Welcher Wein zum Abendmahl?

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Am Vorabend der Weinrallye #12 mit dem Titel “In Gottes Namen” die sich mit dem Thema Wein und Kirche beschäftigen möchte, frage ich mich Ernsthaft ob es denn neben Messwein und Abenmahlswein auch so etwas gibt wie Messtraubensaft oder Abenmahlstraubensaft?

Einer der Gründe warum die Kirchen in der heutigen Zeit mehr und mehr leer bleiben, sehen manche Experten darin begründet das die Kirche ihre Rituale und Symbole in den vergangenen Jahren mehr und mehr verwässert hat und sie nicht mehr pflegt. Ein schönes Beispiel was damit gemeint sein könnte zeigt das Thema Wein zum Abendmal auf. Inzwischen greifen viele Pfarrer zum Traubensaft, offensichtlich angetrieben von der Angst ein ehemaliger Alkoholiker könnte sich beim Abendmahl in die Sucht zurückbringen, oder junge Menschen könnten durch den Messwein fehlgeleitet werden und zu Säufern werden, oder für Schwangere könnte der zarte Schluck Wein Anlass einer Frühgeburt sein. Schade das offensichtlich selbst die Pfarrer nicht mehr an die Macht der Symbole glauben und offensichtlich auch ihren Schäfchen jeglichen gesunden Menschenverstand absprechen sich entsprechend zu verhalten.

Schade für die jungen Menschen, die ihrem ersten Abendmahl entgegenfiebern und dann gewöhnlichen Traubensaft bekommen. Ich frage mich ohnehin ob für den zum Abendmahl verwendeten Traubensaft die selben Kriterien bezüglich Reinheit und Herstellung gelten wie für den Messwein?

Lesenswertes zu diesem Thema findet sich unter folgenden Links:

2 Comments

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2 Responses to Welcher Wein zum Abendmahl?

  1. Ich finde das ganze schon ein wenig komplizierter, natürlich sind Symbole wichtig und ein Schluck Wein wird kaum einen Teenager süchtig machen, trotzdem ist es ein Genußmittel oder anders gesagt, eine Droge, aus dieser Sichtweise kann ich es schon verstehen, dass es in Kirchen kaum noch echten Wein zu trinken gibt. Ich wäre sicher öfter da wenn es so wäre 😉

  2. phl

    Als Jesus das erste Abendmahl hielt, war es zur Zeit der ungesäuerten Brote. aller Sauerteig und andere Hefeprodukte waren aus den israelitischen Huashalten verbannt, vor der Schlachtung des lammes. In der Bibel wirdHefe als Bild für die Sünde verwendet. Das Lamm sollte fehlerlos, sündlos sein. Deshalb ist es für mich klar, dass Jesus auch keinen vergorenen Traubensaft verwendet hat. Auch wenn es ein gutes halbes Jahr her war, dass die Lese stattgefunden hatte, die Juden kannten verschiedene Methoden zur Konservierung der Frucht der Rebe. Erst in der neueren Zeit machen wir einen Unterschied zwischen Wein und Traubensaft. Vorher gab es das nicht. Auch die griechische Sprache kannte keinen Unterschied. Wenn man nicht aufpasste, dann wurde der Saft der Rebe schnell zu Essig. Deswegen wird auch in alten römischen Quellen der süsseste Wein (heute Traubensaft) als der beste angesehen.

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