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1. Messesplitter Hamburger Weinsalon 2007

Wie HIER, HIER und HIER bereits geschrieben, war die Vorbereitung unsererseits auf den diesjährigen Weinsalon mehr Schlecht als Recht. Trotzdem waren in diesem Jahr bei uns am Stand einige Leute mehr als im letzten Jahr. Vermutlich lag es auch daran das die Messe zusammengezogen in einer Halle stattgefunden hat. Aus meinem Gefühl heraus war das Positiv, denn sonst waren die Stände in der zweiten Halle immer etwas abghängt.

Standnachbar war unter Anderem die Firma Timrott, die Traubenkernöl zur Verksotung und Verkauf anbot. Interessant zu sehen das die Besucher positiv darauf reagierten und das Angebot gerne warnahmen. Ob wir doch wieder Traubenkernöl ins Sortiment aufnehmen?
Die Verpflegung war in diesem Jahr ausgezeichnet, die angebotenen Ciabattas waren frisch belegt und in großer Auswahl vorhanden und mit 2 Euro fair Kalkuliert. Gleiches gilt für den Kaffee. Es gibt nur wenige Messen von denen man ähnliches behaupten kann.

Rundum war es positives Wochenende in Hamburg, ganz besonders auch Dank des hervorragenden Rahmenprogrammes in Form einer Weinprobe die mir von Guido und seiner Frau am Samstagabend geboten wurde. Wow, ich hoffe er hat am nächsten Morgen nicht bereut das er da einige ganz große Spätburgunder aufgemacht hat.

Ebenfalls toll war der Besuch von Matthias der auf seinem Blog ebenfalls über den Hamburger Weinsalon berichtet hat. In Düsseldorf hatten wir uns ja verfehlt, so konnten wir bei einem Gläschen Wein wenigstens kurz einen Plausch halten.

Auch Kollegenbesuch hatte ich am Stand, einer war ziemlich skuriel, er probierte unser Barriquegereiftes 2003er Cuvée aus Spätburgunder und Schwarzriesling. Einziger Kommentar den er zum Besten gab:

Es ist schon gut das heutzutage keiner mehr dieses Barriquezeugs kauft. Es ist doch völlig überflüssig so etwas zu produzieren.

Warum er dann ausgerechnet diesen Wein probierte blieb sein Geheimniss, oder besser gesagt es interessierte mich nicht.

Auffällig war für mich, das viele Besucher überrascht reagierten einen Kerner angeboten zu bekommen. Vielen ist diese Rebsorte offensichtlich seit vielen Jahren nicht mehr in die Quere gekommen und so war die Kerner Beerenauslese vor dem Riesling Eiswein ausgetrunken.

Auf den von mir angebotenen Cabernet Mitos reagierte ein Gast mit der Frage:

Warum tun sie wo etwas?

Tja, die Anwort viel lang uns ausführlich aus und würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Ich glaube schon das Weingüter ab und zu auch einmal ungewöhnliches produzieren sollten, auch wenn es nicht dem gängigen Markt entspricht. Dieser Wein gehört in diese Kategorie 🙂 Hätte der Gast den Winzerblog gelesen wäre er vorgewarnt gewesen.

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Hamburger Weinsalon Teil3 – Weinmessen und die Blogger

Blogger sind willkommen, so sagt es der Initiator des Hamburger Weinsalons Mario Scheuermann. Email genügt um sich akkreditieren zu können. Warum auch nicht, Messen und insbesondere Fachmessen haben für Blogger viel Interessantes zu bieten und für die Messeveranstalter sollte es ein elementares Interesse geben das über ihre Messe berichtet wird. Die Frankfurter Buchmesse z.B. löst das Problem geradezu vorbildlich und öffnet ihre Pforten für Blogger aller Themen. So darf es nicht verwundern das bereits 10% aller Suchergebnisse bei Google von Blogs stammen.

