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Weinrallye #33 | Weine aus Aromasorten | Gewürztraminer

weinrallye_33.jpgDie 33.Ausgabe der Weinrallye findet bei Robert vom Weinblog Vinissimus statt, das von ihm ausgerufene Thema lautet Weine aus Aromasorten.

Aber, ich habe ein großes Problem, ich habe meinen Teilnehmer zu dieser Weinrallye verschenkt!! Er ist weg, ein wunderbarer köstlicher südafrikanischer Hanepoot, ausgebaut als Süßwein und abgefüllt in diese praktischen kleinen Fläschchen die man alleine trinken kann! Für mich ganz persönlich ist Hanepoot der Inbegriff der Aromasorte, der Höhepunkt südafrikanischer Weinbaukultur, die schönste, überwältigenste intensivste und wunderbarste Aromatik die man in einem Wein überhaupt finden kann. Wer die Chance bekommt seinen Gaumen mit einem guten Hanepoot streicheln zu dürfen, sollte dies unbedingt tun und beherzt zugreifen!!

Nun denn, der Wein ist weg, somit muß ich Ersatz beschaffen und beschliesse einem Fachhändler mit dem französisch klingenden Namen Jaques einen Besuch abzustatten. Ernüchtert muß ich jedoch feststellen, im dortigen Sortiment gibt es nur 2  Weine die sich als Aromatisch bezeichnen liessen, aber ich bin ja selber Schuld, warum habe ich auch meinen eigentlichen Weinrallyeteilnehmer verschenkt!

2008 Gewürztraminer  Reserve, Alsace, Lucien Albrecht

Ich hatte richtig Lust auf einen tollen Gewürzi und träumte kurz davon fähig zu sein einen wahnsinnig toll aussehenden und wohlschmeckenden Gugelhupf als Begeliter zu diesem Wein backen zu können. Ausserstande genau das zu tun beschränkte sich der Genuss auf den Wein. Flugs den Vollplastikkorken aus der Flasche gezogen (da sag ich jetzt nichts dazu ….) Glas auf den Tisch gestellt und eingeschenkt.
Sehr verhaltene, dezente aber eindeutige Gewürztramineraromatik die allerdings meine Erwartungen und Ansprüche an einen Elsässer Gewürztraminer nicht annähernd befriedigen kann. Spricht man  bei der Sorte Gewürztraminer gelegentlich von einem Blumenstrauss voller Rosen, würde ich es in diesem Fall auf ein Sträusschen reduzieren, aber ein schönes und sauberes dafür! Der Wein schmeckt süsslich mit deutlichen Gerbstoffkomponenten die für meinen Geschmack irgendwie nicht zum Gewürztraminer passen wollen. Übrigens bei der Nachverkostung 14 Tage später waren diese Gerbstoffnuancen komplett verschwunden, der Wein präsentierte sich noch in einwandfreiem Zustand, lediglich die Aroamatik hatte ein wenig gelitten.

Der auf dem Rückenentikett abgedruckten Beschreibung kann ich nicht zustimmen da ich sie nicht verstehe, ich vermute der Winzer will mir mitteilen das sein Wein nach Früchten und Blumen riecht und ideal zum Dessert, Käse und Gänsestopfleber passt?

Riches arômes des fruites, de fleurs ou d’épices.
Apéritif, desserts, recettes exotiques, fromage forts et foie gras.

Da die Süße die tragende Säule des Weines ist und eben nicht die Aromatik mag die Essensempfehlung in Ordnung sein, wobei ich speziell von einen Aperitif andere Vorstellungen habe.

Zusammenfassend würde ich sagen, der Wein war in Ordnung aber definitiv kein Überflieger. 10 Euro erscheinen mir persönlich ein bisschen zu hoch, aber wenn der Winzer solche Preise erzielen kann ist das natürlich in Ordnung1

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Weinrallye – Weine aus Aromasorten

weinrallye_33.jpgWer einen Faible für Weine aus Aromasorten hat, für den könnte die 33. Ausgabe der Weinrallye interessant werden! Das Weinblog Vinissimus hat dazu aufgerufen Weine aus Aromasorten zu verkosten und darüber in den Weinblogs zu schreiben. Wer kein Weinblog hat, der bekommt gerne beim Gastgeber ein tolles Plätzchen um seine Notizen zu veröffentlichen.

