Wein mit Ei – Neues aus Absurdistan

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 10 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Wer die letzte Ausgabe des Fachmagazines Der Deutsche Weinbau gelesen hat, hat mit Erschrecken erfahren was sich die von der Leine gelassenen Beamten der EU an neuen Etikettierungsvorschriften ausgedacht haben.

So ist z.B. ein Warnhinweis vorgesehen, wenn ein Wein mit Eiklar geschönt wurde.

Der Hinweis „Wein mit Ei“ wäre nur einer von vielen Möglichen, ich werde später ausführlicher darüber schreiben wenn ich die entsprechenden Links zusammen habe.

15 Comments

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15 Responses to Wein mit Ei – Neues aus Absurdistan

  1. Ja das sind halt Eurokraten.

    Bei denen kann man vielleicht sagen ein Ei trinkt Wein.

    Völlig bescheuert, seit wieviel Jahrhunderten wird das Ei schon zu Schönung eingesetzt – ewig soviel ich weiß. Na ja, der chem. Industrie hilft es, da muss man ja noch nicht alles angeben.

    Michael

  2. Pingback: Vegetarischer und veganer Wein

  3. Gott sei Dank wird da endlich mal durchgegriffen!!!
    Der Verbraucher muß umfänglichst aufgeklärt werden. Zum Beispiel im Gottesdienst beim Abendmahl….Da muß
    der Pfarrer sagen:Das ist der Leib Christi…mit Gluten , spuren von Nüssen , Backtriebmittel E220….
    das ist des Herren Blut mit…Äthanol , Sulfiten , spuren von Ei , Fisch und Ähhh..leuconostoc oenos!
    Man stelle sich vor, Oma Helga liegt nach dem Empfang des Abendmahls zuckend mit Schaum vor’m Mund und roten
    Pusteln in Gesicht vor der Kirche und die holen dann statt Antihistaminen den Exorzisten.

    Auch der Franzmann ; sehr verantwortungsbewusst!!!
    Die „durchgestrichene Frau“-sehr informativ(und schön)
    Es könnte auch heißen…nicht saufen und vögeln von wegen depperten Rauschkindern oder ungewollter Empfängniss . Oder heißt das „vollschlanke“ Frauen sollen
    nicht Alk trinken? Oder Diebstahl lohnt sich nicht und wird von der Geschäftsleitung sofort zur Anzeige gebracht! Also winzer nie!!!!mehr auf’s Faß setzen sonst muß „kann spuren von Nüssen enthalten“ auf’s Etikett!Ciau und schönen Sonntag , Christoph

  4. Hallo,
    das Problem des nicht-veganen bzw. auch des nicht-vegetarischen Weines, denn viele Weine ist ja selbst vielen langjährigen Vegetariern nicht bekannt. Doch Gottseidank führt der biomarkt meines Vertrauens nun auch ausdrücklich vegane Weine ohne Ei, Fisch, Gelatine oder anderm Quatsch.Wein nur mit Wein.Was für ein Genuss.

    Schöne Grüße
    Oliver

  5. @Oliver
    Dann lass dir auch von den deinem Händler des Vertrauens schriftlich bestätigen das auch ganz bestimmt kein Marienkäfer oder Ohrenzwicker zwischen den Trauben war als geerntet wurde. Ob der Bioweinhändler dir wirklich garantiert das sich nicht doch ein kleines Würmchen in das süße Träubchen gebohrt hat um sich am leckeren Saft zu laben?

