Vogelabwehr

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 11 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Verstehe ich diesen Artikel in der BVZ richtig, gibt es offensichtlich ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes laut dem die Massnahmen zur Abwehr von Vögeln oder Staren im Weinberg untersagt sind.
Andererseits verstehe ich beim lesen dieses Schriftstückes (Link siehe Artikelende) beim Europäischen Gerichtshof nur Bahnhof und vermag nicht zu sagen ob es stimmt, vorstellen kann ich es mir eigentlich nicht.
Das die Vogelabwehr immer wieder ins das Kreuzfeuer der Kritik gerät zeigt der Artikel mit seinen Kommentaren im Winzerblog vom 7. August 2006.

Was Vögel im Weinberg anrichten können hat Berhard letztlich mit Fotos eindrucksvoll in seinem Blog dokumentiert. Gleichzeitig zeigt er eine Methode auf die ganz und gar ohne Ballerei auskommt.

Rechtsache C-508/04, der 16. Artikel auf dieser Seite!!

curia.europa.eu/…

2 Comments

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2 Responses to Vogelabwehr

  1. Hallo Thomas!

    Du hast mir das Thema vor der Nase weggeschnappt 😉 und dir mehr Mühe mit der Recherche gemacht als ich. Ich wollte mit einem Kommentar dazu warten, bis ich von unseren Gremien mehr dazu erfahre.

    Das betreffende Urteil ist übrigens nicht C508/04, sondern C507/04. Ich habe es, als juristischer Laie, durchgeackert und nach meiner Einschätzung (die hoffentlich zutrifft) handelt es sich letztlich eher um ein juristisches als ein weinbauliches Problem. Der Theaterdonner in den Medien soll möglicherweise nur „unsere“ Verhandlungsposition stärken.

    Offensichtlich ist eine Bestimmung im burgenländischen Jagdgesetz EU-rechtswidrig, weil sie den Star in der Zeit von 15. Juli bis 30. November GRUNDSÄTZLICH (bzw. nach Verordnung der Landesregierung) vom Artenschutz ausnimmt und eine Bekämpfung zum Schutz der Weinkulturen zuläßt.

    Nach EU-Recht (so meine Interpretation) ist es aber nur zulässig, von den Schutzbestimmungen für u.a. den Star abzuweichen, wenn es sich um eine „Ausnahme“ handelt (wobei nicht verboten sein dürfte, daß diese „Ausnahme“ jedes Jahr eintritt).

    Die entsprechenden EU-Bestimmungen sehen dezidiert vor, daß von den diversen Schutzbestimmungen u.a. zur Abwendung erheblicher Schäden an Kulturen abgewichen werden kann, wenn es keine andere zufriedenstellende Lösung gibt.

    Dieser Tatbestand ist in der Praxis eindeutig und unbestreitbar erfüllt. Daher bin ich optimistisch, daß sich in der juristischen Theorie auch eine EU-konforme UND praxistaugliche Regelung finden läßt.

    Übrigens: Momentan ist es so schlimm wie selten, aber meine Plastikbänder scheinen doch eine gewisse Wirkung zu haben.

    Grüße

    Bernhard

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