Am Samstag den 22.Mai ist es also soweit, noch ist genug Zeit sich Wein zu besorgen und einen Anlass um eine Flasche Wein zu öffen ist ja mit der Weinrallye #33 ohnehin gegeben!

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Weinrallye #32 & Weinrallye #33

Iris vom Lissonblog hat inzwischen ihre fulminante Weinrallye beendet und die Zusammenfassung online gestellt. Diese Weinrallye war wohl einmalig, in vielerlei Hinsicht. So existiert ab Weinrallye #32 eine Facebookgruppe, ein Umstand an den ich mich zuerst gewöhnen mußte, bzw es noch tue! 🙂

weinrallye_33.jpgweinrallye_ipinot.jpg

Robert, der Betreiben des Weinblogs vinissimus hat inzwischen die Weinrallye #33 ausgerufen und wünscht sich von uns aromatische Weine, bzw. „alles was eurer Nase nach einen intensiven Wohlgeruch verströmt“. Da sollte doch jeder etwas finden können!?

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Weinrallye sucht Gastgeber!

Die Weinrallye sucht Gastgeber!! Das komplette Jahr ab Juli steht zur Verfügung. Wer Interesse hat, bitte Email an das Winzerblog!

Wichtig für Gastgeber ist das folgende: Du hast ein Weinblog, es ist für jedermann frei zugänglich um zu lesen und deine Artikel können kommentiert werden! Dann steht einer Weinrallye nichts im Wege.

Danke für die Hinweise, der Emaillink ist repariert :-))) Ihr könnt weiterhin eure Vorschläge und Anmeldungen mailen  

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Weinrallye 32 – ein alter Burgunder aus Baden

weinralley_os_140.jpgMein zweiter Beitrag zur Weinrallye die von Iris ausgerichtet wird. Aufgefordert sind die Blogautoren heute etwas über Spätburgunder zu schreiben. Nach einer 1964er Hex von Dasenstein wollte ich eigentlich einen Spätburgunder von Affental öffnen habe mich aber dann doch für etwas anderes entschieden, natürlich ebenfalls aus Baden!

1989er Waldulmer Pfarrberg Spätburgunder Kabinett
Waldulmer Winzergenossenschaft

Mit Waldulmer Spätburgunder verbinde ich viele Besuche in den Kneipen und Restaurants meiner Heimat. Der Waldulmer war in 80er Jahren DER Spätburgunder schlechthin in der Gastronomie rund um den Bodensee.

Zugegeben, man braucht viel guten Willen um in dem 1989er Wein das typische Spätburgunderaroma zu finden! Bereits bein einschenken verströmt der Wein den eigensinnigen Duft vieler alter Rotweine. Ein Aromengemisch aus Sherry, Rauch und Nüssen hat die Regentschaft im Weinglas über die ursprünglichen Burgunderaromen übernommen. Aber es ist angenehm und wohlriechend.

Der Wein ist blank und sauber ohne jegwelche Eintrübungen, die Farbe wirkt ein bisschen stumpf und müde, orangene Farbnuancen zeigen die Reife des Weines.

Der Spätburgunder Kabinett wirkt im Gaumen lebendig und agil. Die Gerbstoffe kitzeln und zeigen eindeutige klare Präsenz! Das überrascht mich, ich hatte eine völlig andere Erwartung an den Geschmack des Weines.  Der Waldulmer ist nachhaltig und lang, am Gaumen deutlich besser als in der Nase, von der Süße ist kaum mehr etwas zu schmecken. Ein kleines Säurespiel streichelt die Zunge, vermag aber auch nicht den leicht nussigen oder gar schokoladigen Geschmack zu überdecken

Bei uns kommt der Wein als Begleiter zum Käse auf den Tisch, die Rolle als Essensbegleiter erfüllt er zur vollsten Zufriedenheit, die Flasche Wein wird definitv leer getrunken.

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Weinrallye #32 – Der Spätburgunder mit der Hex

Iris vom Lisson Weinblog zeichnet verantwortlich für die 32. Ausgabe der Weinrallye. Ausgerufen ist das Thema Spätburgunder, dem ich nur zu gerne folge.

