Weinrallye 32 – ein alter Burgunder aus Baden

weinralley_os_140.jpgMein zweiter Beitrag zur Weinrallye die von Iris ausgerichtet wird. Aufgefordert sind die Blogautoren heute etwas über Spätburgunder zu schreiben. Nach einer 1964er Hex von Dasenstein wollte ich eigentlich einen Spätburgunder von Affental öffnen habe mich aber dann doch für etwas anderes entschieden, natürlich ebenfalls aus Baden!

1989er Waldulmer Pfarrberg Spätburgunder Kabinett
Waldulmer Winzergenossenschaft

Mit Waldulmer Spätburgunder verbinde ich viele Besuche in den Kneipen und Restaurants meiner Heimat. Der Waldulmer war in 80er Jahren DER Spätburgunder schlechthin in der Gastronomie rund um den Bodensee.

Zugegeben, man braucht viel guten Willen um in dem 1989er Wein das typische Spätburgunderaroma zu finden! Bereits bein einschenken verströmt der Wein den eigensinnigen Duft vieler alter Rotweine. Ein Aromengemisch aus Sherry, Rauch und Nüssen hat die Regentschaft im Weinglas über die ursprünglichen Burgunderaromen übernommen. Aber es ist angenehm und wohlriechend.

Der Wein ist blank und sauber ohne jegwelche Eintrübungen, die Farbe wirkt ein bisschen stumpf und müde, orangene Farbnuancen zeigen die Reife des Weines.

Der Spätburgunder Kabinett wirkt im Gaumen lebendig und agil. Die Gerbstoffe kitzeln und zeigen eindeutige klare Präsenz! Das überrascht mich, ich hatte eine völlig andere Erwartung an den Geschmack des Weines.  Der Waldulmer ist nachhaltig und lang, am Gaumen deutlich besser als in der Nase, von der Süße ist kaum mehr etwas zu schmecken. Ein kleines Säurespiel streichelt die Zunge, vermag aber auch nicht den leicht nussigen oder gar schokoladigen Geschmack zu überdecken

Bei uns kommt der Wein als Begleiter zum Käse auf den Tisch, die Rolle als Essensbegleiter erfüllt er zur vollsten Zufriedenheit, die Flasche Wein wird definitv leer getrunken.

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