Wo bleibt die Community für den Wein?

Die Zeiten ändern sich.

Dieser Beitrag scheint älter als 10 Jahre zu sein – eine lange Zeit im Internet. Der Inhalt ist vielleicht veraltet.

Derzeit scheint das Thema Community oder Social Network das Web 2.0 zu beherrschen. Ich frage mich langsam aber sicher wie die Macher dieser Communities es sich vorstellen, soll ich denn wirklich in 40 – 50 dieser Communities Mitglied werden? Derzeit scheint ein Kampf um die Kochbegeisterten zu starten, fast wöchentlich startet irgendwo im Internet ein neus Social Network und buhlt um Mitglieder.
Man träumt wohl davon, eines Tages ähnliche Mitgliederstärken diverser Foren zu erreichen und die Mitglieder dann via Werbung abmelken zu können. Das ist so weit OK, denn betrachte ich mir die starken Foren rund um das Thema Wein wird auch dort Werbung gemacht.

Dann stellt sich mir die Frage, wo und wann wird es die erste communitybasierte deutschsprachige Webseite rund um das Thema Wein geben? Potential wäre wohl da, fehlt nur jemand der es in Angriff nimmt bevor die etablierten dies tun.

Das Thema ist heiß, ich warte auf WeinR, WinzR oder KellRmeistR 🙂

20 Comments

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20 Responses to Wo bleibt die Community für den Wein?

  1. Hier: http://gurudelvino.com Ist Spanisch, hat aber eine deutsche Sprachversion und auch Mitglieder aus Deutschland. Ich bin Mitglied (wie in fast jeder Community dieser Welt) aber nicht aktiv 🙂 LG Wolf

  2. Hallo Thomas,
    du sprichst da ein interessantes Thema an! – Wie groß wird die Community-Blase bevor sie platzt? Wer schon etwas länger im Internet aktiv ist hat dergleichen ja schon früher mitgemacht, erst waren es Newsgroups, dann Chats, dann Foren und schließlich Web2.0 mit Blogs SL usw. (um nur ein paar Hypes zu nennen) was kommt als nächstes? Nun da lässt sich nur vage spekulieren, was Web2.0 (Communitys, Blogs usw) angeht wage ich schon eher eine Voraussage: Ich denke wir haben den höchsten Punkt des Hypes erreicht, 2008 wird es noch Zuwächse in manchen Bereichen geben aber ich nehme an, dass der Gesamttrend nach unten zeigen wird oder zumindest nicht mehr steigt (Siehe auch http://www.google.com/trends?q=blog )
    Das sollte man nicht negativ bewerten, es gibt dann eben einem Verdrängungsmarkt – ein Gesundschrumpfen. Die unbesetzten Nieschen werden gefüllt werden (Stichwort Logn Tail) und hiermit bestimmt auch das Wein Thema (WeinR :p), wobei es hier ja bereits Ansätze gibt. (http://www.wein-plus.de/ zum Beispiel wobei es denen an Optik und Technik fehlt um sich den Web2.0 tag zu verdienen)
    Was eventuell helfen wird, dass Benutzer sich nicht allzu schnell von ein paar ihren zig Communitys zu trennen könnten Techniken wie OpenID http://openid.net/ sein die die verschiedenen Seiten zusammenwachsen lässt. Was neue Techniken angeht sind wir in Deutschland allerdings noch ein gutes Stück hinterher, auch weil selbst die großen Communitys wie Studivz häufig nur von Englischen Seiten kopieren und so zwangsläufig hinterher hängen. (http://bumi.wordpress.com/2006/10/03/studivz-in-original-facebook-farben/ )

    lg Sebastian

    ps: Na, selber keine Lust hier etwas zu starten? Mit Drupal ( http://drupal.org ) zum Beispiel? 😉

  3. Wie Thomas bei „Go To Rio“ ja schon ausgeführt hat, tut sich selbst im englischsprachigen Raum noch sehr wenig. Hierzulande sehe ich das als einen Prozess, der die eine oder andere Plattform wie z.B. wein-plus in diese Richtung führt. Nur eine community wird’s eh nicht geben, dafür ist das Weinvolk untereinander zu sehr zerstritten oder verfolgt eigene Interessen. Spannend wird’s, wenn die Großen à la Google, Microsoft einsteigen.

  4. Ich sehe das Web2.0 nicht so negativ und halte es auch nicht für eine Blase, die mit der von 1999 vergleichbar wäre.

    1. Web2.0 hat das Internet deutlich verändert und verbessert, siehe Flickr, YouTube, Ajax oder uns, die Blogsphäre. Selbst wenn es sich nur komplex definieren lasst, fühlt es sich anders an als das alte Web. (Siehe aber http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0 oder den Klassiker http://www.oreilly.com/pub/a/oreilly/tim/news/2005/09/30/what-is-web-20.html)

    2. Das Geld sitzt bei den Investoren nicht mehr ganz so locker. Das heißt, die vielen Web2.0-Firmen, die sich bei uns beim PC-Magazin vorstellen, haben meistens eine wirkliche, Erfolg versprechende Idee und einen Businessplan hinter ihren Projekten.