Würde man mich fragen welche Spätburgunder mir wohl als erstes bewußt in meinem Leben begegneten würde ich 3 Ortenauer Namen benennen, Waldulm, die Hex und den Affen. Alles Klassiker Badischer Genossenschaftlicher Späturgunderkultur.

Ich schwelge in Erinnerung und werde zur Weinrallye #32 zwei von diesen Klassikern verkosten, trinken und geniessen.

1964er Hex vom Dasenstein Spätburgunder
Winzerkeller Hex vom Dasenstein

1964 Hex vom Dasenstein
Könnte dieser Wein eine Geschichte erzählen wäre es wohl eine sehr traurige. Denn schon beim öffnen der Flasche beschleichen mich Zweifel ob hier wohl alles mit rechten Dinge zugeht. Der Korken machte auf mich den Eindruck als wäre er nur unter größten Anstrengungen in den Flaschenhals gekommen.
1964 Hex vom Dasenstein
Ich vermute dieser Wein wurde schon einmal vor mindestens 15 Jahren geöffnet, verkostet und wieder mit dem Originalkorken verschlossen. Offensichtlich ist dem damaligen Trinkgenuss irgend etwas dazwischen gekommen, dabei sind viele Varianten denkbar.

Ich glaube das der Vorbesitzer dieses Weines diesen Spätburgunder zu einem prächtigen Abendessen mit seiner Auserwählten ausgesucht hatte. Vermutlich war das Essen bereits angerichtet, die Gläser standen bereit, die Kerzen waren angezündet und der Wein atmete bereits seit mehreren Stunden um sich dann im Weinglas prächtig enfalten zu können. Als guter Gastgeber hat der damalige Weinbesitzer natürlich bereits vorverkostet und mit einem Lächeln und behäbigen Kopfnicken sich selber Mut zugesprochen das seine Weinauswahl die richtige ist für das anstehende romantische Abendessen!

Es kam alles anders …

Die eingeladene Dame entpuppte sich als 1. Vorsitzende der örtlichen Abstinenzbewegung und lehnte es dementsprechend ab überhaupt an diesem damals wunderbar rubinrot leuchtenden Rotwein zu nippen. Hätte sie wenigstens einmal daran gerochen hätte sie sich vielleicht von den zarten verhaltenen beerigen  Aromen dieses wohlgereiften 1964er Kappelrodecker Spätburgunder verführen lassen und hätte der Abstinezbewegung abgeschworen. Aber sie wollte nicht und so hat der Gastgeber in seiner Verzweiflung die Weinflasche wieder notdürftig mit dem Korken verschlossen und hat ein Glas Wasser auf den Tisch gestellt …

1964 Hex vom Dasenstein
…. tja über den weiteren Verlauf des Abendessens kann man nur spekulieren, aber was mit dem Wein passierte ist wirklich traurig, er wurde zu Essig. Ich binzwar hart im Nehmen, aber dieser Wein war leider völlig ungeniessbar und hätte auch als Essig keinen Genuss gebracht.

Wer sich für die tolle Geschichte der Hex vom Dasenstein interessiert sollte unbedingt einmal dort vorbeigehen, Kappelrodeck ist immer eine Reise wert und das Weine aus der Ortenau mal nicht so schmecken ist wirklich eine Seltenheit!

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Lieber Winzerblogger, kannst du bitte noch einmal kurz, ausführlich und für jeden verständlich erklären wie das mit der Weinrallye #32 genau funktioniert?

