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EU Subventionen in der Landwirtschaft – Wer bekommt Was?

Interessante Webseite zum Thema Subventionen für die Landwirtschaft.

Ich will das gar nicht werten, aber vom Grundsatz her finde ich es gut das diese Daten veröffentlicht werden, aber darüber muß sich letztendlich jeder seine eigene Meinung bilden.

Postleitzahl oder Namen oder Ort angeben und suchen lassen. Es geht auch die Suche über Summen, auch interessant aber evtl. für die Subventionsempfangenden Betriebe weniger witzig, denn es werden nur absolute Zahlen angezeigt. Das Warum und weshalb bleibt völlig auf der Strecke.

Zur Suche direkt in das Bild klicken, oder auf folgenden Link: http://agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

EU-Subventionssuche

Gestern war die Webseite teilweise nur schwer zu erreichen, der Server hat wohl die große Anzahl an Zugriffen kaum verarbeiten können.  In den ersten Tagen scheint das Interesse riesengroß, das wird sich aber sicherlich nach den ersten Wogen legen.

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Champagner Party in der EU und in Australien!

Ja, es ist ein schöner Job da drüben in der Hauptverwaltung europäischer Bauernhöfe Landwirtschaft Agrarindustrie oder was noch davon übrig ist. Mir wird schwindelig bei dem Gedanken das sich Frau Fischer Boel entspannt zurücklehnt und darüber sinniert das sie nun endlich und schliesslich absolut sicher sein kann das der Champagner in ihrem Glas ein echter Champagner aus der Champagne ist, und nicht irgend ein anderer Champagner aus einem Land das gar nicht die richtige Champagne ist sondern in Wirklichkeit aus dem entfernten Australien kommt und nur so tut als wäre es die Champagne.

Verwirrend? Es geht darum das eben nur die Produzenten aus der Champagne den Begriff Champagner vewenden dürfen.

Vielleicht mag ja jemand nachlesen und recherchieren was die Australier dafür alles in den Wein reinkippen dürfen oder eben auch rausholen, damit sie in Zukunft auf so tolle Bezeichnungen wie Champagner verzichten. Ich habe aufgehört mich mit dem Thema zu beschäftigen, denn aus Sicht Australiens liest sich das so:

There are significant advantages to Australian producers and exporters in this agreement because all Australian wine making techniques will now be accepted.

Da kann ich mir alles weitere ersparen, weitere Recherche überlasse ich denen die dafür bezahlt werden, den Weinjournalisten zum Beispiel.

Möge der Frau Fischer Boel der Champagner wieder schmecken, bei mit löst das alles ein eher bitteren Geschmack aus.

Wer sich informieren möchte, hier die Links in die Untiefen Europas

Oder schnell und einfach bei den Australiern

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Wein mit Ei – Neues aus Absurdistan

Wer die letzte Ausgabe des Fachmagazines Der Deutsche Weinbau gelesen hat, hat mit Erschrecken erfahren was sich die von der Leine gelassenen Beamten der EU an neuen Etikettierungsvorschriften ausgedacht haben.

So ist z.B. ein Warnhinweis vorgesehen, wenn ein Wein mit Eiklar geschönt wurde.

Der Hinweis „Wein mit Ei“ wäre nur einer von vielen Möglichen, ich werde später ausführlicher darüber schreiben wenn ich die entsprechenden Links zusammen habe.

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69337600 …

… Liter Wein aus Italien, Griechenland und Frankreich warten laut Harpers darauf, zu Biosprit umgewandelt zu werden.
Die offizielle EU-Veröffentlichung zu dieser Information habe ich leider nicht gefunden.

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EU Weinmarktreform und die bloggende Kommissarin

Also, das was die Medien teilweise wiedergeben in Sachen Weinmarktreform hat mich doch schon ein wenig irritiert. Vor allem haben irgendwie die Wortmeldungen der sonst üblichen telegenen feinen Winzer gefehlt.
Das Beben hat in der Winzerschaft bei weitem nicht die Stärke wie beim letzten abnicken des Handelsbkommens mit den USA.

