Twitterei

Das Twitternetzwerk wächst und gedeiht, wie im Blog komme ich auch dort schnell an die Grenzen des machbaren. Ganz ehrlich, es ist absurd den Gedanken mehrerer Hundert oder gar Tausend Menschen folgen zu wollen. Irgendwie muß man sich auch bei Twitter entscheiden was man will. Man kann einerseits eine Gefolgschaft aufbauen um sich mit einer großen tumben Anzahl an Folgern den Bauch zu pinseln, zurück zu lehnen und zu denken man wäre unglaublich wichtig. Dieser Verlockung erliegen viele 🙂

Was ich wunderbar finde ist die Möglichkeit zu sehen wer einem folgt. Da sit dann schon auch mal eine dicke Überraschung dabei, Menschen etwa die ausdrücklich nichts mit mir zu tun haben wollen folgen mir bei Twitter 🙂

Man kann auch gewisse User blockieren, d.h. sie von deinen Gedankengängen abschneiden, eigentlich ein tolles Werkzeug, denn es gäbe schon Menschen von denen ich einfach nicht möchte das sie in irgendeiner Art und Weise an meinem Leben teilhaben, auch nicht am virtuellen!! Aber, ausser mit einem Rückzug aus dem Internet wäre das ohnehin nicht zu bewerkstelligen, darum lasse ich sie eben teilhaben und freue mich über die zahlreichen anderen wohlwollenden Menschen.

Die Sprache wird nun auch bei Twitter mehr und mehr ein Problem für mich, ich folge hauptsächlich englischsprachigen Twitterern, denn die deutschen habe ich ja ohnehin über die Blogosphäre im Blick. So möchte ich eigentlich auch via Twitter in englisch kommunizieren, wenngleich das vor allem für spontane Einträge ungleich schwerer ist für mich als in der Muttersprache. Auf der anderer Seit erscheint es mir absolut lächerlich z.B. mit Theo in englischer Sprache zu kommunizieren.

Twitter macht im Moment richtig Spass, aber es ist natürlich auch bei Twitter eine Frage der Zeit bis Werbedreck an die Oberfläche gespült wird um damit den Usern den Spass zu verderben. Mancher Journalist Medienprofi und Agenturen wird da sicherlich schon etwas ausklügeln wie man das gut nutzen könnte.

Im nächsten Schritt werde ich eine spezielle Anlaufstelle erstellen für die User die via Twitter zu mir finden. Das wird vor allem wichtig für User die zum ersten Male mein Profil in Augenschein nehmen und entscheiden ob sie mir folgen wollen oder nicht, dazu kann es Hilfreich sein zu zeigen was man tut und wo man tätig ist. Ein schönes Beispiel einer solchen Seite  findet man bei moryson dem ich bei Twitter folge.

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3 Comments

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3 Responses to Twitterei

  1. Ich finde ja, dass 80% aller Twitterer jetzt twittern, weil sie gehört haben, man twittert jetzt. Weil, jaaaa… darum. Vermutlich von denen, die ihnen vor ein paar Jahren gesagt haben, man muss jetzt bei OpenB… ähhh… Xing sein. Und so (ver)folgen sich die 80% untereinander und auch mal den restlichen 20%. Inklusive der Machtspielchen, wie wir sie ja schon von den Blogs kennen.
    Und da eigentlich nichts passiert, man jetzt aber ganz viele neue Freunde hat, meist von den Anderen aus dem 80%-Pool, beginnt man eine Menge über sich mitzuteilen. Und jetzt wird’s tatsächlich interessant. Ich glaube der Stasi kämen dabei Freudentränen. Neben so interessantem, dass eine A-Bloggerin gerade ihre Tage hat oder was ein C-Blogger gerade im Fernsehen guckt, wird erstaunlich viel Preis gegeben. Politische Ansichten, viel Persönliches, wo man gerade ist, was man dort tut…
    Gerade darum gucke ich ab und zu gerne mal bei einigen TwittererInnen vorbei. Denn, ich glaube, dass ist der wahre Erfolg von Twitter. Wo bekommt man sowas ausserhalb von Abhörzetralen sonst noch frei Haus geliefert.
    😉

  2. Ich empfinde das ganze spannend. Vor allem auf kulturellem Gebiet, was mir halt so liegt. Dass Philharmonische Orchester twittern und live Bloggen zu einem Konzert, das im Radio ausgestrahlt wird zum Beispiel ist doch sehr bemerkenswert. Die Berniale twittert und verfolgt mich, was will ich mehr.
    Es war mir möglich innerhalb kürzester Zeit in diesem unglaublichen Pool an Meinungen politisch gleichgesinnte zu finden und mit ihnen zu kommunizieren und auch den ersten Skandal bei potentiellen Ministerpräsidenten mit zubegleiten. Ach und ween englisch. Thomas, mach Dir keinen Kopf. Einfach dem Bauchgefühl entlang. Ich kenn das halt von zu Haus. Wenn der Schwiegersohn mit am Tisch sitzt, dann unterhalten wir uns halt auch mal untereinander englisch, äh, texanisch. 😉 Ich suche noch Menschen, die im Dialekt twittern…lol

  3. Natürlich ist der Dialog bei der Twitterei ganz wichtig, aber es ist letztlich auch ein broadcast medium, ein microblogging service. Ich verwende es – neben dem Kontakt zu bekannten und bekannter werdenden Twitterern – auch um kurze Nachrichten zu senden, die dann auch auf meinem blog erscheinen, also Dinge über die ich nicht bloggen würde, per se.

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