Aber klar doch, das mache ich doch gerne!weinrallye_ipinot.jpg

  1. Das Thema ausführlich und in aller Ruhe bei der Gastgeberin lesen
  2. überlegen welchen Spätburgunder man hat der zum Thema passen könnte
  3. falls kein passender Wein da ist beim Händler oder Winzer des Vertrauens einen entsprechenden Wein besorgen.
  4. Wenn man mag wäre jetzt der ideale Zeitpunkt die Weinflasche zu fotografieren
  5. Weinflasche aufmachen
  6. den Wein probieren
  7. zurücklehnen und Gedanken sammeln
  8. Gedanken aufschreiben
  9. aufgeschriebene Gedanken irgendwo im Internet veröffentlichen
  10. den Link zu den im Internet veröffentlichen Gedanken an Iris schicken, am besten via Email, Facebook oder ein Kommentar im Gastgeberblog abgeben. Übrigens, wer keinen Platz im Internet findet wo er den Bericht über seinen Spätburgunder ablegen kann, dem gibt die Iris ein spezielles Plätzchen in ihrem Blog ab!
  11. Bitte nicht vergessen, die Spätburgunder Weinrallye #32 findet am Sonntag den 18. April statt, dann sollte der Artikel veröffentlich werden.
  12. ….und schon ist man bei der Weinrallye #32 dabei! Ganz einfach und schnell

Und? Ist doch eigentlich ganz einfach bei so einer Weinrallye mitzumachen!!

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Weinrallye #31 – Faszination Wein

weinrallye_31.jpgDie 31. Ausgabe der Weinrallye wird von Bernhard Fiedler ausgerichtet dem an dieser Stelle dafür ein besonderes Dankeschön gebührt, denn noch nie hat jemand eine Weinrallye mit einer ganzen Serie derart asuführlicher Artikel vorbereitet. Bernhards Thema für die Weinrallye #31 lautet Faszination Wein.

Die Frage zu beantworten woher meine Fasziantion für den Wein herkommt erscheint mir fast unmöglich. Ich kann es gar nicht an einem einzigen Punkt festmachen, erschwerend kommt hinzu das sich diese Fasziantion durchaus verändert hat denn mit zunehmendem Alter stelle ich bei mir eine Verschiebung meine Interessenslage fest 🙂 Hat mich als junger Mann die Kellerwirtschaft mitsamt ihrer Technik in ihren Bann gezogen hat sich diese Technikfaszination komplett in das Gegenteil gewandelt! Ich schätzer heute die Art der Weinproduktion welche mit minimalistischen Mitteln auskommt. Dennoch, niemals werde ich meine ersten Arbeitsstunden am röhrenden Separator SA 65 vergessen, das Gefühl dieses gefährliche Monstrum zu beherrschen, zu den ganz wenigen zu gehören die dieses lärmende Ungetüm ohne Angst und Schrecken blind nach Gehör und Gefühl bedienen können. Heute freue ich mich über jeden Separator dem ich begegne wenn er still steht. Ich habe mir früher sogar meine Arbeitsplätze danach ausgesucht welche technischen Finessen sie für ihre Weinküfer und Kellermeister zu bieten hatten. Menschen die sich für Technik begeistern können sind in der Kellerwirtschaft nach wie vor gut aufgehoben denn in den Weinkellern dieser Welt schlummert mehr Hightech als sich normalsterbliche Weingeniesser vorstellen können.

Und heute?

Es gibt vieles was mich am Wein, am Weinbau fasziniert. Ich bin kein Winzer, trotzdem ist es jedes Jahr für mich ein Wunder zu erleben wie quasi aus dem nichts heraus der Rebstock beginnt zu wachsen.
Weinrallye #31
Das bluten, das anschwellen der Knospen und schliesslich der Austrieb. Mir ist klar das läßt sich alles mit Biologie und Physik erklären, für mich bleibt es trotzdem ein faszinierendes Wunder.

Gleiches gilt für die alkoholische Gärung mit allen begleitenden Zyclen. Diese unglaubliche Formel die bereits Generationen gepeingter Weinbauschüler verdrossen hat, deretwegen unzählige Studenten ihr Studium abbrechen wollten, das alles nur weil die Wissenschaft dieses Mysterium der alkoholischen Gärung in einer unglaublich komplizierten und komplexen Formel ausdrückt. Der Prozess der alkoholischen Gärung wird reduziert auf Zahlen und Buchstaben, so könnte man den Eindruck gewinnen die Produktion von Wein wäre planbar oder gar berechenbar.
Mitnichten ist sie das ….. es ist genau der Punkt der mich bis heute an meinem Beruf fasziniert! Traubensaft aufgeteilt auf 2 Fässer, 2 mal identischer Inhalt und was passiert? Nach der Gärung haben wir 2 unterschiedliche Produkte!! Die Formel bleibt für beide Fässer die gleiche, aber wir haben unterscheidliche Weine! Das ist absolut fantastisch, ein Wein ist niemals reproduzierbar, das unterscheidet uns zu anderen alkoholischen Getränken!

