Twitterkrieg, ein Angebot und das wichtigste: Eine Entschuldigung

Gestern ist wieder mal eine Sache aus dem Ufer gelaufen, darum zunächst vorab, das wichtigste.

Ich entschuldige mich herzlichst bei allen Twitterusern die sich Gestern durch meine Äusserungen belästigt fühlten oder sonst in irgendeiner Art und Weise entsetzt waren über den Umgangston der bisweilen auf meinem Account @winzerblog auch von mir gepflegt wurde.

Eigentlich war ich gestern dabei mein Tagebuch wie immer zu schreiben, dann entwickelte sich auf Twitter ein Streit mit dem @Weinreporter. Die ganze Sache ist unerfreulich und hat auch gestern nicht zum reinigenden Gewitter geführt. Schade, darum geht die Geschichte weiter, ich habe kein Ahnung wohin, ich habe keine Ahnung wie man sie aus der Welt schaffen könnte, ich habe keinen Plan wie man derart verhärtete Fronten klären könnte. Ich habe keine Ahnung warum ich mir solche Dinge gefallen lassen soll, wie wohl auf der anderen Seite das gleiche Gefühl vorherrscht. Fakt ist wohl auch das wir uns beide nichts schenken im Umgang miteinander, das war bisher auch egal, hat keinen Leser gestört, hier im Blog kann man einfach darüber hinweglesen, die Spitzen die Fernmündlich ankommen kann man überhören oder ignorieren.

Bei Twitter ist das was anderes, da kommt der Disput zu jedem Follower auf den Bildschirm, jeder fragt sich ob die einen an der Waffel haben, letztlich ist dann auch ein Follower eingestiegen und hat uns zur Ruhe gemahnt.

War gut so, habe auf das letzte Wort verzichtet. Wer nachlesen will, HIER findet sich der Großteil auf einen Blick, wer sich äussern will darf dies gerne tun, ich bitte allerdings von Solidaritätsbekundungen jegwelcher Art abzusehen, denn die helfen nicht wirklich weiter in dieser Situation. Fakt ist, irgendwie und irgendwann muß die Kuh vom Eis, wer einen Plan hat bitte melden!!

Im Moment ist es so, entweder verschwindet einer von uns aus dem Internet und geht wo anders hin, oder wir kommen in irgendeiner Form zusammen und finden einen Weg wie wir uns an einem Tisch normal und freundlich unterhalten können. Still halten ist zu wenig, das Internet ist längst in der realen Welt angekommen, was jetzt passiert schadet jedem Einzelnen mehr als sie dient was es ohnehin nie tat. Das Internet rund um Wein ist zu klein als das wir uns aus dem Weg gehen könnten, zumal beide Kontrahenten sicherlich zu den meistgelesenen Blogs der Weinszene gehören. Wir können es uns eigentlich nicht mehr leisten uns nicht gegenseitig zu unterstützen. Ich finde die Cebit Veranstaltungen haben das mehr als deutlich gemacht.

So sieht es aus. Duster, ja! Schade, das obwohl ich wirklich einen durch und durch erfreulichen Tag hatte. Aber davon später mehr, heute Abend oder Morgen früh kommen dann meine Tagebucheinträge, diese Sache hier ist erst einmal wichtiger.

Ich bin heute erreichbar vermutlich ab 19:00 Uhr,  per Mail, Twitter, Skype, Telefon oder wo man mich auch immer hin zitiert, ich muß nur wissen wie und wann ich jemanden kontaktieren soll. Oder halt nicht, dann sitze ich da und warte das was passiert.

Das ist mein Angebot zum Frühlingsanfang.Ich bin für jeden erreichbar, immer und den ganzen Abend bis tief in die Nacht. Ich bin für jeden Vorschlag offen, solange er konstruktiv und fair ist. Ich bin auch gerne bereit den ersten Schritt zu tun, warum nicht, brauche nur eine Idee wie und wohinn ich schreiten soll.

Man könnte sich auch das vorstellen, ich komme gerne nach Hamburg, Ort und Zeit bestimmt der Weinreporter, dann machen wir eine tolles Abendessen, ich setze mich zwischen alle Weinjournalisten und wir räumen endgültig mit allen Vorurteilen auf und machen klar Schiff. Sagen alles was zu sagen ist, essen und trinken zusammen, streiten kräftig über den mitgebrachten Wein und unsere Meinungen und bereinigen die Sache. Jeder darf sagen was ihm stinkt, darf Vorschläge machen, aber danach ist es vom Tisch und wird nicht mehr ausgepackt. Wenn wir aufstehen und nach Hause gehen sind wir wieder eine Blogosphäre. Von mir aus vereinbaren wir Stillschweigen oder das Gegenteil und machen alles total öffentlich, mir egal, ich mache alles mit, es muß nur klar vorher besprochen sein wie es ablaufen soll.

