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Wein in der Gastronomie – Weinrallye #16

Theo hat vor einiger Zeit die 16. Ausgabe der Weinrallye ausgerufen. Sein Thema hat er kurz und knapp in einem Satz erklärt:

Weingenuss im Restaurant

Das ist eine klasse Idee, zwingt dieses Thema doch die Teilnehmer sich abseits gewohnter Pfade zu bewegen und am 15. Oktober 2008 über ihren Weingenuss in Restaurants, Kneipen oder anderen gastronomischen Etablissements zu berichten.
weinrallye_140.jpgDa könnte man sich ja einiges Vorstellen, fantastisch wäre natürlich auch einmal ein Blick auf die andere Seite des Tresens, so bietet diese von Gumia.de ausgerichtete Weinrallye auch ausgesprochenen Gastrobloggern wie dem Fressack, dem Kronenblogger, dem Ochsenblogger, dem Speisekartenblogger, der Gletscherbloggerin,  dem Blogger aus dem Abseits, dem Pfälzer Blogger, dem Thekenblogger, dem Iphöfer Kammerblogger, der Frittenbloggerin dem Shanghaiblogger, dem polnischen Restaurantblogger und dem Burgblogger die Gelegenheit sich einzubrigen und ihre Sicht der Dinge zum Thema Wein in ihrer eigenen Gastronomie kundzutun. Fachsimpeln ist ausdrücklich erlaubt 🙂

Wer auch immer meint etwas zu diesem Thema beitragen zu können ist auf das herzlichste Willkommen!!
Infos zum Thema gibt es hier bei Gumia.de und die Regeln im allgemeiner zur Weinrallye gibt es HIER im Winzerblog!!

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Weinprobe auswärts in der Gastronomie? Gerne, aber nicht immer und nicht bei jedem!

Müßte ich mich selbstständig machen, würde ich mich auf Weinproben ausser Haus konzentrieren um damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Immer wieder und immer öfter werden wir von Gastronomen angefragt in ihrem Hause eine Weinprobe durchzuführen. Wir tun dies, haben dafür einen speziellen Abrechnungsmodus mit dem eigentlich alle Beteiligten zufrieden sind.

Das funktioniert gut und die hiesige Gastronomie nimmt gerne zur Kenntnis das man mit einem regionalem Wein durchaus interessante Geschäfte mit Zusatznutzen anbieten kann. Hotels können auf diese Art ihre meist schlecht gebuchten Restaurants besser vermarkten, Wirte haben die Chance mit solchen Aktionen Kunden zu gewinnen und Gesellschaften an sich zu binden.

Für uns Winzer ist solch eine Weinprobe eine hervorragende Gelegenheit dem Gastromen zu zeigen was man kann, zu zeigen das die Gäste zufrieden sind, zu zeigen das unser Wein die richtige Wahl ist. Eine Situation bei der alle Beteiligten profitieren.

Wichtig ist dabei natürlich der Umstand, Continue reading

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Die Milch und die Gastronomie

Was das miteinander zu tun hat wird bei diesem Artikel auf dem gastronomischen Fachblog Gastgewerbe Gedankensplitter deutlich. Hat die ganze Bevölkerung Verständnis für die Nöte der Landwirtschaft, ist es den Wirten offensichtlich völlig egal woher und wie ihre Milch produziert wird. Hauptsache billig!!

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Der Wein ist umsonst

Es gibt Häuser in der Region, die würde man als Weingut sehr gerne beliefern. Manchmal bleiben alle Bemühungen Umsonst, es will einfach nicht klappen.

Dann fragt man sich warum ist das so? Ein Hinweis auf das warum, könnte der Auszug einer Email an uns von einem dieser tollen Häuser geben. Darin wurde bei uns angefragt ob wir für eine Art önologisches Dinner als Lieferant fungieren wollten:

… die Weine werden wie üblich von den Weingütern kostenfrei zur Verfügung gestellt…

Wir haben dankend abgelehnt, denn warum soll man das eine Haus kostenlos beliefern und die anderen mit denen man auch ordentliche Umsätze macht bezahlen lassen?