Mein Wein zur Weinrallye:
1979 Oppenheimer Krötenbrunnen
1979er Oppenheimer Krötenbrunnen Müller Thurgau Spätlese
Nun ja, ich gebe zu, faszinierend war der Wein nicht mehr. Es kommt selten vor, aber ich hatte heute gleich zwei mal Pech, denn der Wein wurde wohl vor vielen Jahren schon einmal geöffnet, verkostet und dann unfachmännisch wieder verschlossen. Aber immerhin, die Person hat sich nicht getraut den Wein wegzukippen, es wäre nun an mir eine Geschichte zu erfinden wie der Wein zu mir kam, aber ich vermag es tatsächlich nicht mehr zu sagen. Ich glaube ein Kunde hat mir diese Flasche gebracht.
Die Farbe des Weines war von einem faszinierenden gold, die Aromatik hatte bereits gelitten und starke oxidative Töne die leider kein Müller Thurgau Aroma mehr erkennen liessen. Der Geschmack ging einher mit der Aromatik, keine Fehltöne, aber dennoch ein zu kleiner Wein um 30 Jahre völlig unbeschadet überstehen zu können.

So erfreuen wir uns an der Farbe, denn eines ist klar, kein Bier, keine Limonade würden nach 30 Jahren Reisezeit in einer Flasche Erwähnung finden, schon gar nicht wenn die Flaschen zwischendurch schon einmal geöffnet waren 🙂
1979er Oppenheimer Krötenbrunnen
Ich mag mir gar nicht vorstellen wie eine Welt aussähe in der es keinen Wein gibt? Wo wäre die Kunst, die Musik und die Literatur ohne Wein? Was wären wir für eine Gesellschaft ohne Wein?

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Weinrallye #31 – Faszination Wein

weinrallye_31.jpgDie nächste Weinrallye die am 23. März 2010 stattfinden wird, wird von unserem Weinblogger aus Österreich Bernhard Fiedler organisiert. Seine Themenwahl basiert auf einer Frage um deren Beantwortung er uns bittet:

Was macht diese Faszination des vergorenen Traubensaftes aus?

Wem das nun zu weit gegriffen ist, für den folgen einge Anregungen:

Vielleicht findet sich ein konkreter Wein, mit dem sich das Besondere Deiner Beziehung zum Rebensaft gut darstellen läßt. Oder Du hast eine denkwürdige Erinnerung an Dein erstes Aha-Erlebnis bei einer Verkostung auf Lager. Möglicherweise gibt es aber auch ganz andere Geschichten zu erzählen, die am Wein besonders faszinieren.

Nun, ich bin gespannt was da auf uns zukommt. Bernhard hat in seinem Blog eine große Fülle von Anregungen parat, es lohnt sich bei ihm zu stöbern!

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Weinrallye #30 – Naturwein

weinrallye_naturwein.gifAls Matthias vom Social Wineblog mir das Thema zu dieser Weinrallye nannte war ich zunächst schlicht und einfach begeistert. Noch ahnte ich nicht, das es mir nicht gelingen würde einfach so einen Wein zu besorgen der dem entspricht was ich als Naturwein definiere.

Nun die letzten Tage schwirrte so einges durch das Internetz an Definitionen für Naturwein, da ist auch so manches fragwürdige dabei, aber jedem das seine und solange es keine Regeln gibt darf ja jeder seine eigene Naturweindefinition darstellen und gebrauchen. Übrigens, die mit Abstand schönste, einfachste und wohl auch beste Definition des Begriffes Naturwein stammt von Mikel Bauer und wurde via Twitter veröffentlicht:

ein Naturwein ist ein Wein in der Natur getrunken?

