Weinrallye #5 – Sangiovese

weinrallye_140.jpgGastgeber der 5. Weinrallye ist das Blog Hausmannskost, Thema ist wie HIER beschrieben Sangievese, wenn möglich abseits der der Toskana wenn möglich auch abseits Italiens.
Zugegeben, das Thema ist nicht ganz einfach gewählt. Aber bei der 5. Ausgabe der Weinrallye kann es ja durchaus auch einmal etwas anspruchsvoller zugehen was die Themauswahl angeht.

Im ersten Moment war ich doch ziemlich ratlos was ich denn jetzt machen sollte, alle meine Italiener darauf hin zu prüfen wo sie denn herkommen und ob in ihnen Sangiovese enthalten ist war mir dann doch etwas zu umständlich. Dankenswerterweise erfuhr ich durch den Reisebericht des Drinktanks und dem Tipp von Hausmannskost von der Existenz südafrikanischer Sangioveses. Online wurde ich dann auch schnell fündig und bestellte mir ein entsprechendes Fläschchen.

Bereits vor einigen Tagen hatte ich die Möglichkeit mich mit einem Sangiovese anzufreunden, im Rahmen einer Weinprobe konnte ich das Cuvée Luitmar von Phlipp Kuhn verkosten. Klasse gemachter Wein, wenn ich mich recht entsinne war es eine Cuvée der Sorten St.Laurent, Dornfelder und eben Sangiovese. Ein wirklich ausgezeichneter Wein mit viel Tiefgang, und einer Eleganz die einem guten Italiener in nichts nachsteht. Meine Vorfreude auf den Südafrikaner wuchs wie auch meine Erwartungen.

Gestern dann bot sich endlich die Gelegenheit den 2005er Raka Sangiovese zu öffnen und zu präsentieren.

Übrigens, nur mal am Rande erwähnt, vorbildlich wie das Weingut Raka Details seiner Weine auf seiner Hoempage präsentiert. Se erfährt man das der Sangiovese nur 5 Tage auf der Maische lag und täglich 3 – 5 mal überschwallt wurde. Ziemlich ungewöhnlich wie ich meine, zumindest was die 5 Tage Maischestandzeit angeht. Andererseits erklärt es die typizität des Weines, der eben eher elegant als grobschlächtig daherkommt, eher weich und rund als wuchtig.

Raka.jpg

Der Verkäufer Shiraz & Co schreibt ziemlich treffend über diesen Wein:

Am Gaumen setzen sich die Aromen aus der Nase fort. Die weichen Holzaromen sind perfekt in den mittelkräftigen Körper eingebunden und geben feine komplexität und Weichheit an den Gaumen. Insgesamt ist der Wein sehr rund und gut strukturiert. Die Tannine sind elegant und weich. Der trockene Abgang ist fruchtig, lang, sanft und samtig!

Die Attribute, mittelkräftiger Körper, Weichheit an Gaumen, rund und gut strukturiert kann ich gerne unterschreiben und muß dem nichts weiter hinzufügen.

Mein Fazit fällt eher gemischt aus. Der von mir verkostete Sangiovese aus Südafrika läßt erahnen das diese Sorte auch auf der südlichen Halbkugel eine Heimat finden könnte und sicherlich das Potential bietet große Weine hervorzubringen. Ich glaube allerdings nicht das es einen großen Markt für sortenreine Sangioveses aus Südafrika gibt. Allerdings was diese Sorte z.b. in einr Cuvée zu leisten vermag hat mir Philipp Kuhns Luitmar eindrucksvoll bewiesen.

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