrika Serie im vergangenen Jahr war es doch nur eine Frage der Zeit bis andere auch auch den Trichter kommen.

    Südafrika ist nun mal im Augenblick – sagen wir seit zwei, drei Jahren – eines der interessantesten und spannendsten Weinblauländer der Welt und in mancher Hinsicht (Biodiversität, Terroir) absolut führend im Denken und Handeln.

    Das sollten einige, die hier in good old Europe nach wie vor auf dem hohen Ross sitzen, langsam begreifen.

  5. Und noch eins. Die gemeinsame Verkostung der Cape Winemaker Guild Wine war eine Idee von mir. Niko, Eckhard und ich werden derartige Verkostungen in Zukunft öfter veranstalten und auch noch den einen oder anderen wie Stephan Reinhardt dazu holen. Die nächsten Themen kommen aus Deutschland und Spanien. Kollegiale Zusammenarbeit nennt man so etwas. Mit viralem Marketing hat das wenigt zu tun; denn wir bestimmen selbst die Themen, die wir uns aussuchen und bearbeiten.

  6. Also Zufall ist das sicher nicht, verehrter Winzerblogger. Wenn Sie wirklich das Geheimnis lüften wollen, dann wäre ich vielleicht die Person die Ihnen verraten kann wie es geht. Seit 1997 verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit für Südafrika und zuvor war ich in gleicher Funktion für Österreich tätig. Leider ist es mir nur noch nicht gelungen ein deutsches Weinland von unseren Ideen und Ansätzen zu überzeugen. Eines sei Ihnen gerne verraten – was wir lieben bringen wir zum blühen… !!! Und ich glaube Ihre Wette werden Sie gewinnen: Es werden in den kommenden Monaten einige Artikel über südafrikanische Weine erscheinen, denn das Land, die Winzer, die Menschen haben etwas zu sagen und das tun sie und zwar – gerne, offen, ehrlich, authentisch – und vor allem: Ohne andere dabei zu diffamieren.

  7. Sehr geehrte Frau Mayer,
    bei allem Respekt, ihr nachtreten mit dem Vorwurf der Diffamierung empfinde ich doch als ziemlich unangebracht.
    Im Grunde genommen beantworten Sie ja alle Fragen von selbst, wie übrigens auch Herr Scheuermann heute Mittag am Telefon. Eigentlich ist das alles ein Kompliment für sie und ihre Arbeit. Ich finde dabei nichts diffamierendes nachzufragen, das ist ja Gott sei Dank erlaubt, inzwischen auch in Südafrika und dort kenne auch ich mich aus, habe ich lange genug dort gelebt.

    In diesem Sinne hoffe ich die Gemüter beruhigen sich wieder,
    mit freundlichem Gruß

    Thomas Lippert

  8. @Frau Mayer: Irgendwie stehe ich in diesem Thread auf der Leitung. Wollen Sie jetzt mit Ihrem Statement sagen, dass das doch alles eine gezielte Werbekampagne ist, die von Ihnen lanciert wurde? Ich hoffe jetzt auf eine “offene, ehrliche” und insbesondere klare Aussage. Vielen Dank

  9. Pingback: Südafrika-Rauschen im Bloggerwald « Hausmannskost 2.0

  10. Vielen Dank für die Anerkennung! Vielleicht zur Klärung: Eine Werbekampagne kann Südafrika nicht leisten – dafür ist der finanzielle Rahmen der Exportvereinigung zu gering und eine staatliche Förderung, wie bspw. die EU anbietet, steht diesem Weinland nicht zur Verfügung. Deshalb konzentriert man sich seit vielen Jahren auf eine zielführende Öffentlichkeitsarbeit und bemüht sich um einen offenen Dialog zwischen Erzeuger und Kunden. Mein Hinweis auf Diffamierung, war auch eher ein Seitenhieb auf die scharfe Briese, die seit einiger Zeit durch unseren Äther weht und in der Informationspolitik unserer Mitbewerber Einzug gehalten hat, um die eigene Position zu stärken. Und da bin ich ehrlich: Da bin ich emotional und aufgebracht, denn 1) hat der deutsche Wein das eigentlich nicht nötig und 2) diffamiert und kränkt eine solche Vorgehensweise zahlreiche qualitätsorientierten Winzerkollegen aus der Neuen Welt.

  11. Na gut, das macht die ganze Diskussion für mich als Außenstehenden jetzt verständlicher.

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