Weinrallye #22 – Regionale Spezialitäten, das Bier in unserer Stadt

Ich lass jetzt mal die Privatbrauerein aussen vor. Natürlich wäre vor allem das Vetter mit seinem Weltweit stärksten Bier eine gesonderte Verkostung Wert, oder gleich  in die Braurei zum Stadtpark in Hockenheim. Dort wird Bier gebraut wie es sich gehört, dort schmeckt Bier wie es schmecken soll, dort kann man Bier geniessen im typischen aber nicht altbackenem Brauereiambiente ohne gleich eine Touristenattraktion zu sein wenn man in Arbeitskleidung Wein anliefert.

Gerne verweise ich noch auf ein anderes Bier der Region, die Brauerei Dachsenfranz aus Zuzenhausen. Wenn man über Bier der Region spricht ein echtes Muss und wie ich meine ein ausgezeichnetes Bier. Darum der Verweis an dieser Stelle auf mein Slow Food Blog wo dieses Bier vor kurzem Thema war.

Aber für diese Weinrallye gebe ich der Produktion auf Heidelberger Grund den Vorzug, ein Heidelberger Bier, eben das Heidelberger Bier!!

Das Heidelberger Bier geniesst nicht unbedingt den besten Ruf in der Stadt, schade eigentlich, die Gründe dafür vermag ich gar nicht zu benennen, ich bin kein Fachmann für Biermarken.
Aber, vermutlich liegt genau in diesem Wort, Biermarke das Problem, ich glaub man hat in den Brauereien vergessen wo man herkommt, und sich dem Weltmainstreamgeschmack hingegeben. Die regionale Identitätsstiftende Bedeutung haben die meisten Brauereien verloren und damit ihre Zukunft auf dem Opferstock der Globalität geopfert. Wirklich Schade. Ein Glück das wir Weingüter bisher für globale Mainstreams zu klein waren, aber auch das ändert sich gerade, immer mehr Weinproduzenten, auch kleine, entfernen sich von der Regionalität hin zur Marke.

4. Meine Spezialität Nr. 4: Heidelberger 1609 Premium Pilsener
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Sofort nach dem öffnen durchströmt es den ganzen Raum mit intensiven Duft des Bieres, würzig malzig und hopfig. Sehr angenehm und vor allem bleibt der Duft ewig lange im Raum hängen. Das ist wohl das was man im Volksmund dann die Bierfahne nennt?

Die Farbe ist mehr golden als gelb, die Brauer bezeichnen dees wohl als hellgold. Die Schaumkrone ist optimal, da können die Sektproduzenten nur neidisch hingucken ob dieser Pracht.

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Das Bier ist nicht wirklich herb, zumindest nicht so wie ich es von einem Pilsener erwarten würde. Aber das ist wohl beim Bier vermutlich gleich wie beim Wein. Es soll trocken draufstehen aber eigentlich süß schmecken. Kugellrund ohne Ecken und Kanten, geschliffen eben. Trotzdem, ich finde das Bier besser als viele meinen das es wäre. es sit süffig, wirkt leicht, aromatisch und fein. Das sit eigentlich das was ich von einem Bier erwarte. Ein Durstlöscher, kein Premiumding oder so etwas, einfach trinken!!

Ich glaube heutzutage muß man Dankbar sein das es überhaupt noch ein Bier gibt das den Namen deiner Stadt oder Dorf oder Region trägt. Interessant in diesem Zusammenhang das die als Innovativ geltende Weldebrauerei aus dem benachbarten Plankstadt letztes Jahr begonnen hat ein Heidelberger Bier zu produzieren. Vom Hopfen abgesehen versucht man die Grundzutaten von Heidelberger Gemarkung zu beziehen, ähnlich dem Vorbild mit des Spezialitätenbieres aus Sandhausen. Dort versucht man also wieder den Weg zu gehen sich mit der Region zu identifizieren. Leider habe ich auch hierzu nichs richtiges gefunden um darauf zu linken, da sollte Welde eigentlich mal eine Webseite einrichten, für das Heidelberger und Sandhäuser Bier aus ihrer Braurei. Oder habe ich die einfach nur übersehen?

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