Im krassen Gegensatz dazu die ProWein in Düsseldorf. Auf der einen Seite wird die Fachmesse mehr und mehr von Endverbrauchern besucht die dort eigentlich nichts verloren haben, auf der anderen Seite möchte man mit Bloggern nichts zu tun haben.
Will man sich als Blogger zur ProWein in Düsseldorf akkreditieren erhält man eine Absage wie es jüngst Gerhard vom Port-Blog erlebt hat. Er beschreibt die Absage wie folgt:

Eine Frau XXXXXX hat sich bei mir telefonisch gemeldet und mir sehr freundlich aber bestimmt erklärt, dass eine Akkreditierung nur für – ich sage es jetzt mal mit meinen Worten- echte Journalisten möglich sei.

Für mich ist es ohnehin eine Frage der Zeit das die Damen und Herren diverser Presseabteilungen von ihren hohen Rössern herabsteigen werden. Es ist auch weiterhin eine Frage der Zeit bis auch dort jemand bemerken wird, das ein guter Blogbeitrag wertvoller ist, als ein Zeitungsartikel der wenige Stunden nach Erscheinen im Archiv des Verlages verschwindet und nie mehr gelesen wird.

Diese immer wieder auftauchenden Geschichten um Messeakkreditierungen für Blogger machen aber auch deutlich das es die Blogger bisher nicht geschafft haben einen Verbund auf die Füsse zu stellen der solche Dinge organisieren könnte.

Trotzdem wird es ein Weinbloggertreffen auf der ProWein in Düsseldorf geben, vielleicht wird der Messezugang für Blogger auch dort ein Thema sein.

Wie eingangs beschrieben, bietet der Hamburger Weinsalon die Möglichkeit der Akkreditierung, sollte seitens der Weinblogger Interesse bestehen die Messe zu besuchen, ist das kein Problem. Ausserdem würde ich mich freuen wenn mal jemand bei mir am Stand vorbeischauen würde, wäre doch nett!!

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Hamburger Weinsalon Teil2

Wir haben noch keine Idee welche Weine wir mitnehmen nach Hamburg.

Man könnte ja auch einmal darüber nachdenken ein Spezialthema den Besuchern der Messe anzubieten, mir gehen da folgende Kombinationen im Kopf rum:

  • 5 x Süßweine, 2 x Beerenauslese und 3 x Eiswein
  • 5 x Riesling, alte Jahrgänge bis zum aktuellen (Problem, als selbst vermarktendes Weingut gibt es uns erst ein paar Jahre)
  • 5 x Barrique, 1 x Rosé, 1x Grauburgunder, 3 x Rotwein

Mir persönlich würden ja die Süßweine am meisten Spass machen, aber ob das jemanden interessieren würde?

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Hamburger Weinsalon Teil1

Auch in diesem Jahr werden wir wieder am Hamburger Weinsalon am 24. und 25 März teilnehmen und einen kleinen Ausschnitt unseres Sortimentes in Hamburg vorstellen.

Zugegeben, wir hatten uns den diesjährigen Auftritt völlig anders vorgestellt. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr war uns klar das ein Messebesuch für uns nur dann Sinn macht wenn wir zusätzliche Aktivitäten in Hamburg entwickeln.

So war eine große Abendveranstaltung geplant, in deren Rahmen wir 50 – 100 Gästen unsere Weine vorgestellt hätten. Diese Abendveranstaltung ist nun endgültig geplatzt was uns enorm ärgert wir aber nicht mehr ändern können.
Die Konsequnz daraus ist die, das wir in Hamburg auf der Messe stehen werden und sich eigentlich niemand für uns interessiert. Regional gesehen haben wir vielleicht einen starken Namen, aber national sind wir ein NoName. Aller Anfang ist schwer 🙂

Da wir in Hamburg seit kurzem 2 sehr feine Adressen beliefern dürfen und sich aus diesem Umfeld heraus immer mehr Kontakte ergeben, müssen wir für die Zukunft umdenken und denken daran uns auf die Suche nach Agentur zu machen die am dortigen Standort unsere Kunden betreut und mit uns gemeinsam den Kundenstamm weiter aufbaut.

Auch hinsichtlich zukünftiger Veranstaltungen in Hamburg wäre ein Partner von Vorteil der die örtlichen Begebenheiten kennt.

Aber wie findet man eine Handelsagentur?
Wenn ich es weiss, werde ich gerne darüber berichten!!

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BtG 2007 – das Finale in der Küchenwerkstatt

Guido hätte keinen besseren Platz für das Finale wählen können als die Küchenwerkstatt.

