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	<title>Kommentare zu: Winzerlatein</title>
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	<description>Rund um Wein</description>
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		<title>Von: Bernhard</title>
		<link>http://winzerblog.de/winzerlatein-1013/#comment-39779</link>
		<dc:creator>Bernhard</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 07:36:54 +0000</pubDate>
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		<description>Also ich denke in Sachen Winzerlatein haben sich Produzenten und Konsumenten gegenseitig auf ein Niveau hochgearbeitet, von dem man nicht so schnell wieder runterkommt.

Viele Weinfreunde WOLLEN in der heutigen &quot;modernen&quot; Zeit glauben, da&#223; sich in der Weinbereitung nichts, aber auch gar nichts gegen&#252;ber Achtzehn- oder Neunzehnhundertirgendwas ver&#228;ndert hat. So nach dem Motto: &quot;Wenigstens beim Wein haben in unserer oberfl&#228;chlichen, schnellebigen Zeit die guten alten Traditionen noch bestand.&quot;

&#220;brigens sind f&#252;r dieses Verdr&#228;ngungsph&#228;nomen und das Glauben-Wollen wider besseres rationales Wissen auch die anf&#228;llig, die das Winzerlatein kritisieren. In ihrem Fall mu&#223; das Winzerlatein halt andere Themen umfassen (Bio-dyn,...) und noch glaubw&#252;rdiger und rhetorisch und medial professioneller pr&#228;sentiert werden.

Wenn man als Winzer heutzutage (von selbst oder auf konkrete Nachfrage) ehrlich &#252;ber die Weinbereitung Auskunft gibt, ist man f&#252;r die Mehrheit der Leute nicht der &quot;Held&quot; der endlich einmal sagt, was Sache ist, sondern entweder der &quot;Buhmann&quot; der die langgehegte Illusion zerst&#246;ren will oder derjenige, der einfach nicht qualit&#228;tsorientiert genug arbeitet.

Die (zumindest f&#252;r Profis) augenscheinlichsten Winzerlatein-Themen sind sicherlich die Zuckergradationenen bei der Ernte und das Thema Aufbesserung/Mostkonzentration.

Da hat mittlerweile bei vielen Produzenten jenes Stadium der Realit&#228;tsverweigerung eingesetzt, das einmal jemand (aus &#214;sterreich) trefflich folgenderma&#223;en charakterisiert hat: Die Selbstinfektion am eigenen Schm&#228;h.

Gr&#252;&#223;e

Bernhard</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also ich denke in Sachen Winzerlatein haben sich Produzenten und Konsumenten gegenseitig auf ein Niveau hochgearbeitet, von dem man nicht so schnell wieder runterkommt.</p>
<p>Viele Weinfreunde WOLLEN in der heutigen &#8220;modernen&#8221; Zeit glauben, da&#223; sich in der Weinbereitung nichts, aber auch gar nichts gegen&#252;ber Achtzehn- oder Neunzehnhundertirgendwas ver&#228;ndert hat. So nach dem Motto: &#8220;Wenigstens beim Wein haben in unserer oberfl&#228;chlichen, schnellebigen Zeit die guten alten Traditionen noch bestand.&#8221;</p>
<p>&#220;brigens sind f&#252;r dieses Verdr&#228;ngungsph&#228;nomen und das Glauben-Wollen wider besseres rationales Wissen auch die anf&#228;llig, die das Winzerlatein kritisieren. In ihrem Fall mu&#223; das Winzerlatein halt andere Themen umfassen (Bio-dyn,&#8230;) und noch glaubw&#252;rdiger und rhetorisch und medial professioneller pr&#228;sentiert werden.</p>
<p>Wenn man als Winzer heutzutage (von selbst oder auf konkrete Nachfrage) ehrlich &#252;ber die Weinbereitung Auskunft gibt, ist man f&#252;r die Mehrheit der Leute nicht der &#8220;Held&#8221; der endlich einmal sagt, was Sache ist, sondern entweder der &#8220;Buhmann&#8221; der die langgehegte Illusion zerst&#246;ren will oder derjenige, der einfach nicht qualit&#228;tsorientiert genug arbeitet.</p>
<p>Die (zumindest f&#252;r Profis) augenscheinlichsten Winzerlatein-Themen sind sicherlich die Zuckergradationenen bei der Ernte und das Thema Aufbesserung/Mostkonzentration.</p>
<p>Da hat mittlerweile bei vielen Produzenten jenes Stadium der Realit&#228;tsverweigerung eingesetzt, das einmal jemand (aus &#214;sterreich) trefflich folgenderma&#223;en charakterisiert hat: Die Selbstinfektion am eigenen Schm&#228;h.</p>
<p>Gr&#252;&#223;e</p>
<p>Bernhard</p>
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