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Bücher und Wein

Bücher und Wein ist eigentlich eine schöne Kombination aus der sich viel machen läßt! Inzwischen gibt es ja einige kombinierte Wein- und Buchhandlungen die beweisen das man mit dieser Kombination Geschäfte machen kann.

Wie sieht das eigentlich auf einem Weingut aus? Was für Bücher sind  denn normalerweise in einem Weinverkaufraum anzutreffen? Sieht man einmal von bezahlten Werbebüchern und den einschlägigen Weinführern in denen das Weingut erwähnt wird ab, fristen Bücher in den meisten Weinverkaufsräumen wohl eher ein Schattendasein. Schade eigentlich, denn irgendwie sagt mir mein Gefühl das Menschen die gerne in Büchern lesen auch gerne Wein trinken!
Wenn dem so ist, dann wäre es doch naheliegend auch entsprechende Literatur im Weinladen zu verkaufen? Auf jeden Fall naheliegender als eine Tafel Schokolade, Weinsenf oder Rieslingnudeln?

Wenn ich Weinverkaufsraumbesitzer wäre, würde ich gute schöne Bücher zum Thema Wein in meinem Weinverkaufraum anbieten. Zumindest solche Bücher die ich selber gelesen habe und somit etwas darüber erzählen könnte.

Wer keine Bücher verkaufen mag kann sie ja verschenken, bei uns tauchten letztlich diese beiden Exemplare auf.

Bookcrossing im Weinverkaufsraum

Ein Aufkleber im Innern der Bücher gibt Aufschluss darüber worum es geht:

Buch auf Reisen

Dieses Buch wurde weder verloren noch vergessen. Es wurde absichtlich freigelassen, damit es gefunden werden kann. Das Buch ist bei Bookcrossing registriert, einem weltweiten Forum zum Lesen, Tauschen und Freilassen von Büchern.
Bitte besuche www.bookcrossing.com oder www.bookcrossing.de und mache einen Eintrag mit der angegebenen Nummer, damit die vorigen Leser erfahren wohin seine Reise führt. Das ist freiwillig, kostenlso und anonym“ Nach dem Lesen einfach an Freunde weitergeben oder wieder freilassen!

Ob man so vielleicht die vielen Weinbücher abgeben könnte die sich in Kartons stapeln weil man nicht Nein sagen konnte und dem Vertreter doch 10 Exemplare abgekauft hat? Oder die kostenlosen 20 Exemplare des Weinführers den man mit einer Insertion unterstützt hat? Verschenken wäre allemal besser als rumliegen zu lassen!
Wäre dafür vielleicht so ein öffentlicher Bücherschrank wie hier beschrieben denkbar? Was meint ihr?

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Vinocamp, Bloggerkonferenz, Tourismuscamp, Blog trifft Gastro, Barcamp usw …

wo-treffen-sich-wein-und-foodblogger.gifWenn ich einmal überlege wo und wie ich bloggende Kollegen, bzw Internet- und Weinaffine Menschen treffe hat sich das die letzten Jahre doch erheblich gewandelt. Die Gemeinschaft der  Internetuser hat mittlerweile recht unterscheidliche Formen des Treffens entwickelt, aber irgendwie scheint Deutschland da nicht dabei zu sein? Eine kleine Zusammenfassung meiner Gedanken zu diesem Thema.

Bereits zum 7 Male findet Blog trifft Gastro statt, welches sich zu einer wirklichen genüsslichen Weiterbildungsveranstaltung gemausert hat. Ging es 2005 darum einmal hinter die Kulisse eines btg2011.gifSpitzenhotels und eines Sternekoches in Wolfsburg zu blicken, stand 2006 die Hotelfachschule Heidelberg im Zentrum des Geschehens. 2007 führte der Weg nach Hamburg wo es wirklich tiefe Einblicke in das Business der Kaffeerösterei gab, 2008 schliesslich stand im Zeichen des Stuttgarter Marktes. 2009 dann durften wir uns in Mannheim über das Thema Kochshow  im Fernsehen ausführlichst informieren um dann 2010 in Berlin intensiv zum Thema Barkunde geschult zu werden. 2011 nun folgt das längst überfällige Thema Bier in Bamberg organisiert vom Blog Gastgewerbe Gedankensplitter! Da diese Veranstaltung immer aus Spass und Freude organsisiert wurde und wird, kaum komerziellen Hintergedanken im Spiel waren ist dies eines der schönsten Webtreffen die ich bisher kennen gelernt habe! Ich hoffe es bleibt möglichst lange so. Klein aber fein und alles andere als elitär!

Einen völlig anderen Weg hingegen hat das Tourismuscamp in Eichstätt genommen welches im Januar 2011 nunmehr zum 4. Male stattfinden wird. War es in den ersten beiden Jahren noch eine offene Veranstaltung ist es inzwischen zu einem geschlossenem Event geworden bei dem bereits die Anmeldung sehr restriktiv gehandhabt wird. Ich finde kaum eine Nische in der ich mich anmelden könnte und fühle mich dementsprechend unwillkommen. Das ist legitim, allerdings wäre hier der Begriff Konferenz wohl besser angebracht und würde bereits eindeutig signalisieren das hier die Webprofis der Tourismusbranche tagen? In dem Sinne ist das Tourismuscamp mehr zu einer IT Konferenz der deutschsprachigen Tourismusbranche geworden.