Ich sag mal so, viele Ziele dieser Reform erscheinen mir gar nicht so abwegig und zum Teil durchaus Sinnvoll. Die Wege die zum Ziel führen sollen erscheinen verworren und unverständlich. Was tun zur Meinungsfindung? Am besten den Entwurf einmal selber lesen. Beim suchen in den Untiefen der EU wird man schnell fündig, wer sich für den Entwurf der Komissarin interessiert wird HIER bestens bedient.

Aber nicht genug, wer über diese streitbare zuständige Dame Fischer Boel mehr erfahren will, kann ja mal in ihrem Blog vorbeischauen, der findet sich unter der Adresse http://blogs.ec.europa.eu/blog_fischerboel/page/fischerboel

Ich weiß noch immer nicht was ich von der Reform halten soll, um das Ding zu lesen brauche ich einige Tage, aber es ist doch klar das in nicht all zu ferner Zeit die Dänen, Engländer, Polen, Belgier und Hölländer Kontingente wollen um Reben pflanzen zu können. Der Anbaustopp muß daher zwingend fallen, auch wenn ich gut mit dem Anbaustopp leben kann, denn er bietet ja auch einen gewissen Bestandschutz für die Winzer.
Es ist auch logisch das es in der EU immer einen Weinsee geben wird, nur soll in Zukunft eben niemand mehr für dessen Beseitigung bezahlen. Den Weinsee produzieren dann eben andere, ob im Süden oder im Norden spielt dabei keine Rolle. Der Markt, Nachfrage und Angebot sollen das in Zukunft regeln.

Aber ganz ehrlich, für eine entmüllung des deutschen Bezeichnungsrechtes würde ich die generelle Anreicherung gegen eine Anreicherung mit Ausnahmegenehmigung sofort eintauschen. Mir sind die Weinproduzenten die 20 Tonnen/Hektar Dornfelder produzieren und selbst in Jahren wie 2003 anreichern mußten völlig egal, da endet meine Solidarität.

Ach was wäre es schön, Tafelwein mit geografischer Herkunftsangabe. Die Kunden verstehen das Qualitätssystem schon lange nicht mehr und kaufen mehr und mehr nach Namen oder eben beim Winzer ihres Vertrauens. Und beim Winzer des Vertrauens stehen schon Qualitätsbegriffe wie. GRR, HBS, KK, SL, ST, PV, GV, RR, ****,***,**,*,++,+, Premium, Supertoll oder andere Kuriose Innerbetriebliche Qualitätsbezeichnungen auf dem Etikett. In der Regel als QBA, denn ohne gibt es keine Herkunftsbezeichnung. Auch die AP-Nummer hat für den Kunden keinerlei Relevanz und wäre mit Herkunftsangabe bei Tafelwein praktisch abgeschafft denn wer würde dann noch eine QbA-Prüfung machen?

Das Thema Tafelwein ist wirklich interessant, zumindest wenn wir es losgelöst von dem Klischee betrachten das Tafelwein Plörre ist. Derzeit ist es so das der Verbraucherschutz bei Kühen und Schweinen Probleme hat seine Plaketen und Chips an den Tieren unterzubringen um möglichst lückenlos dokumentieren zu können wo das Fleisch herkommt. Bei Tafelwein, ist es verboten dem Verbraucher mitzuteilen wo der Wein gewachsen ist. Das ist meines Erachtens völlig absurd und spiegelt die Welt der Technokraten wieder die der Weinwirtschaft sagen wo sie lang zu gehen hat.

Aber egal, ich muß jetzt erst mal den Vorschlag zur Weinmarktreform durchlesen, dieses spannende Thema ist es Wert weiter verfolgt zu werden, darum habe ich Frau Fischer Boels RSS-Feed abonniert 🙂

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Verwirrte Subvention

Die EU streicht mehr und mehr Fördergelder im Weinbau. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet werden die Zuschüsse für den Einsatz von Pheromonen zurückgefahren.

Bisher hat man sich nicht um alternative Kostengünstigere Produkte gekümmert, warum auch, die EU hat ja bezahlt 🙁

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