Moderatoren? Ja auch die gibt es zur genüge, Fragen wir jemanden der nichts mit uns zu tun hat. Kein Problem. Legen wir unseren Disput in neutrale Hände? Auch gut, bin ich einverstanden.

Ich weiß nicht ob so etwas funktoniert, keine Ahnung, das alles sind ja nur Gedanken, keine Hintergedanken wohlgemerkt. Ich habe auch keine Ahnung ob die andere Seite das ähnlich sieht, ich weiß es schlicht und einfach nicht ….

12 Comments

Filed under In eigener Sache, Sonstiges

12 Responses to Twitterkrieg, ein Angebot und das wichtigste: Eine Entschuldigung

  1. Ich habe eine Idee, wie die Kuh vom Eis kommt. Wie erreiche ich Dich denn am Besten?

    Gruss

    Dirk

  2. Was ist deine Idee, Dirk? Beide sollen zum Treffen in der Königsmühle kommen? Wäre interessant…

    Fakt ist: der Winzerblogger und der Weinreporter müssen mal an einen Tisch, wo auch immer der steht; und nicht ständig via Twitter, Blogs etc. aufeinander einschlagen. Ob ihr beide Freunde werdet, wage ich anzuzweifeln, aber es ist mal wichtig, ein Umgehen mit diesem Konflikt zu finden – der ja inzwischen auch Einfluss auf die ganze deutsche Wein-Blogosphäre nimmt. Kompliment zu deiner Intiative, Thomas!

    Ob das nun in der Königsmühle oder in Hamburg statt findet – einen Moderator solltet ihr euch dazu gönnen (oder viele Moderatoren…)!

  3. Ich halt mich da an Qualtinger: “Net amoi ignorier’n”.

  4. Lu

    ich als mit ur-gestein der blogosphäre könnte da auch den ein oder anderen satz zu sagen. allerdings total web -1.0, also via telefon.

    nur eins vorab: nur weil man die selbe software benutzt bedeutet das nicht, dass man immer einer meinung sein muss oder mit jedem verbunden.

    liebe grüße aus einem patschnassen düsseldorf,

    Lu.

  5. Nun, dass sieht ja ziemlich hoffnungslos aus! Ich sehe da nur eine Lösung: regelt es wie Männer!
    Hamburg Rathausmarkt, morgens 6.00 Uhr. Die Wahl der Waffen entscheidet ein Poll im Web2.0. Einer kommt von Norden, der andere vom Süden, und dann ist Ruhe.
    Anschließend ausgiebiger Umtrunk mit dem Überlebenden.

  6. Jetzt hab ich doch glatt eine viertel Stunde lang versucht, zu verstehen, inmitten all der (mir) unbekannten Neben-Zwischen-Rufer, worum es da bei Eurem Gezwitschere eigentlich ging (oder geht) – leider bin ich wohl ein Analphabet der modernen Kurzmedien (trotz der schönen Johner Einführung) – außer der alten Querele von November habe ich nichts verstanden – und die kann es ja wohl nicht mehr sein, in dieser schnellebigen Medienwelt:-)…

    Nehmt’s mir nicht übel, aber seit Ihr sicher, dass da nicht eher eine mit sowas erfahrene Kindergärtnerin als Moderatorin nützlich wäre, als ein Vertreter eines anderen Berufes.

    Und das die geneigten Leser, an die sich schriftliche Botschaften ja wohl richten, ja die Möglichkeit haben, sich selbst eine Meinung zu bilden oder einfach zu zappen, wenn ihnen das angesichts des Tons als Zeitverschwendung erscheint.

    Jeder von Euch hat seinen Platz in der letztendlich doch arg kleinen deutschsprachigen Weinblogwelt – jeder von uns hat die Wahl, zu lesen oder es sein zu lassen. “Follower” zu sein, ist für mich immer viel zu sehr mit “Führer” verbunden, um dabei ein gutes Gefühl zu haben…

    Also mein Wunsch wäre: versöhnt Euch, oder auch nicht, aber verlagert das doch eher in Eure private Korrespondenz und erfreut die “Öffentlichkeit” lieber mit konstruktiven Beiträgen zu den Gebieten, die uns wieder über das Niveau von DsdS und anderen Big Brother Shows hinausbringen:-)!

    das Leben ist viel zu kurz….

