Tradoria – auf dem Weg zum Onlineshop – Versandkosten

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen, die für mich anfangs unlösbare Hürde der Versandkosten wurde genommen, ich denke die nun folgend dargestellte Lösung ist akzeptabel.

Alle Shops bei Tradoria müssen jeden Artikel inkl. der Versandkosten einstellen. Ein Problem, denn was tun wenn der Kunde 12 verschiedene Weinsorten aussucht? Automatisch bezahlt der dann 12 mal Fracht. In der Kalkulation muss ich ja davon ausgehen das manchmal nur eine Flasche bestellt wird, darum muss der volle Versandpreis auf den Listenpreis kalkuliert werden. Ansonsten wäre eine Bestellung denkbar, bei der die Frachtkosten den Preis der Weinflasche übersteigen. Was für ein Horrosszenario!

Tradoria bietet nun 2 Möglichkeiten. Zum einen einen Preis zu vergeben, und die bestellbaren Mengen vorgeben. Bei meinem Beispielwein, Listenpreis Euro 8,50 + Fracht und Verpackungskosten von 7 Euro (Pauschale auf die Verpackungsgrößen 6,12,18) ergibt sich ein Flaschenpreis von 9,67 Euro. Der Artikel sieht aus wie folgt:

weinshop1.gif

Beispiel, hier ein Screenshot mit Einstellung einer Mindestmenge von 6 Flaschen und einer Staffelung von 6, 12, 18, oder 24 Flaschen. Das Problem hierbei ist, das die Frachtkosten immer gleich berechnet werden. Der Grundpreis des Weines ist zwar niedriger, aber setzt man den Bestellvorgang fort erhält man das folgende Szenario:

weinshop3.gif

Der Kunde bezahlt immer mehr Fracht je mehr Wein er bestellt. Zudem meine ich, das das Shopsystem den Kunden deutlicher darauf aufmerksam machen müßte das er nur zwischen den vorgegeben Bestellmengen wählen kann.

Zu diesem Zeitpunkt war das für mich ein Knockout Argument, denn im Gegensatz zu Ebay oder anderen Händlern möchten wir am Versand nichts verdienen. Wein ist unser Geschäft und eben nicht Versand.

Ein kurzes Gespräch mit der Tradoriahotline brachte mich dazu Varianten des Produktes anzulegen. Auch hier sind die Bestellmengen fix vorgegeben, aber ich kann die Frachtkosten anpassen und die Bestellmenge und deren Endpreis deutlicher hervorstellen.

weinshop2.gif

Die Einzelflasche erscheint zwar extrem teuer, aber, nach vielen Jahren online, weiß ich das die Bestellmenge 1 Flasche äußerst selten ist. Darum bin ich auch bereit diese Einheit zu vernachlässigen. Wichtig ist mir der Umstand, das der Kunde erkennt das der Wein mit höherer Bestellmenge günstiger wird. Ich werde noch die Option 18 Flachen einpflegen, dann müßte es eigentlich passen. Wünschensert wäre nun noch eine Möglichkeit den tatsächlichen Flaschenpreis anzeigen zu lassen, zur Not könnte ich diesen noch hinter die Flaschenanzahl einsetzen, aber vermutlich wird dann alles zu kompliziert und zu Viel. Ich bin zufrieden, aber nicht ganz glücklich. In der Weinbranche sind wir es gewohnt die Frachtkosten transparent und extra auszuweisen.

Apropos Versandkosten, die Tradoria angeschlossenen Händler können an einem DHL Rahmenvertrag teilnehmen, dessen Frachtkosten mal schnell um 70 Cent günstiger sind als das was z.B. mein Weinbauverband mit der DHL ausgehandelt hat. Darauf werde ich dann im Punkt Kosten näher eingehen.

Kommentarfunktion am 14. März 2009 von Winzerblog.de wegen andauernd eingehender rechtlich Bedenklicher Kommentare von Tradoriagegnern, deren Inhalt auf Echtheit zu prüfen ich nicht leisten kann.

11 Comments

Filed under Sonstiges

11 Responses to Tradoria – auf dem Weg zum Onlineshop – Versandkosten

  1. Thomas

    Wenn die angezeigte Grundpreisauszeichnung inklusive Versandkosten errechnet wird, würde ich schon mal Geld für die vielen Abmahner zurücklegen. Das ist schlicht gesetzeswidrig.

    Die Versandkosten müssen extra und unabhängig vom Kaufpreis ausgewiesen werden und die Grundpreisangabe pro Liter darf sich nur auf den Preis der Flüssigkeit beziehen.

    Wenn Tradoria keine Versandpreisstaffelung anhand der Gesamtbestellsumme anbietet kann das System ja nicht viel taugen. Warum nicht einfach einen xt:commerce oder OSCommerce-Shop?

  2. Thomas

    Super, ich sehe gerade, dass bei Tradoria mit “Versandkostenfrei” geworben wird. Dass die Versandkosten im Kaufpreis enthalten sind, wurde bereits als gesetzeswidrig verboten. Ich denke dass wird ein Fest für Leute die mittels Abmahnung Geld verdienen wollen.

    Ich bin immer wieder begeistert davon, wie viele Leute das Internet für eine Blumenwiese halten.