Die EWBC – European wine bloggers conference ist wie Eichstätt ein Beispiel dafür wie sich eine Veranstaltung weiterentwickelt. Einerseits dient EWBC dem Weinblogger dazu sich zu treffen und sich über sein Thema Wein auszutauschen, andererseits nutzt die Gastgeberregion die Gunst der Stunde und präsentiert sich entsprechend. Innerhalb 3 Jahren hat sich diese Konfernez von einem Weinbloggerfreaktreffen zu einer breit von Sponsoren unterstützen internationalen Konferenz entwickelt in deren Mittelpunkt mehr und mehr die Gastgebende Region rückt. Der touristische Aspekt dieser Konferenz wird stärker, ein Grund wohl warum sich Weinpuristen vermehrt eine andere Spielwiese suchen und als ihre eigene Tagungsform das Vinocamp für sich endecken!

In Frankreich hat sich nun seit einiger Zeit das Vinocamp entwickelt, wie ich finde ein hochspannende Angelegenheit, denn es zeigt zum einen wie vital und spannend die französische Web- und Weinszene doch ist. Leider bin ich dem französischen nicht mächtig und kann weiter nichts groß erklären und reiche daher ein paar links zur weiteren Info! Vinocamp in Englisch Vinocamp Paris Vinocamp Vancouver

Und wo ist die Konferenz der deutschsprachigen Food und Weinbranche?

Ich habe leider keine Ahnung, bisher scheint niemand zu glauben es wäre nötig, dabei wäre gerade in Deutschland solch eine Konferenz angebrachter als sonstwo auf der Welt! Es ist doch so das es bisher KEINERLEI nennenserte Schnittstellen zwischen der real life Weinwirtschaft und dem Internet existieren. Journalisten und Weinblogger tun alles um sich gegenseitig abzugrenzen statt gemeinsam als Autoren das Web zu erobern und sich der Weinwirtschaft als Partner anzubieten, komerzielle wie unkommerziell. Aber das ist eigentlich ein ganz anderes Thema ..

vinocamp-genusscamp-deutschland.gif

Wäre denn ein Genusscamp oder Weincamp in Deutschland denkbar?

Aber klar doch, was in Frankreich geht, was in Europa oder Nordamerika funktioniert sollte auch bei uns machbar sein. Die grundlegende Frage kann nur lauten wer macht es? Mein Versuch die Organisation Slow Food für ein Camp dieser Art zu begeistern sind leider im Sande verlaufen. Mit der Aussage das man lieber mit  echten richtigen Journalisten aus dem Printbereich zusammen arbeitet zeigt das man bei Slow Food und der jährlich stattfindenden Messe noch weit davon entfernt ist seinen Erzeugern und Ausstellern den Zugang zur social media zu eröffnen. Dabei wäre ja gerade wür die Lebensmittelbranche das empfehlungsweb extremst spannend. Es ist schade, denn mit etwas Neid schaue ich Jahr für Jahr wie die Biofach in Nürnberg ihre Blogger begrüßt, sie akkreditiert und sie in ihrer Arbeit unterstützt. Slow Food ist nicht einmal bereit ihren bloggenden Mitgliedern freien Eintritt zu gewähren. Schade!

Mein Gedanke ein Vinocamp oder eine Foodcamp an eine Messe anzugliedern beruht einfach auf der Vorstellung das dies zusätzliche Motivation für die Teilnehmer darstellt die Reise auf sich zu nehmen. Was Blogger wollen ist Austausch mit Gleichgesinnten und aktuelle Information. Für ein Foodcamp sehe ich das noch immer als die ideale Kombination, für ein Vinocamp wäre es wohl einfacher es als eigenständiges Event zu positionieren. Zum Thema Genusscamp gab es schon einmal hier im Winzerblog den Artikel Genusscamp, ein Barcamp rundum das Thema Essen und Trinken mit entsprechenden Kommentaren.

gedankenspiele.gif

Da es offensichtlich unter den Weinbloggern derzeit keine Gruppe gibt die so etwas in die Hände nehmen und anschieben könnte bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten. Abzuwarten bis es jemand tut der vielleicht Interesse daran hat das solch ein Vinocamp stattfindet? Wen müßte man da wohl ansprechen? Hat jemand Ideen? Der Blick zu den Franzosen und Kanadiern zeigt das es nur eines Anfangs bedarf, die Sponsoren ziehen dann nach.

So ein Vinocamp beschäftigt mich tatsächlich, was wären da an einem Tag für wunderbare Sessions machbar. Angelehnt an den Barcampgedanken und ca 50 -100 Teilnehmern wären das 8 – 16 Sessions die angeboten werden könnten. Oder aber als Konferenz angelegt könnten auf solch einen Camp 4-16 intensive Workshops bearbeitet werden, Themen wie Rechtliches, Fotografie, Sensorik, Weintechnologie, eben alles was Weinfreunde die im Internet Unterwegs sind interessiert. Referanten dafür hätten wir in Deutschland ohnehin die besten der Welt!

Es wäre schön wenn sich irgendwo und irgendwann einmal ein Orgateam gründen würde um allererste Grundstrukturen schaffen, natürlich wäre ich gerne dabei, als Teilnehmer wohl ganz Bestimmt!

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