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Qualitätswein – die QbA Prüfung

Unter dem Motto „QbA-Prüfung live“ veranstaltete ein Winzer-Arbeitskreis diese Schulung. Freundlicherweise wurden wir als Nichtmitglieder ebenfalls eingeladen.
Sinn und Zweck war es den Anwesenden die Form und Art der QbA-Prüfung näherzubringen und natürlich die Schulung der Sensorik. Seminarleiter war Herr Krebs, seines Zeichens die Höchste Instanz wenn es um die QbA-Prüfung in Baden geht.
Nun denn, ich persönlich gehöre nicht zu den Anhängern der Prüfung, glaube ich an die Freiheit des Marktes und denke die Verbraucher sind mündig genug zu entscheiden was Plörre ist und was nicht. So ist es in allen Bereichen üblich, oder kennen Sie einen Bäcker, der sein Brot zunächst sensorisch prüfen läßt bevor er es verkauft? Wäre es vorstellbar, das ein Metzger seine Wurst zunächst zur Wurstprüfung anstellt, bevor er sie seinen Kunden anbietet? Was ist mit Tee, Kaffee, Apfelsaft? Warum werden hier die Verbraucher nicht vor schlechtem Geschmack geschützt? Vorsicht, ich schreibe über Geschmack nicht vergammelt, versifft oder Ähnliches!!!
Trotzdem, was ich wünsche und was ich denke hat nichts mit der Gegenwärtigen gesetzlichen Situation zu tun. Wie alle anderen Leute der Weinwirtschaft unterwerfe auch ich mich diesen Spielregeln, ein wenig murren wird ja noch erlaubt sein.

Zur Probe kamen wie bei der Quali (Winzer- und Kellermeisterdeutsch für QbA-Prüfung) üblich 52 Weine, aufgeteilt in 3er Probenreihen. Bewertet wird nach dem 5 Punkte Schema. Zunächst wird der Wein auf folgende Kriterien ohne Punktevergabe geprüft:

  • Rebsortentypsich?
  • Dem Prädikat entsprechend?
  • Der Herkunft entsprechend?
  • Farbe
  • Klarheit – damit ist gemeint, ob der angestellte Wein evtl Trübungen aufweist.

Werden diese Fragen (Vorbedinungenen) mit ja beantwortet, geht es zur Bewertung. Bewertet werden folgende Eigenschaften

  • Geruch
  • Geschmack
  • Harmonie

Maximale Punktzahl je Kriterium ist jeweils 5 Punkte. Die Punkte der 3 Eigenschaften werden addiert und durch 3 geteilt, dann erhält man die Qualitätszahl. Erreicht ein Wein bei einem Kriterium nicht die 1,5 Punkte wird er ebenfalls abgelehnt.Liegt die Qualitätszahl bei 1,5 darf der Wein als Qualitätswein in Verkehr gebracht werden, Punktzahlen darunter führen zur Ablehnung. Daneben gibt es eine Vielzahl von Regeln, entspricht z.B. eine Spätlese nicht dem Geschmacksbild einer Spätlese wird weiter probiert, und bewertet. Führt die Bewertung zur Qualitätszahl 1,5 oder höher, könnte der Wein unter Auflage der Abstufung zu Kabinett die Quali bestehen.

Als völlig ungeübter richtete ich meine Aufmerksamkeit den ersten 3 Proben, zückte den Stift, probierte und fällte mein

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