Wer hat den Champagner erfunden?

Laut Deutschlandradio nicht Dom Pérignon, sondern Bier trinkende Engländer. Die Erklärung klingt plausibel und sehr unromatisch.

Auf der Insel angekommen füllten die Engländer den Wein in Flaschen um, die sie mit richtigen Korken verstöpselten – eine Maßnahme, die damals in Frankreich noch unbekannt war

Macht Sinn, es geht weiter:

… reichte der Engländer Christoph Merret bereits 1662 ein Schriftstück bei der Royal Society ein, in dem beschrieben wird, wie man Wein durch Zuckerzugabe zu einer zweiten Gärung und damit zum Schäumen bringen kann. Der französische Ordensmann Dom Pérignon dagegen trat sein Amt als Kellermeister der Abtei Hautvillers erst 1668 an …

Wirklich interessant und lesenswert!!
Der missratene Wein in Deutschlandradio Kultur

5 Comments

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5 Responses to Wer hat den Champagner erfunden?

  1. Klingt wirklich glaubhaft, wenn man sich erinnert, dass die Engländer noch im vorigen Jahrhundert (also vor 10/15 Jahren) als Liebhaber von eher “süßen” Weinen galten. Klar haben die beim Abfüllen zu Hause Zucker in den unreifen Claret geschüttet!:-))

  2. Sorry diese Geschichte ist genau so albern wie die von Dom Pérignon als Erfinder des Champagners. Schaumweine waren bereits in römischer Zeit in Italien bekannt und in der Champagne bereits lange vor Dom Pérignon. Der hat lediglich den Verschluss der Flaschen verbessert um das, was wir heute die Agraffe nennen, und damit den Wein grundsätzlich versandfähig gemacht. Funktionierte aber trotzdem zunächst nicht, weil die Flaschen dem Druck nicht standhielten. Erst nach der Erfindung des verre anglais, des englischen Glases, konnte man geeignete Flaschen herstellen. Das ist der tatsächliche Verdienst der Briten um den Champagner.

  3. Franziska Steier

    Beim Schaumwein stimme ich zu, allerdings ist Champagner nicht gleich Schaumwein: Bei der Gärung des Weins durch Hefe und Zucker gab es lange Zeit das Problem der Trübung. Um die Schwebstoffe zu entfernen und trotzdem die Kohlensäure zu erhalten, ist ein kompliziertes Verfahren des Rüttelns der auf den Kopf gestellten Flaschen notwendig, das heute zum Teil noch manuell betrieben wird. Das Verfahren ist allerdings so besonders, das sich nur wenige Schaumweine auch “Champagner” nennen dürfen, der Rest muss Sekt heißen.
    Und Erfinderin dieses Verfahrens ist Mme Barbe-Nicole Cliquot, auch bekannt als “Grande Dame de Champagne”.
    Siehe hierzu: http://www.meinhard.privat.t-online.de/frauen/pate...
    und: http://de.wikipedia.org/wiki/Champagner

  4. @Mario
    Du hast vollkommen recht. Dom Pérignon ist sicherlich nicht der Erfinder, macht sich aber gut im Tourismus und als mythischer Mönch hinter der gleichnamigen Champagnermarke.
    Zusätzlich zu dem von dir genannten hat er sich aber auch um die Herstellung von weißem Wein aus roten Trauben verdient gemacht.

  5. Es muß nicht immer Chamapagner sein! Es gibt auch andere – mindestens genau so gut wie Champagner! Die Champagne hat es nach dem ersten Weltkrieg geschafft, sich den Begriff schützen zu lassen. Deshalb ist es auch zweitrangig, wer die zweite Flaschengärung erfunden hat.

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