    Für mich ist die Eiklarschönung wie sie seit Jahrhunderten praktiziert wird ganz klar die 1.Wahl, weil eben die schonendste für den Wein. Ist es nicht wunderbar, wir verwenden das eiweiß für den Wein und aus dem Eigelb werden wunderbare Spätzle!!
    Auch die Gelatine ist, wenn es die Situation verlangt zu empfehlen und wird darum zu Recht bereits seit vielen Kellermeistergenerationen eingesetzt.
    Ganz bestimmt werde ich niemals irgendeinen minderwertigen Proteinhaltigen Algenschlonz dem Wein zusetzen um die Verwendung von „Tieren“ zu verhindern. Gleiches gilt für den alternativen Eiweißersatz PVPP, ein Kunststoff, ideal geeignet für die Produktion von veganen Weinen.
    Na denn Prost, lass es dir schmecken!
    Ich fürchte wirklich, als Veganer bist du beim Wein am völlig falschen Platz. Statt natürlicher Genussmittel kommen da wohl eher irgendwelche chemischen Getränke in Frage, denn nur dort kann der Kontakt mit Tieren oder tierischen Rückständen ausgeschlossen werden.

    Grundsätzlich halte ich es so wie mein Bloggerkollege Fressack, ein Blog das ich Veganern ausdrücklich zur Lektüre empfehle:
    http://fressack.wordpress.com/2007/11/26/oops/

  6. Ava Odoemena

    Oha!

    Da verwechselt mal wieder jemand Unfall mit Mord.

    Raupe auf der Traube beim Keltern: Unfall

    Schreddern männlicher Tagesküken als Ausschuss der Legehennen- u. Eierproduktion: Mord

    Eigentlich ganz banal. Was daran natürlich sein soll, dass männliche Küken der sogenannten Legehennen von einer Maschine an Tag 1 ihres Lebens bei lebendigem Leibe zerfetzt werden, oder in Eimern vergast, will sich mir nicht so ganz erschließen.

    Wenn du an einem Produkt beteiligt bist, in das Blut und Schreie hineingearbeitet sind, dann wirst du doch Manns genug sein und dich diesen Fakten stellen können?

    Dass eventuel unveganer Wein gekennzeichnet wird finde ich sehr gut, und selbst für den nichtveganen Kunden ist es sicherlich interessant, was er da so alles mitschluckt.

    Was das Konstrukt von veganem Wein als unnatürlich betrifft, reichlich lächerlicher Diskreditierungsversuch von ethisch sauberen Wein. Veganer Biowein wird selbstverständlich mit Tonerde geschönt, inwiefern die von dir aufgelisteten Materialien überhaupt vegan sind, ist eine ganz andere Frage. Wenn sie an Tieren getestet wurden sind sie es schonmal nicht.

    Ich fand deine Reaktion reichlich unangemessen und etwas peinlich, also vom Intellektuellen her.

    So, „der böse Algenschleim“ und die gute Natur. Übrigens, Eier sind, rein faktisch, gar nicht polemisch, Vogelmenstruation. Hat man eigentlich schon mal versucht Wein mit geronnenem Frauenblut zu schönen? Natur pur, wenn schon, denn schon!

    Viele Grüße, Ava
    (vegane Tierrechtlerin)

  7. Astramor

    Jeder schwere Eiallergiker hat etwas von den von der Leine gelassenen Beamten der EU.
    Im Moment kann man nur darüber spekulieren, ob jetzt in dem Wein Ei drin ist oder nicht und ob die Menge ausreicht, damit man röchelnd am Boden liegt…
    Für alle Gesunden mag der Hinweis sinnlos sein, für Allergiker, die gerne Wein trinken, ist er ein Plus an Lebensqualität!

  8. Ja lieber Astramor, wenn du nach Genuss von Spuren eines Eies röchelnd am Boden liegst, hast du wahrlich andere Probleme als solch eine Absurde Dekalration.
    Es ist wirklich gaaaaaanz schlimm bei uns in Deutschland, denn die Winzer sprechen eine eigene Sprache und geben so gar keine Auskunft! Probiere es einfach mal mit freundlich fragen, dann bekommst du konkrete und korrekte Auskunft.
    Warum seit ihr denn immer derart radikal?

  9. Ich finde, Veganer sind überhaupt am falschen Platz.
    Und was ein Ei mit Menstruationsblut zu tun hat, muss man mir erst einmal erklären.
    Wie halten es Veganer eigentlich mit Oralverkehr?