Ja, Mikels Definition hätte ich mir zu Eigen gemacht hätte ich gar keinen Wein mehr gefunden 🙂

Meine Definition von Naturwein ist ganz einfach, ein Wein produziert alleine mit Wissen und Erfahrung der Winzer unter Zuhilfenahme moderner Technik und gleichzeitigem Verzicht der Nutzung von Behandlungsstoffen in der Kellerwirtschaft und dem Weinbau. Auch über Pflanzenschutz, egal ob biologisch oder nicht, muß hierbei gesprochen werden. Nur, es ist selbstverständlich das Naturwein in Weinberg und Weinkeller produziert wird, es hilft nicht Trauben aus konventionellem Weinbau als Naturwein zu bezeichnen weil eben im Weinkeller ohne Weinschönung gearbeitet wurde. Wenn dem so wäre könnte ich mich als echter naturwein Spezialist bezeichnen!

Mein Beitrag zur 30. Ausgabe der Weinrallye ist eine 2005er  Riesling Trockenbeerenauslese die aus Verlegenheit produziert wurde weil wir es nicht über das Herz brachten die Trauben nicht zu ernten. Der Weinberg wurde in seinem letzten Standjahr nicht mehr gepflegt und bearbeitet, als er noch nicht in unseren Besitz war. So konnten wir zur Erntezeit trotzdem eine klitzekleine spärliche Ernte sich selbst überlassener Trauben einfahren. Die Trauben wurden sortiert und letztendlich abgepresst und vergoren. Herauskamen ca. 50 Liter Saft die sofort anfingen zu gären. Die Gärung kam ganz normal von selber zum Stillstand, der Wein wurde in Glasballons gefüllt und ich wartete darauf das sich der Wein irgendwie von selber klären würde was jedoch nie geschah. Um diesen Wein zu klären besorgte ich von einem Miniwinzer einen Minifilter und filtrierte diesen Wein unter unsäglichen Mühen um ihn dann als edelste Trockenbeerenauslese auf die Flaschen zu füllen. Vielleicht hätte es dieser Wein gar nicht nötig gehabt, aber bei derartigem Traubengut waren wir vorsichtig, darum wurde der Wein geschwefelt.

Die Säure des Weines schmeckt deutlich konzentirert und verleiht dem Wein jugendliche Charakterzüge. Der Riesling verläßt die Flasche wie zähflüssiger Sirup, der Zucker wirkt im Mund überwältigend süß wie es nur bei hochgradigsten Trockenbeerenauslesen der Fall sein kann. Ein Wein gewachsen und produziert für die Unendlichkeit. Noch Minuten nach dem letzten Schluck wirkt der Wein im Gaumen, die Süße scheint unendlich lange anzuhalten, die intensive Rosinenaromatik untermalt von Honig und Nusstönen läßt einen den Alltag vergessen und die Faszination für den Beruf des Winzers aufs neue erleben.

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Weinrallye #30 – Naturwein

Inzwischen ist die 30. Ausgabe der Weinrallye ausgerufen worden. Das Thema ist ganz bewußt sehr weitläufig gefasst, geht es doch auch darum, Erfahrungen und Definitionen zu sammeln was die Weinblogger unter dem Begriff Naturwein verstehen. Matthias von Social Wine ruft mit dem Thema Naturwein zur 30. Weinrallye am 17. Februar 2010 auf und ich könnte mir vorstellen das wir aussergewöhnliche Weine kennenlernen werden.

Ich freue mich sehr auf dieses Thema!

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Weinrallye #29 – Zusammenfassung

Inzwischen ist die 29. Ausgabe der Weinrallye abgeschlossen, es ist ja immer noch etwas Besonderes wenn die Weinrallye in das Ausland geht. Dieses mal war ja die Schweiz das Thema und wie zu erwarten war, hat Robert von  Blog lamiacucina eine wunderbare Weinrallye durchgeführt. Dankeschön dafür Robert! Tolles Thema, tolles Blog, tolle Beiträge, tolle Zusammenfassung!

weinrallye_29.jpg

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Weinrallye #29 – Hopp Schwiiz

Ich habe schon immer eine besondere Beziehung zu den Weinen der Bündner Herrschaft gehabt. Sie haben mich seit jeher interessiert und fasziniert, vor allem weil immer beim Besuch in der Schweiz die Weine dieser Region im Mittelpunkt standen. So waren mir Orte wie Malans, Jenins oder Maienfeld schon ein Begriff bevor ich überhaupt Wein trinken durfte.