  3. Versandkostenfrei heisst ja nur, dass die Versandkosten in den Preis einkalkuliert werden – genau wie Thomes es hier macht. Und Staffelpreise sind ja zum Glück erlaubt…

    Ich sehe das Problem eher darin, dass der Käufer die im Preis enthaltenen Versandkosten nicht sieht, und den Wein eventuell für zu teuer hält.

  4. @Thoams
    schade das du Anonym unterwegs bist, ansosnten whätte es eine interessante Diskussion werden können.
    Aber die von dir genannten Shopbeispiele erfordern Kentnisse die ich nicht habe, ich bin Kellermeister und kein Webseitenprogrammierer. Zudem lösen die von dir genannten Shops nicht das Problem der Rechtssicherheit.
    @Matthias
    Genau das ist der Punkt über den ich nicht glücklich bin. Der Wein erscheint mit einem Preis den unser Kunde nicht gewohnt ist. Wenn er nun nochmal rein vom Gefühl her Porto addiert wird er wegklicken. Aber in diesen sauren Apfel werden wir wohl beissen müssen. Unsere Bestandkunden werden wir ohnehin via Mailing über das neue System informieren.

  5. Ja, das ist ein Nachteil an tradoria, mit den Versandkosten. Aber das hattest du ja schon in deinem ersten Post geschrieben. Der Kunde ist zwar sicher erst mal erfreut, wenn er “keine” zahlen muss, aber am Ende fehlt die Transparenz…

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es läuft mit diesem Shop – halt uns mal auf dem laufenden 😉

  6. Thomas

    Also diskutieren können wir auch ohne meine Mailadresse, ich wollte nicht absichtlich anonym rumtrollen, aber ich gebe meine Kontaktdaten so ungern raus…

    Ich kenne mich nicht mit der Wettbewerbssituation auf dem Weinmarkt aus, aber ich würde dir raten, dich genau mit einem Anwalt abzusprechen, egal welches System du einsetzen willst. Gerade der Onlinehandel ist aber ein Gebiet auf dem man auch viel Geld verlieren kann…

    xt:commerce oder osCommerce sind nicht so kompliziert einzurichten wie du vielleicht denkst. Die Systeme haben halt den Vorteil, dass man keinerlei Umsatzbeteiligung zahlt und man unglaublich flexibel in der Gestaltung ist. Ausserdem gibt es eine gute Community die einem bei Problemen hilft.

  7. Ich finde das System mit den Versandkosten direkt im Flaschenpreis irgendwie nicht sehr transparent und dadurch wenig kundenfreundlich – gibt es da nicht irgendwo die Möglichkeit, wenigstens einen Tarif ab Gut, also den “normalen” Verkaufspreis zum Vergleich einzustellen?

    Du kannst Dir vorstellen, wie prohibitiv für mich aus Frankreich die gängigen Versandkosten sind – sie liegen bei kleineren Mengen (6 Fl) oft bei gut 10 €/Flasche und mehr – also schon sehr abschreckend für einen neugierigen Kunden in Deutschland oder der Schweiz…

    Und die Transportkosten sind, wie die Preise für die leeren Flaschen, nicht dabei zu sinken:-(.

    Dazu kommt noch, dass die auf Wein spezialisierten Transportfirmen der Region nicht daran interessiert sind, ihre Schwerlaster bis ins nächste Dorf zu schicken und ich so 20 km bis in ein Dorf mit aktiver Kooperative und mehreren Einzelwinzern machen muss, um meine kleinen Kartons dort abholen zu lassen…

    Mit ein Grund, warum ich Interessenten lieber darauf vertröste, auf ihrem nächsten Frankreichurlaub zu warten und vor Ort den Wein kennenzulernen und selbst mitzunehmen. Leider schränkt das den potentiellen Kundenkreis auch reichlich ein:-).

    Ich werde aber Deine Erfahrungsberichte mit Interesse verfolgen, sicher kann ich daraus noch viel lernen.

  8. Hallo Thomas,
    mit dem Thema Online-Shop habe ich mich in den letzten Wochen und Monaten in eigener Sache sehr intensiv beschäftigt. Da ich hier keine Romane schreiben möchte, ruf mich am besten mal an.

  9. Kathrin

    Na toll, jetzt war ich endlich soweit, es auch
    einmal im Internethandel sprich mit einem
    Online-Shop versuchen zu wollen…
    Nachdem E-Bay aufgrund seiner Abmahngeschichten
    letztlich ausgeschieden ist (selbst ein Fachanwalt
    riet davon ab), bin auch ich auf Tradoria gestoßen und fand es eigentlich ein überzeugendes
    Konzept.

    Aber ist die Einrechnung der Versandkosten in den
    Stückpreis nun gesetzeswidrig oder nicht? Falls ja, müßten doch mittlerweile reihenweise Tradoria-
    Shopbetreiber Abmahnungen haben…

    Thomas, könntest Du bitte mal Deine Erfahrungen
    mitteilen?

    Danke.

  10. ludi

    Kommentar von Winzerblog.de gelöscht am 12.11.08
    Falsche Emailadresse dazu habe ich rechtliche Bedenken.
    Auf Rückfragen stelle ich diesen Tradoriakritischen Kommentar gerne per Email bereit

  11. markusdeal

    Kommentar von mir gelöscht am 12.11.08
    Falsche Emailadresse dazu habe ich rechtliche Bedenken.
    Auf Rückfragen stelle ich diesen Tradoriakritischen Kommentar gerne per Email bereit