Das Ambiente war Sagenhaft, wir hatten einen Raum für uns alleine mit Blick auf die Alster.

Es wurde uns sogar so viel Aufmerksamkeit geschenkt das es uns erlaubt wurde in die Küche einzutreten und einige Worte mit dem Koch zu wechseln oder sich einfach dort umzuschauen. Was uns die Jungs aus der Küche an diesem Abend gezaubert haben war vom Allerfeinsten. Thorsten hat die komplette Menükarte HIER zur Ansicht auf seinem Blog eingestellt.

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Ebenfalls Bemerkenswert das Bestehen der Wirtin auf einen gemeinsamen Einstieg aller Teilnehmer in das Menü. So haben alle zu Beginn ihren ersten Gang erhalten, unabhängig davon welche Teile sie sich ausgesucht hatten. Ich finde das deshalb Bemerkenswert weil es aufzeigt das uns Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde und es einfach schöner ist gemeinsam so ein Mahl zu beginnen.

Das sind diese besonderen Kleinigkeiten die einen Restaurantbesuch für mich unvergessen machen.

Ich hatte mich für folgende 4 Gänge entschieden,

  • Jacobsmuschel mit Miso, gefülltem Schweinefuss und mariniertem Blumenkohl
  • Gebratene Dorade mit Zitronenjus, Calamar und geschmorten Salatherzen
  • Rinderbug über drei Tage im Schmorsud gegart mit Périgord-Trüffel und gequetschten Kartoffeln
  • Rosenblütencharlotte mit Mango und Milchschaumeis

Ehrlich gesagt fehlen mir ein wenig die Worte, ich fand alles was sich bei mir auf dem Teller vorfand fantastisch. Aber, würde ich einen Nachschlag nach Wahl bekommen, wäre der Rinderbug wohl mein Favorit. Das war ein wirklich aussergewöhnliches Gericht wie ich es selten zuvor gegessen habe.

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Das schöne am ganzen Abend war der ständige Wechsel zwischen reden, trinken und essen. Kann es etwas angenehmeres geben?

Der Service war tipptopp, ich hoffe wir haben ihn nicht zu sehr strapaziert und er hatte auch ein bischen Vergnügen an diesem Abend trotz der vielen Rennerei.

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Die Weintrinker konnten sich relativ schnell auf die entsprechenden Weine einigen, als Weißwein kam 2004er Pinot Blanc aus dem Elsass auf den Tisch, als Rotwein entdeckten wir eine besondere Spezialität, einen 2002er Kanonkop Pinotage. Es gibt nur wenige Betriebe in Südafrika die diese Sorte mit dieser Kontinuität und Zuverlässigkeit über viele Jahre hinweg auf solch hohem Qualitätsniveau produzieren können. Ich glaube wir hatten mit diesen Weinen die optimale Ergänzung zum Menü gefunden.
Aber auch die Nichtweintrinker machten einen durchaus zufriedenen Eindruck auf mich, so denke ich, kann dieser Abend auch in Hinblick auf die Getränke als Spitzenklasse deklariert werden.

Nicht zu vergessen die von Guido und Matthias mitgebrachten Spezialitäten, einmal ein wunderbarer Zwetschenschnapps und eine 1994 Molitor Riesling Auslese von Guido.

Danke den beiden für diese erlesenen Mitbringsel, sie waren eine wunderbare Bereicherung des Abends.

Theo hat einige Bilder zur Küchenwerkstatt in seiner Bildergalerie online gestellt, wer will kann HIER einmal vorbeischauen, dort gibt auch Eindrücke aus der Küche.

Die Küchenwerkstatt beschreibt sich selber unter dem Motto

Lustvoll. Schnörkellos. Intelligent.

wie folgt auf der Homepage:

In der „Küchenwerkstatt“ darf der Gast begeisternde Speisen erwarten: bestechend durch schnörkellose Kreativität. Küchenchef Gerald Zogbaum geht es um die intelligente Verbindung von Können und Einfallsreichtum – nicht um kurzlebige Zufallseffekte.
So sorgt etwa der variationsreiche Umgang mit Temperaturen, Konsistenzen und Geschmackskombinationen immer wieder für Überraschungen – besonders spannend bei vermeintlich Altbekanntem.
Durch aromatische Fonds, fast vergessene Kräuter- und Gemüsesorten, sowie ausgefallene Öle entstehen auf diese Weise neue, erfahrenswerte Sinnesfreuden.