  10. Meine 22-jährige Tochter leidet an einer hochgradigen Hühner-Ei-Allergie! Kleinste Mengen Hühnerei können tödliche Folgen haben. Deswegen trägt sie immer eine sehr kostspielige Notfallspritze bei sich. Sollte also jemand von Ihnen Winzer kennen, die garantiert (!!!) ohne Hühnerei klären, lassen Sie es mich bitte wissen.
    Vielen Dank !
    D.S.

  11. Es gibt auch Winzer, die überhaupt nicht klären – vielleicht bei Weißwein schwieriger, aber viele Rotweine, vor allem nach längerem Ausbau und sauberem Abzug zwischendurch, benötigen weder Klärung noch Filtration.

    Oft wird darauf in den Informationen des Winzers zur Entstehung seines Weins hingewiesen – auch darauf, dass sich dann eventuell ein leichtes Depot in der Flasche bilden kann – was wieder nicht von allen Kunden geschätzt wird:-).

    Also eben nicht im anonymen Laden kaufen, sondern da, wo man über die angewandten Methoden Auskunft erhält: beim Winzer oder einem guten Fachhändler.

    Ansonsten bin ich ganz Deiner Meinung, Thomas, es gibt viel schlimmere Methoden, um Wein zu manipulieren, über die man nie Auskunft erhält.

    Dass minimale Schwermetallrückstände im Wein, die ja vor kurzem erst in der Diskussion waren, u.a. durch bestimmte Filtriermethoden entstehen können, ist z.B. auch so ein Punkt.

    Zu den Allergikern: ich habe großes Verständnis für sie, habe mir selber vor einigen Jahren eine Allergie gegen Muscheln und dergl. eingefangen. Konsequenz: obwohl mir der Duft eines frischen Muchelgerichts angenehm in die Nase steigt, esse ich es jetzt eben nicht mehr – und frage bei unbekannten Mischungen (z.B. Paella) nach, was drin ist. So ein bisschen mündiger Bürger könnten wir doch alle sein – oder sollte ich jetzt verlangen, dass auf jeder Speisekarte ein Warnhinweis steht?

  12. juergen

    wo sind jetzt die argumente, dass zusätze in wein nicht auf dem etiket vermerkt werden sollen?

    ich meine argumente abseits von „allergiker und vegarner“ sind sowieso „fehl am platz“

  13. silver cloud

    zum Thema Allergie:
    Schön und gut, man könnte als Ei-Allergiker nachfragen. Stimmt, gebe ich gerne zu. Das funktioniert bei Gerichten im Restaurant. Geht super und das tue ich auch so. Nur frag mal den Weinverkäufer, ob da Ei drin ist. Geht natürlich nicht. Also müsste ich mir die ganzen Winzer raussuchen und anfragen. Und dann muss man von Zeit zu Zeit alle wieder durchfragen, weil schon mal was geändert wird im Produktionsablauf oder manch eine Sorte jetzt doch mit Ei aufgehellt oder geklärt wurde.
    Von dem her würde ein Hinweis auf dem Etikett, wie derjenige über Phosphate zZ zB, tatsächlich etwas zur Lebensqualität beitragen! Man könnte in einen Weinladen gehen und einfach die Flasche in die Hand nehmen und weiß Bescheid – anstatt sich Hoflieferanten aussuchen zu müssen…

  14. marc

    …ist in australien wegen der möglichkeiten von allergischen reaktionen schon lange üblich und ich halte es für ausgesprochen sinnvoll!

  15. Viele Winzer brauchen keine tierischen Stoffe oder klären mit Mineralien. Aber wenn es denn angeblich wirklich sein muss (Viele Kunden wollen eben einen „glasklaren“ Weißwein) dann wäre es doch sicher kein Problem neben dem Schwefel am Etikett kleingedruck zu vermerken „Geklärt mit…..“.