    3. Im Unterschied zum Jahr 1999 stecht inzwischen sehr viel Geld im Online-Werbemarkt. Es gibt kaum einen Verlag, der nicht massiv in Web-Inhalte und Online-Redaktionen investiert.

  5. Was die Kar*****-Kundenkarte für die Oma ist, ist die Community für den Enkel. Einrichtungen ohne echten Sinn, außer dem Abgreifen von werberelevanten Daten potentieller Kunden. Und da Enkel und Wein nicht soooo ideal zusammenpassen, dürften wir hoffen von ernstzunehmenden Communitys verschont zu bleiben. Obwohl ich nicht drauf wetten würde…

  6. Aber, wäre denn nicht auch eine Community möglich die NICHT werberelavante Daten ihrer User abzieht oder diese zumindest nicht für Werbezwecke benuzt?
    Das hätte meiner Meinung nach eine echte Erfolgsgarantie!
    Gerade heute bekam ich wieder Post von einem Weinforum wo ich registriert bin, dort wurde im Kundenauftag Werbung verschickt, aber immerhin wurde dieser Umstand sehr ordentlich kommuniziert und nicht einfach die Adresse weitergegeben.
    @Charles
    Ich denke die reduzierung auf die Enkelgeneration funktioniert nicht, schau mal rein bei XING. Ich scheine einer der ganz wenigen zu sein die dort kein Account haben 🙂

  7. @Winzerblog
    XING, der Onlinestrich für Selbstständige? Ok, da ist ja zurzeit auch (ohne mich) eine Menge zu holen. Aber so was beim Thema Wein? Was soll eine Community besser können, was nicht auch schon bei Foren oder Blogs geht (oder schon hier nicht wirklich funktioniert). Außerdem gibt es ja in der Branche eine Menge Leute, die noch nicht einmal damit etwas anfangen können …
    Aber, ich lasse mich gerne überzeugen. Ein echtes Argument würde schon reichen. 😉

  8. Es gibt natürlich http://wein2null.de/ . Ne das ist eher ein Scherz am Rande. Wein an sich bleibt immer 1.0. Aber eine deutschsprachige Community gibt es ja schon: http://amivini.de/ . Ich bin zwar etwas skeptisch, was den Stellenwert solcher Communities in der Zukunft betrifft, aber die Idee ist stringent umgesetzt und der Sven Thiele, den ich am Rande einer Messe kennen gelernt habe, ist auch ganz nett. Die Zukunft wird sicherlich aus mehreren Medien bestehen: Klassisch im Printbereich (,Fernsehen ist erstmal ein Tabu), in den Foren, den Blogs und evtl. auch den Communities. Das Ding ist halt nur, dass dort Kosten für die Administration entstehen, die auch eingespielt werden müssen. Da ist der Blog mit privatem Charakter klar im Vorteil. Mal schauen was sich entwickelt.

  9. @Thomas
    warum denkst du TV ist Tabu? Wart ab, nach dem kochen kommen die TV-Weinverkostungen. Da wäre schon einiges denkbar, nur halt nicht voll werbefinaziert wie es schon versucht wurde 🙁
    @Charles
    Ich habe kein Argument dafür was eine Community leisten könnte was ein Forum nicht kann. vielleicht in einer komfortableren und übersichtlicheren Struktur? Dem gruscheln? Ich weiß es nicht, ich tu mich schon mit Foren schwer 🙂

  10. -> Charles: Man kann alles schlecht reden und findet sicher überall etwas Negatives. Bei Communities: Werbung, Narzismus, Pädophilie etc. Aber wenn man sich darüber im Klaren ist, gibt es auch Gutes. Mir machen Communities Spaß und da wo ich aktiv bin (Xing und MySpace) habe ich viele neue Leute kennen gelernt, Freundschaften geschlossen, Leute von Früher wieder getroffen oder ich lasse mich einfach nur durch die Profile treiben. Dass ist wie im Café sitzen und die Menschen anglotzen, die vorbei gehen 🙂
    Bei MySpace haben inzwischen fast alle Musiker ein Profil und man kann sich Lieder anhören. Gerade auch von Bands die nicht im Radio laufen. Das alles finde ich sehr spannend. Bei Weinen gibt es natürlich das Problem, dass man sie nicht online verkosten kann…

  11. @winzerblog:
    Das mit den Schwierigkeiten von Wein im TV hängt mit der zeitlichen Linearität das Mediums zusammen. Wein ist ein vielfältiges Wissensgebiet mit einem sehr heterogenem Publikum. Es gibt Leute, die interessieren sich nur für Bordeaux. Andere haben einen eher einfachen Zugang zu den Themen. Das ist schwer unter einen Hut zu bringen. Erst wenn die zeitliche Linearität überwunden ist z.B. durch Festplatten, mit denen man die Sendung aufzeichnet und mit denen ein ordentliches ContentManagement funtioniert – z.B. Bockmarking der einzelnen Beiträge – hat das eine Zukunft. Das ist jedoch dann technisch nichts anderes als ein professionell produzierter VLog.