Jetzt hat es ideal gepasst, Robert von lamicucina hat zur Weinrallye #29 aufgerufen! Schweizer Weine oder Weine des Veltlin sollen wir trinken, einer Aufforderung der ich nur zu gerne nachkomme. Wobei ich die Definition der Weinregion Veltlin gerne und ganz bewußt ihm überlasse!

Bei uns geht es zu Weihnachten und zum Jahreswechsel im Schweizerisch zu, heute nicht mehr so wie früher, aber immer noch ein bisschen. Das hat damit zu tun das ein nicht unerheblicher Teil meiner Sippe eben Eidgenössisch ist.

Schweizer Wein in Deutschland zu bekommen ist nicht einfach, Glücklicherweise konnte ich mir die begehrte Ware mitbringen lassen. Ein Anruf bei einem Weinhändler in Winthertur und die Bitte einen Karton diverser Weine die repräsentativ für die Bündner Herrschaft wären zu richten wurde umgehend und gerne erfüllt. Per freundlichem persönlichem Lieferservice fand der Wein bis zu heilig Abend seinen Weg direkt zu mir unter den Christbaum! Besser geht es nicht!!!

Ich hatte also mehr oder weniger 6 Weine die Bereit lagen, dazu noch andere diverse Schweizer Tropfen auf die jederzeit je nach Lust und Laune direkt zugegriffen werden konnte. Kurzum, es war mehr Wein da als ich hätte jemals trinken können ….

In den vergangen Tagen gab es dann 2 Varainten von Fondue, ich persönlich liebe Fondue und durfte mir wünschen was ich für eines wollte. Ich konnte mich nicht entscheiden und bettelte darum ein Fondue Chinois und ein Käsefondue zu bekommen.

kasefondue_wikipedia.gifMein betteln wurde erhört, ich bekam beides ….. übrigens wenn ich es recht bedenke, das Fondue Chinois ist wohl auch alles aber nicht schweizerisch?

Nicht genug, zum Ende der Feiertage war noch ein Fendant übrig, was blieb da anderes übrig als ein Raclette zu machen? Wie sosnt hätte ich den Fendant unter die Menschen bringen können? Zugegeben, der Fendant hätte idealerweise wohl besser zum Käsefondue gepasst, aber das hatten wir ja gerade 3 Tage zuvor schon genossen.

Ich hoffe man versteht das nun nicht falsch oder bekommt es in den falschen Hals, für mich liegt und lag die Besonderheit an Schweizer Weinen auch daran, das man sich in der Schweiz nicht um den internationalen Mainstream Geschmack kümmert. Die schweren Weintypen welche unsere Weingurus und Weinverkoster gerne mit hohen Punkten propagieren findet man in Graubünden nicht an jeder beleibigen Ecke. Das imponiert mir, es gefällt mir das die hohen Qualitäten zunächst durch feine zarte Aromatik brillieren, ihren Körper nur fein und dezent zur Schau stellen. Die Weine der Bündner Herschaft sind jeder für sich einmalig unverwechselbare Weinindividuen die sich von Ort zu Ort bisweilen dramatisch unterscheiden. Letzteres ist eine Eigenschaft die uns im deutschen mehr und mehr abhanden kommt! Aber genau diese Vielfalt macht die Schweizer Weine für mich aus

Weinrallye #29

Längst sind die Zeiten vorbei als Schweizer Weisswein eindimensional nach Sauerkraut roch und seine Andersartigkeit der Weinproduktion schon von weitem mit einem „Obacht!! Schweizer Wein“ aus dem Glas schrie. Es war den Schweizern egal, sie haben beharrlich den Säureabbau betrieben und tun dies noch immer. Zum Glück, denn Magenmilde Weine sind im Trend!

Übrigens, im Schnitt habe ich je Flasche 20 Euro bezahlt und bis auf einen einzigen waren sie alle ihr Geld wert!

Tolles Land, tolle Weine, tolle Landschaft, tolles essen und trinken, tolle Blogger!

Ich muß da unbedingt mal wieder hin ….