Aber mir fällt auf, das offensichtlich immer mehr Weingüter und auch Genossenschaften bereit sind ihre Hosen runterzulassen und Weine ohne Berechnung liefern, nur um auf gewissen Wein- und Speisekarten zu erscheinen. Das diese MeinWeinKostNixLieferanten am Tisch natürlich bevorzugt empfohlen werden versteht sich von selbst, denn ein besseres Geschäft kann man kaum machen als Gastronom.

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Das Schnitzel bezahlt der Winzer

Gerhard sucht einen Blogger der sich dem Thema widmet „Wein in der Gastronomie“. Wenn es so einen Blogger jemals geben wird, dann wird er sich eher mit den Angeboten der Gastronomie für ihre Kundschaft auseinandersetzen als mit den Angeboten der Weinproduzenten für die Gastronomie.

Es stimmt, auch in meinem Kollegenkreis distanzieren sich immer mehr davon für die Gastronomie Extrapakete anzubieten. Liest man Gerhards Forderung an die Weinlieferanten versteht man auch warum das so ist denn die Erwartungen die Gerhard an einen Lieferanten aufstellt geradezu unerfüllbar. Ich mag den Gerhard, aber ich bin froh nicht bei ihm liefern zu müssen, denn das würde meinen Arbeitsplatz gefährden.

Aber man muß auch der Weinwirtschaft den Vorwurf machen, daß sie dem Vertriebsweg Gastronomie nicht die Spannen läßt, die er benötigt. Andere Getränkegruppen wie etwa die Spirituosenmarken zahlen in angesagten Locations dafür, gelistet zu werden. Mineralbrunnen verschenken zu jeder gekauften Flasche bis zu eine Flasche. Und was mach die Weinwirtschaft?

Bereits heute kaufen viele Gastronomen Literweine für unter 2 Euro die Flasche ein. Ein Preis der kaum eine ordentlich Produktion zuläßt und dem Deckungsbeitrag des Gastronomen gut tut, den Winer aber ins Verderben schickt. Würden Winzer wie Mineralbrunnen ihr Produkt günstig aus dem Boden pumpen könnte man mit ihnen sicherlich über großzügige Geschenke nachdenken.

So geht es munter weiter in Gerhards Artikel, er prügelt auf die Winzer ein und wirft sie in das gleiche Boot wie Brauer, Schnapsbrenner und Mineralwasserabfüllanlagen.

Das Wort Qualität findet sich interessanterweise kein einziges Mal in diesem Artikel. Wenn es völlig egal ist was man seinen Gästen anbietet, wird der Gastronom auch die entsprechenden Weine finden, wenn nicht deutsche dann halt aus China. Die erlauben sogar 1000% Aufschlag und sind dann immer noch billig!!

Nur in einem Punkt hat Gerhard aus meiner Sicht Recht, das ist der der Preisgestaltung bei den Weinproduzenten. Es kann nicht sein das der Gastronom den gleichen Preis bezahlt wie der Endverbraucher. Wir verkaufen aus diesem Grunde unser Literflaschen exklusiv für die Gastronomie, zudem bieten wir Wein in Keg an, was eine Preiskalkulation zuläßt die jedem rechnenden Gastronomen die Freudentränen in die Augen treibt. Leider sind nur sehr wenige Bereit einen Zapfhahn dafür zu opfern!!! Das haben wir oft erlebt, manche wollten sogar das wir die Schankanlage dafür installieren und bezahlen!! Da verzichten wir auf das ohnehin für uns magere Geschäft, denn wir sind ja keine Brauerei.
Weiter ist ganz klar anzumerken, das Winzer die sich auf Gastronomen spezialisieren große Probleme haben in Bezug auf Zahlungsausfälle. Das könnte man durchaus auch einmal anmerken und thematisieren und in den vielen Gastronomiefachbüchern darüber schreiben.

Wie auch immer, die Gastronomie gerät zunehmend in die Kritik für ihre Kalkulationen. Dazu kommen Faktoren wie die zunehmende Verknappung des Weines was die Preisspirale auch für Gastronomen weiter nach oben drehen wird, zumindest für ordentlich und gute Weine.
Vielleicht sind die Zeiten ja bald vorbei wo die Winzer mit ihren Weinen die Küchen der Kneipen subventionieren und dem Kunden damit das billige Schnitzel auf dem Teller subventionieren?

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