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Weinrallye #11: Anonymer Rotling

weinrallye_140.jpgIch blogge heute über einen einen Wein den es eigentlich noch gar nicht gibt, oder besser gesagt, es gibt ihn, aber keiner weiß was davon. Es ist also so eine Art PrePrePreRelease. Vergleichbar einer Raubkopie eines Filmes die bereits vor dem offiziellen Start durch die Welt geistert. Ja, und so was habe ich nun hier vor mir auf dem Tisch stehen. Um sicher zu gehen und keine Details zu verraten habe ich die Flasche anonymisiert und kann nun bedenkenlos die Bilder hier ins Internet stellen. Nur so kann ich gewährleisten keine Informationen preiszugeben die dieses Geheimprojekt betreffen, Die Veröffentlichung der Details, die Homepage, das Design und die Pressemeldungen werden derzeit ausgearbeitet. Der Wein ist Teil eines Gemeinschaftsprojektes verschiedener Weingüter.

Hier mein Beitrag zur Weinrallye #11, ausgerufen von Nikos Weinwelten.

Ein anonymer Rotling

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Im Internet herrscht ein regelrechtes Wirrwarr vor Begriffsbestimmungen, teilweise werden Definitionen eines Rotling genannt die den Winzer oder Kellermeister schlichtweg und einfach in den Knast bringen würden, würde er sich danach richten. Darum folgen nun zunächst einmal die Gesetzlichen Grundlagen zur Herstellung von Rotling in Deutschland:

Aus Weinrecht zum Anfassen, Begriffsbestimmungen 1.14.5 Rotling

(§ 32 Absatz 2 WeinVO)

Der Begriff „Rotling“ darf nur verwendet werden für einen inländischen Wein von blass- bis hellroter Farbe, der durch das Verschneiden von Weißweintrauben, auch gemaischt, mit Rotweintrauben, auch gemaischt, hergestellt worden ist.

Aus Weinrecht zum Anfassen, Begriffsbestimmungen 1.14.6 Schillerwein

(§ 32 Absatz 7 WeinVO)

Schillerwein ist ein Rotling, für ihn gelten deshalb die gleichen Herstellungsvorschriften wie für Rotling. Der Begriff kann jedoch nur für Qualitätswein b.A. oder Qualitätswein mit Prädikat aus dem b.A. Württemberg verwendet werden.

Aus Weinrecht zum Anfassen, Begriffsbestimmungen 1.14.7 Badisch Rotgold

(§ 32 Absatz 7 WeinVO)

Badisch Rotgold ist, wie der Schillerwein, ein Rotling. Deshalb muss auch er eine blass- bis hellrote Farbe ausweisen.

Er wird hergestellt durch das Verschneiden von Trauben oder Maische der Rebsorten Grauburgunder (Ruländer) und Spätburgunder. Der Anteil des Grauburgunder muss mehr als 50 % ausmachen. Der Begriff ist für Qualitätswein b.A. und Qualitätswein mit Prädikat aus dem b.A. Baden erlaubt.

So steht es im Gesetz!! Alle anderen Wortlaute oder Definitionen sind Falsch!!!!!!

Meine Verkostung:

Sorte: Badisch Rotgold

Herkunft: Trotz aller Anonymität, der Wein kommt aus Baden und zufälligerweise von dem Weingut in dem ich arbeite.

Verschnitt: Auch hier verrate ich trotz Zusicherung der Anonymität, das die Sorten Grauburgunder und Spätburgunder verwendet wurden im Verhältnis 2:1

Farbe: zartes Rosarot

Analyse: Alk 12 % Vol, Restzucker 5 g/ltr, Säure 4,6 g/ltr

Aromatik: Fruchtig, Beerengelee, Birne und Quitte, dazu vegetative Noten die vom Biologischen Säureabbau kommen.

Geschmack: Wunderbar!