Die verkosteten Weine:

  • 2008er Malanser Cuvée Blanc, Cottinelli
  • 2008er Maienfelder Sauvignon blanc
  • 2007er Amedeo Primus, Bischöffliche Domaine Chur, Pinot Noir
  • 2007er Maienfelder Schloss Salenegg, Barriqueausbau, Pinot Noir
  • 2008er Jeninser Cottinelli, Pinot Noir

Hochinterssant waren für mich die beiden Weissweine, aber nachkaufen werde ich den Amedeo Primus und den Maienfelder Schloss Salenegg. Beide Weine sind genau mein Geschmack, gut zu wissen wo ich die bekommen kann.

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Weinrallye #29 ausgerufen! Schweizer und Veltliner Weine

weinrallye_29.jpgDie nächste Weinrallye führt uns am 13. Januar in die Schweiz und soweit als möglich in das Veltlin. Das ist in so fern interessant als es das Veltlin als Weinbaugebiet meines Wissens eigentlich gar nicht gibt! Ich vermute wir bekommen die Gelegeheit sehr viel zu lernen über den Weinbau in unserer Nachbarschaft. Robert von lamiacucina gibt uns jedoch so viel Spielraum das ein Jeder fündig werden sollte und sich dann auch an diesem wunderschönem Weinrallyethema beteiligen kann.

Gastgeber: lamiacucina
Thema: Weinrallye 29: Schweizer und Veltliner Weine
Termin: 13. Januar 2009

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Weinrallye #28 – Zimtsterne, Linzertorte und dazu passend ein roter Sekt

Die 28. Ausführung der Weinrallye findet statt unter dem Motto „Adventsweine oder Weine zum Christstollen“ und wurde ausgerufen von Thomas Günther auf seinem Weinblog Weinverkostungen.de.

Also ich machs kurz, denn inmitten des weihnachtliches Päckchenwahnsinns der hoffentlich zur Zeit bei jedem Winzer vorherrscht finde ich kaum Zeit für die Weinrallye, schliesslich befinde ich mich inmitten der gewaltigsten Arbeitsspitze neben der Weinernte!

Mein Adventsessen:

A: Linzertorte, Ausgabe Adventsedition
Weinrallye #28

B: Zimtsterne
Weinrallye #28

Ganz ehrlich, Zimt macht mich ein bisschen Ratlos, ich probiere ein wenig rum, aber eigentlich ist nichts dabei von dem ich behaupten könnte das das ein echter Knüller wäre. Süße wie trockene Weine reißen mich nicht vom Hocker. Egal ob Beerenauslese, Eiswein, Spätlese halbtrocken, Riesling oder sogar ein Gewürzi. Das alles kann mich nicht überzeugen. Ich überlege mir kurz etwas richtig Altes zu öffnen, einen Riesling aus Kriegszeiten vielleicht? Aber ausgerechnet so etwas ausgefallenes dann zu einer Linzertorte trinken? Und ausserdem habe ich keine Zeit!! So etwas muß doch richtig genossen werden.

Nein, ich passe, mir dämmert langsam das ich in eine ganz andere Richtung denken muß, in eine Richtung die dem Zimt und dem Zucker etwas engegensetzen kann. Ich entscheide mich für einen roten Rohsekt!! Rohsekt deshalb, weil das Produkt sich noch in der Produktion befindet und von daher eigentlich noch nicht trinkfertig ist. Eigentlich, denn es ist das Privileg von Winzern und Kellermeistern Zugang zu diesen Rohdiamanten zu haben.

Der Wein: Rohsekt aus Rotwein
Weinrallye #28

Was soll ich sagen, das passt genau, absolut super. Der Rote Sekt mit seiner feinen von Hefe geprägten Holunderaromatik, mit seinen noch groben erst im Frühstadium der bubblifizierung befindlichen Bläschen steht wie eine Eins gegen die Linzertorte und erst Recht gegen die Zimtsterne. Mit zunehmender Süße gewinnt der Rohsekt zusehends an Boden und übernimmt ab 45 g Restzucker schliesslich die Herrschaft in dieser Kalorienschlacht.

Apropos Kalorien, rein Kalorientechnisch betrachtet war dieses Thema natürlich ein Supergau!!! Aber ab und zu ist das ja auch nötig!!

Nochmal ein Dankeschön an Thomas, das war ein tolles Thema und hat richtig Spass gemacht. Ich bin froh mir die Zeit abgerungen zu haben um teilnehmen zu können, jeder Moment war es wert!

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