Da bleibt mir nur ein Bravo, das geschriebene Wort wird Buchstabe für Buchstabe umgesetzt.

Ab sofort habe ich einen Grund mehr Hamburg zu besuchen, alleine der Abend in der Küchenwerkstatt ist die weite Anfahrt Wert gewesen.

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In diesem Sinne, meinerseits und ich denke die anderen Blogger werden sich anschliessen, ein Dankeschön an Frau Gnade und ihr gesamtes Team der Küchenwerkstatt, das uns einen grandiosen, kulinarischen, gemütlichen, freundlichen, sympathischen, herzlichen, genussvollen Abend bereitet hat.

Es gäbe noch viel zu schwärmen von diesem Abend, die Amuse-Gueule, die Patisserie und bevor ich es vergesse, die nette Gesellschaft natürlich!!
Ich lass es jetzt gut sein, die anderen Blogger wollen ja auch noch was schreiben zu diesem Abend!!
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BtG 2007- come together & die Pastapolizei

Um 12:00 waren wir zum „come together“ in Hamburgs derzeit angesagtester Gastronomie verabredet. Meine Vorfreue war riesig, bin ich doch absoluter Pastafan und genau diese Pasta wird dort gekocht. Ich war sogar bereit den Umstand zu ignorieren das ich gerade gefrühstückt hatte!!

Was soll ich sagen, mit einem Gläschen Perlwein zur Hand trafen wir auf die anderen Blogger die bereits in der Loungeecke des Franchiserestaurantes auf uns warteten. Das Hallo war groß, bekannte und lieb gewonnene Gesichter wurden freudig begrüßt und die „neuen“ freundlich in die Runde aufgenommen. So war zumindest mein Eindruck.

Aber wir waren auch hier um die das Besondere an diesem Restaurant auszuprobieren, die Pasta!!

Mit dem Tablett zur Hand, den Fotoapparat darauf abgelegt ging es an die gläserne Theke und ich bestellte mir Ravioli Bolognese. Wärend der lustig gekleidete Koch meine Pasta zubereitete versuchte ich am Foto die Einstellungen vorzunehmen die nötig waren um dort Bilder zu machen. Ich drückte an der Theke auch 2 mal auf den Auslöser, ohne jedoch den Foto vom Tablett zu nehmen. Das sollte mir Minuten später zum Verhängnis werden!!!

Mit den Ravioli ging es zurück an den Tisch, da ich aber an einem normalen Tisch essen wollte entschied ich mich für die Nahrungsaufnahme die Gruppe zu verlassen und statt auf einem Sofa an einem Tisch Platz zu nehmen.

Gerade eingerichtet, das Besteck zu Hand, kam ein junger Mann an den Tisch und forderte mich schroff auf sofort alle Bilder zu löschen Continue reading

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BtG 2007 – der Freitag

Nach langer Anreise mit der Deutschen Bahn, war kurz frisch machen im Hotel angesagt, dann ging es einmal um die Ecke in die Uhlenhorster Weinstube. Zu feinem Essen und Weinen aus diversen Regionen dieser Welt konnten wir uns hier völlig ungestört unterhalten und austauschen. Unsere Gruppe bestand aus 5 Personen, neben Theo und seiner Frau waren Gerhard, Guido und meine Wenigkeit anwesend.

Nach dem Essen und dem Genuss von einigen Gläschen Wein führte uns der Weg Continue reading

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Blog trifft Gastro 2007 – das Hotel

Das Wochenende verging wie im Fluge, ich hoffe die Blogger sind alle wohlbehalten zu Hause angekommen.

Blog trifft Gastro 2007 war wieder einmal der erwarete erste Höhepunkt des noch jungen Jahres, akribisch von Guido organisiert. Guidos Angagement werde ich an anderen Stelle noch ausgibig würdigen.
Untergebracht waren wir im Hotel Alterblick, welches uns Continue reading

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