Punkte: ganz Viele

Fazit: Es wird viele Wiederholungen dieser Verkostung geben im Verlaufe dieses Sommers!

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Rotling Tag 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 und 14

Also, wie man an der Überschrift wurde es nichts mit meinem täglichen Bericht über den Rotling mit der Versuchshefe. Die Ernte läßt kaum Zeit zum bloggen, aber dem Rotling war es egal. Bernhard hat auf seinem Blog gerade so einen Gärverlauf online gestellt, da kann man sich einmal exemplarisch einen solchen Gärverlauf ansehen, genau so wollte ich es hier ursprünglich darstellen 🙂

Der Rotling ist nun 14 Tage alt, davon befindet er sich seit 13 Tagen in der Gärung. Die Gärung selber verlief bisher extrem gleichmässig und störungsfrei. Die Temperatur blieb konstant bei 15 °C bis zum Tage 12, da wurde die Kühlung für diesen Tank abgestellt um eine sichere Endvergärung zu gewährleisten. Aber auch das hat keinen weiteren Temperaturanstieg verursacht, die Gärung verläuft weiter ruhig bei 15 °C. In den nächsten Tagen wird die Gäraktivität stark zurückgehen, evtl. gegen Mitte/Ende nächster wird der Wein komplett trocken vergoren sein.

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Rotling Tag 3 + 4

Wenn ich es irgendwie hinbekomme hier eine Tabelle einzustellen werde ich gerne den Gärverlauf hier im Blog in °C und °Oe dokumentieren.

Im Moment ist nicht viel passiert, der Rotling gärt inzwischen konstant schön langsam bei bei 14 °C. Das ist ein Tick zu kühl darum wurde heute die Kühlung etwas zurückgefahren. Weiterhin wurde dem Rotling oder besser der Hefe die erste Charge Hefenährstoff zugeführt. Was es damit auf sich hat kann man HIER nachlesen.

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Rotling Tag 2

Der am Freitag gemeinsam mit Schwarzriesling auf der Weinpresse gekelterte Müller-Thurgau wurde gepresst und als Saft in den Keller abgelassen. Dort durfte der Rotlingsaft ruhen bis zum Samstag Morgen, dann wurde er als blanker Saft abgezogen und im Gärtank bei 16° C  eingelagert.
Wir haben bisher nur wenig Erfahrung mit Rotling, hoffen aber das Geschmacksbild dem entsprechen wird was wir erwarten. Ein sehr fruchtiger, leichter Rosé der sich zur verperlung eignet, denn aus dem Rotling soll einmal unser Secco werden.

Weiterhin bekam der Rotling, wie HIER ankündigt, eine ganz spezielle Hefe zugesetzt, auch hier erhoffe ich mir, das die Hefe in meinem Sinne arbeitet und schöne Aromen bildet.

Bereits am Samstagabend konnte man über die Gärpfeiffe erste Gäraktivitäten beobachten.
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Das Bild zeigt das einstreuen der Hefe für den Hefeansatz. (Über den Hefeansatz werde ich demnächst extra berichten)

Übrigens, Hefen können keine Wunder vollbringen und völlig neue Aromen bilden, sondern müssen damit auskommen was in den Trauben vorhanden war. Aus faulig stinkenden Trauben kann auch die beste Hefe nur faulig stinkenden Wein produzieren!

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Müller Thurgau und Rotling

Gestern wurden die Sorten Schwarzriesling und St. Laurent geerntet, beide in sehr gutem Gesundheitszustand und ordentlichen Mostgewichten.

Heute widmen wir uns der Sorte Müller Thurgau, ein Teil davon wird gemeinsam mit Spätburgunder zu Rotling verarbeitet.

Für den Samstag ist die Ernte des Grauburgunder angedacht, wenn das Wetter mitspielt haben wir dann zum Wochenende hin einen ordentlichen Batzen der diesjährigen Ernte bereits eingeholt.

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