  7. @Dirk hier
    http://www.weingut-clauer.de/kontakt/kontakt-und-o...
    @pivu
    selbst das ignorieeren klappt nicht wie du siehst
    @Lu
    da gebe ich dir unumwunden Recht, ich will auch keine totale Harmonie, aber da stehen harte Vorwürfe im Raum die auf Nachfrage nicht begründet wurden. Wie z.B. Lügenbeutel usw. Das kann, bzw will ich so nicht stehen lassen. Oder sollte man das tatsächlich aussitzen?
    @pasta
    wie immer guter Vorschlag, wäre denkbar.
    @Iris
    Doch Iris, es geht noch immer um den November.
    Ich kann doch nicht einfach nichts tun und die Vorwürfe so stehen lassen? Einfach hinnehmen egal ob wahr oder falsch? Das kann es doch nicht sein?

  8. Wenn “Ignorier’n” nicht funktioniert, kannst Du auch den Weg des DFB Präsidenten einschlagen. Hier gefallene persönliche und gleichermaßen öffentliche Beleidigungen scheinen mehr an den Haaren herbeigezogen zu sein als die Sache mit dem “unglaublichen Demagogen”. Der hieß ja auch Wein-Reich 😉 .

  9. Lu

    nein, nicht aussitzen. ich meine nur, dass man nicht harmonie als ziel haben muss.
    wenn mich jemand -virtuell oder real- als lügenbeuten etc beschimpfen würde, würde ich je nach “wichtigkeit” zurück blaffen oder eben nicht. das netz schützt vor idioten nicht, und nur weil man in einer community ist bedeutet das nicht gleichwohl, dass sich alle töfte finden.

    netz-baffereien sind wie wellen, die kommen, schlagen über einen zusammen, und ziehen von dannen.

    möchtest du hand in hand mit scheuermann, oder ist er dir schnuppe weil andere welt, andere sicht?
    dann sag ihm deine meinung, und dann lass gut sein.

    man kann sich ignorieren, dann.

  10. Pingback: Muss man sich bei seinen Lesern entschuldigen « Hermannsberg Blog

  11. Ich weiß noch gar nicht wie ich nun auf das EsistNichtsgeschehen reagiere, was ich dazu schreibe. Ich versuche es mal so:
    Ein Fazit kann man nicht ziehen, ausser dem das ich mich zunächst einmal bei den vielen vielen vielen Bloggern, Twitterern und Anderen einfach für den Support bedanke. Ich gebe zu, ich wünschte mir einige würden dies auch einmal öffentlich tun, andererseits verstehe ich jeden der dem lieber aus dem Wege geht.

    Denn eines ist klar, wollen wir nicht verkennen, ich bin nicht der Täter! Ich reagiere nur, immer und immer wieder öffentlich auf seine Anfeindungen!
    Der Artikel ist Fragwürdig, denn ich mag auch nicht den Eindruck erwecken ich würde mich entschuldigen für mein Verhalten, ich entschuldige mich bei meinen Twitterlesern das sie solch einen Müll miterleben mußten. Darum bitte ich alle und jeden diese Links und Artikel aufmerksam zu lesen um klar zu erkennen wer reagiert und wer agiert!

    @Iris
    Tut mir Leid Iris, es geht nur öffentlich. Öffentlichkeit ist das einzige was es für mich erträglich macht, denn es ist nur die Öffentlichkeit die ihn von ganz anderen Worten, Äusserungen und Taten abhält.

    @Peter
    man muß sich gar nicht entschuldigen, aber offensichtlich haben viele Menschen befremdet reagiert auf diesen Zwist, zumindest jene die mein Account lesen, Dort ist man so etwas nicht gewohnt. Bei denen habe ich mich entschuldigt, nicht bei allen Lesern, aber bei denen die es gestört hat. Und bitte Sonderbar!! Das habe ich morgens um 4:00 Uhr geschrieben, wäre es ein normaler Text und nicht Sonderbar, dann müßten wir uns Sorgen machen 🙂

  12. Da ich ja auch schon das eine oder andere Mal involviert war, dürfte mein Standpunkt ja hinlänglich bekannt sein. Darum nur soviel: In Deutschland hat Schweigen zwar eine alte Tradition, aber immer mal ein paar offene Worte wie diese würden der Szene durchaus gut tun. Allein, damit man weiß woran man ist.
    Es geht nämlich ganz schnell, dass man vom netten Opa von nebenan, den Stock im Rücken hat.

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