    An der Stelle zeigen sich auch die Vorteile der funktionierenden Medien Zeitschrift und Blog: Man kann sich raussuchen was einen interessiert ohne alles von Anfang an lesen zu müssen. Es würde ja niemand auf die Idee kommen eine Zeitschrift von Seite 1 an zu lesen ohne etwas zu überspringen. Und beim Blog ist die Chronologie sogar umgedreht.

    Zu der Frage Werbefinanzierung: Es gab ja nicht nur VinumTV auf n-tv, sondern auch die Reihe „Weinprobe …“ mit Christina Fischer. Die hatte das selbe Problem: Für Insider zum gähnen und für gelegentliche Weintrinker Informationsüberflutung. Die Serie wurde bezeichnender Weise vom Super-Öffentlichen arte produziert. Besonders an der Serie kann auch die häufige Nennung von Weinstars – mit denen vollkommen kumpanenhaft umgegangen wird – kritisiert werden. Trotzdem kann man sagen, dass beide Sendungen ein Optimum in den bestehenden technischen Möglichkeiten waren. Nur ist Wein im normalen Fernsehen so nicht umzusetzen.

    Man kann das evtl. mit Entertainment machen. Es gibt ja auch den „Fröhlichen Weinberg“ im Dritten. Das würde ich aber dann nicht mehr als eine Weinsendung bezeichnen wollen.

  12. Na ja, der fröhliche Weinberg ist schon ein Extrem welches wir als Weinsendung akzeptieren müssen wie auch die Geschichte mit dem Weinköniginnen-TV. Ich denke der Denkfehler bei bei den von dir genannten Sendungen liegt darin das man über Wein spricht und nicht über das was drumherum alles passiert, essen, trinken, leben usw…
    Bei Weincasting gab es einmal eine Ankündigung einer Amerikanischen Weinserie deren Ansatz mir nicht uninteressant erschien. Ich such den Link bei Gelegenheit mal raus.

  13. @Wolf
    Ok, wenn man neben „Werbung, Narzismus, Pädophilie etc.“ noch Gutes findet, brauch ich auch nicht mehr „alles schlecht reden“.

    @Winzerblog
    Eventuell „Oz and James’s Big Wine Adventure“? Eine 1a Geschichte aus Britannien, die hier vermutlich auch nicht funktionieren würde. Allerdings liegt hier das Problem nicht am Konzept, sondern an der Mentalität. Denn solange ein Mario Barth das Olympiastadion füllen kann …
    Ich würde da schon Thomas G. zustimmen, der echte Genuss beim Wein findet eben offline statt.

  14. -> Charles: Eigentlich gilt für Communities nichts anderes als für das ganze Internet. Es gibt Schattenseiten, die sind nicht schön, aber deswegen muss man nicht die ganze Institution an sich in Frage stellen. Das klingt für mich innovationsfeindlich und kulturpessimistisch. Wo Menschen zusammen kommen, laufen auch ein Haufen Deppen rum, das ist auch in der Münchner Fußgängerzone so. Trotzdem fahr ich gerne in die Stadt. Man sollte sich eher fragen, wie man Community-Seiten sicherer und friedlicher gestalten kann.

  15. Zumindest zum Thema Wein aus Deutschland und Österreich scheint es eine Community zu geben.

    Unter weinfreund.de gibt es ein neues Portal, das diesen Ansatz hat. Mann kann dort Weine von deutschen Weingütern bewerten.

  16. Vanessa

    Ich bin auf der Suche nach Wein-Communities im deutschsprachigen Raum & auch nach langer Suche konnte ich nichts brauchbares finden. Habe ich etwas übersehen oder gibt es wirklich nichts ?

    Welche Erwartungen hättet ihr an eine Wein-Community?

  17. Hi,

    wir haben vor kurzem eine Wein-Seite gestartet. Die Idee entstand aus Eigenbedarf heraus und da dachten wir uns, wir könnten andere daran teilhaben lassen – so ist die Seite zur Community-Seite geworden.
    Wir würden uns freuen, wenn euch die Seite gefällt und von Nutzen ist.

    http://www.qwine.de

    Und Ideen zur Weiterentwicklung sind immer willkommen.

  18. wie wäre es denn mit weinfreund.de dort ist ein Portal über Weingütern aus Deutschland und Österreich zusammen mit News und Forum vorhanden.

  19. Kleine Anmerkung: Ich muß darüber nachdenken wie ich mit Werbeeinträgen im Kommentarfeld umgehe und was ich dafür in Zukunft verlange.

  20. Pingback: Stuart Pigott startet www.weinhier.de | Winzerblog